Pühringer und Hiesl vertreten Anschober

  • Vertreten Rudi Anschober, der sich vom Burnout erholt: Hiesl, Pühringer
    foto: apa/pfarrhofer

    Vertreten Rudi Anschober, der sich vom Burnout erholt: Hiesl, Pühringer

Auf Wunsch von Anschober - Vertretung im Ressort, nicht ad personam

Linz - Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) wird den wegen Burnouts drei Monate lang dienstverhinderten Landesrat Rudi Anschober (Grüne) in der oberösterreichischen Landesregierung vertreten. Es sei eine Vertretung im Ressort, nicht ad personam, betonte Pühringer, der auch schon Karenzeinspringer für ÖVP-Landesrätin Doris Hummer ist, in einer Pressekonferenz mit LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP) sowie dem Grünen Klubobmann Gottfried Hirz und dessen Stellvertreterin Ulrike Schwarz Montag in Linz.

Anschober selbst habe entschieden, dass er durch den LH oder LH-Stv. Hiesl vertreten werden soll. Er habe diese Aufgabe übernommen, "weil wir jeden Anschein der Inkompatibilität vermeiden möchten", so der Landeshauptmann. Hiesl, für den Anschobers Vorschlag "ein großer Vertrauensbeweis" war, ist Straßenbaureferent und vehementer Verfechter des Linzer Westrings, den die Grünen, allen voran Anschober, bekämpfen. Er wird aber die gesamte Koordination der Regierungskoalition mit den Grünen übernehmen. Außerdem wird Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (ÖVP) Pühringers Funktion im Ausschuss der Regionen wahrnehmen und Hiesl, Sigl sowie Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) werden in Vertretung des LH Veranstaltungen besuchen. "Wir wollten eine faire, korrekte und machbare Lösung. Ohne die Entlastung wäre es auch für mich nicht gegangen", betonte Pühringer, der auch schon die Agenden der in Karenz befindlichen ÖVP-Landesrätin Doris Hummer innehat und nun neben seiner eigenen zwei weitere Stimmen in der Landesregierung besitzt.

Grüne anwesend bei Pressekonferenz

Es handle sich um eine echte Vertretung. Er sei nicht an die Wünsche Anschobers gebunden, sondern völlig frei in der Ausübung seiner Tätigkeit, so Pühringer. Er sei Vertreter in der Regierungssitzung, erledige Post und behördliche sowie dienstrechtliche Angelegenheiten. "Ich erbe die Arbeit im Büro." Anträge aus dem Ressort Anschober werde er ohne Zustimmung des grünen Klubs nicht einbringen. Sie würden aufgeschoben, außer es drohe ein Schaden für das Land oder Fristen würden versäumt. Ebenso werde es sich mit anderen Materien verhalten. Das sei ein Akt der Fairness.

Bei Veranstaltungen solle immer ein grüner Abgeordneter dabei sein, ebenso bei Pressekonferenzen. Er habe aber nicht vor, einen besonderen Eifer bei der Abhaltung solcher zu entwickeln, außer das Geschäft erfordere es. In der Landesregierung werde Pühringer bei Widersprüchen mit seiner Stellvertreter-Stimme nicht abstimmen. Er werde nicht für die ÖVP mit "ja" und für Anschober mit "nein" stimmen. "Das kann ich nicht", so Pühringer.

Hirz betonte, dass die vereinbarte Vertretung eine praktikable Lösung sei. In der Koordination sei er der Hauptansprechpartner, in anderen politischen Agenden Anschobers bisherige Stellvertreterin als Landessprecher und Umweltsprecherin Schwarz. Sie werde wichtige Themen im Bereich Energie oder Anti-Atom inhaltlich vorbereiten und mit dem LH abstimmen, so Schwarz. Auch Landessprecher-Stellvertreterin Maria Wimmer werde öffentliche Auftritte übernehmen und Geschäftsführerin Michaela Heinisch die Verhandlungsführung der Partei. "Wir gehen davon aus, dass Anschober nach drei Monaten wiederkommt", so Hirz. Bei einer voraussichtlich länger andauernden Verhinderung hätte nach der Geschäftsordnung ein Ersatzmitglied durch den Landtag gewählt werden müssen. (APA, 24.9.2012)

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Pühringer, Hiesl und Konsorten sind aber auch so gute Menschen. Vertreten sich gegenseitig, teilen die Arbeit, sind sich Ihrer Aufgaben vollends bewußt.
Jetzt fehlt nur noch das alle einen Heiligenschein bekommen.
Wer glaubt in OÖ haben die Grünen etwas zu sagen der irrt!

Von wegen Burnout!

Pühringer hat das ohnehin schon alles selber gemacht,
was kann er für die leeren Byrnout-Kilometer des Schobers, er hat ihm die Arbeit sicher nicht weggenommen, vielleicht die Entscheidungen....

