Vorwerk entfernt sich langsam vom Tür-Verkauf

Der Haushaltsgeräte-Hersteller baut um, Sparpaket und Personalabbau sollen noch im Oktober kommen

Wuppertal - Der deutsche Haushaltsgeräte-Hersteller Vorwerk braucht mehr Zeit für seinen Vertriebsumbau hin zu Internetshops und eigenen Läden. "Der deutschlandweite Ausbau auf 120 Filialen gelingt nicht bis 2014, sondern wird noch einige Zeit dauern, voraussichtlich bis 2016", sagte Walter Muyres, persönlich haftender Gesellschafter, der "Wirtschaftswoche". Insgesamt aber sei der Umbau des deutschen Vertriebs der "Kobold"-Staubsauger und der Marke Vorwerk "zu 70 Prozent geschafft". Vorwerk verabschiedet sich aber nicht komplett vom Verkauf an der Haustür, sondern setzt auf verschiedene Vertriebswege.

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" wird Vorwerk voraussichtlich im Oktober ein Paket von Sparmaßnahmen inklusive Personalabbau verkünden. Reiner Strecker, ebenfalls persönlich haftender Gesellschafter, sagte dem Magazin: "Wir müssen effizienter werden." Es gelte, "die Organisation auf neue, strategische Herausforderungen vorzubereiten".

Krise

Der deutsche Staubsaugervertrieb als Stammgeschäft des Wuppertaler Familienunternehmens kriselt seit Jahren. Der Abwärtstrend scheint aber gestoppt. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" wird die deutsche Staubsaugersparte nach internen Prognosen dieses Jahr erstmals seit 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Umsatz soll rund zehn Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr.

Insgesamt erwartet Vorwerk in diesem Jahr Bestmarken: "2012 wird voraussichtlich das dritte Geschäftsjahr in Folge mit einem Rekordumsatz und Rekordgewinn", prognostizieren Muyres und Strecker. Alle Aktivitäten zusammengenommen hatte Vorwerk im Jahr 2011 einen Konzernumsatz von knapp 2,4 Mrd. Euro erzielt. (APA, 24.9.2012)

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