Was passiert eigentlich,

wenn Anschober bis zum Ende des Jahres noch immer nicht fit ist?

Kein Mensch ist unersetzlich und Menschen, die sich derartige Attribute zuschreiben, sind für mich einmal grundsätzlich verdächtig.

Wenn dieses Ressort für die GRÜNEN so wichtig ist, dann müsste Anschober zurücktreten und Platz für einen anderen GRÜNEN machen - oder es ist doch nicht so wichtig, da der Anschober wichtiger ist.

Keine Sternstunde für die GRÜNEN.

Steht ja eh im Artikel

Anschober wie auch Hummer sind nicht rein ideologisch darauf aus max. 3 Monate die Arbeit ruhen zu lassen. Bei längerer "Abstinenz" müsste nämlich ein Ersatz gewählt werden (steht genau so im Artikel) und der Landesrat für Hummer bzw. Anschober wären futsch weil eben jemand anderer dann Landesrat ist.

Da gehts - wie bei Politikern aller Parteien - um Macht und Geld und nicht um höhere Ziele.

Pühringer und Hiesl

vetreten nun Rudi Anschober und Doris Humer - und alles nimmt seinen gewohnten Verlauf.

Daran sieht man, wie unnötig unsere Provinzkaiser samt ihrem Gefolge sind.

Oje,

waunas nur aushoit da Pepi. So vü Amterln...

Is doch eh wurscht,

zwei Schwarze vertreten einen dritten Schwarzen, so schaut's realpolitisch in OÖ aus.

Offenbar hat ich Anschober in Überlasung hetzen lassen.

Eine beliebte Taktik auch in Bürps, missliebige Gegenspieler mit Detailarbeit zuzuschütten. Bleibt keine Kraft mehr für die großen entscheidungen. Sieht aus, als wäre Anschobe rgenau in diese Falle gegeangen. Der Pühringer und der Hiesl hackeln bestimmt nicht so viel.

"pühringer und hiesl vertreten anschober"

in oö also überhaupt nix neues.

ziemlich

traurig, dass die grünen keinen vertreter aufstellen können.

oder dürfen?!

Dann müßte der Herr Anschober zurücktreten

So einfach ist das.

F(r)eindliche Übernahme

Der Hiesl übernimmt sicher das Betonieren ;-))

ich hab ihn gesehn

letzte woche am Flughafen, oh mann... wie aufregend

Supermann Pühringer

Die 100 Wochenstunden vom LR Anschober macht jetzt LH Pühringer, zusätzlich die von der LR Hummer (Karenz) plus seine eigenen ...

ergibt ca. 300 Wochenstunden

Gibt es nur EINEN Pühringer, Professor? Und ist es noch derselbe?

Oder schon umoperiert wie in Piefke Saga Folge 3?

Grün(es Licht) für Schwarz

Ich frage mich, ob es für den Herrn Anschober keine Vertretung aus seinen eigenen Reihen gibt/gab.

Oder muss ich das anders sehen.
Es wird ja die Vertretung aus der bestimmenden Reihe bestellt.

Wenn eine Ampel auf grün ist, ist alles andere schwarz.

Es ist schon erstaunlich, dass Herr Anschober ausgebrannt ist, aber ein Herr Püringer trotz seines Alters und langjähriger Amtszeit noch etwas mehr übernehmen kann.

Ist zwar schon oft erklärt worden, aber offenbar noch nicht oft genug: Ein Regierungsmitglied, auch ein Landesregierungsmitglied, kann nur durch ein anderes Regierungmitglied vertreten werden. Da Herr Anschober der einzige Grüne in der Landesregierung ist, konnte bzw. kann er nicht durch einen anderen Grünen vertreten werden.

daran sieht man, wie wenig ihm seine eigene bewegung wert ist.
was aber nicht verwunderlich ist. wenn man sich in einem job bis zur unkenntlichkeit verbiegen muss, um ins profil zu passen, hält man das nicht lange aus. grün und schwarz passen nicht zusammen. das wissen alle. außer den grünen...

Schwarz und Grün passen perfekt zusammen

Das wissen alle, nur nicht die Bobos.

ja, aber ein bisschen lästern dürfen wir schon

Anschober haette aber auch zuruecktreten

und fuer eine(n) andere(n) Gruene(n) Platz machen koennen.

bei einer 'ich bin die partei' - einstellung ? unmöglich !

vom Regen in die Traufe

Der Standard gibt den Standard vor

Bitte das nächste mal auch mitteilen, wer bei den anderen Bundesländern bei einer längeren Verhinderung (also ab 3 Wochen) einen x-beliebigen Landesrat vertritt. Der Standard will sich doch nicht etwa in eine provinzielle oder parteipolitische Ecke sehen. Bei der Bundesregierung wende ich mich eh an die Wiener Zeitung.

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