Mozilla Firefox feiert zehnten Geburtstag

  • Mozilla Firefox blickt auf eine bewegte Erfolgsgeschichte zurück.
    foto: mozilla

    Mozilla Firefox blickt auf eine bewegte Erfolgsgeschichte zurück.

Open Source-Browser wurde über drei Milliarden Mal heruntergeladen und hat 450 Millionen User

Der freie Browser "Firefox" ist vergangenes Wochenende zehn Jahre alt geworden. Noch unter dem Namen "Phoenix" erschien am 23. September 2002 die erste Ausgabe des Programmes, das von Programmierern des Netscape Navigator gestartet wurde. Der Source-Code liegt vollkommen offen.

Im April 2003 wird "Phoenix" schließlich in "Firebird" umbenannt.

Mozilla-Projekt wird Stiftung

Im darauf folgenden Sommer wurde die Mozilla-Stiftung ins Leben gerufen. Die Gründungsurkunde vom 15. Juli 2003 hält fest, dass das "Internet eine geteilte, öffentliche Ressource, die bewahrt werden muss und kein Handelsgut, das verkauft wird", wie Mashable zu berichten weiß.

Aus "Firebird" wird "Firefox"

Im Februar 2004 erhält der Browser wiederum einen neuen Namen und das ihn bis heute prägende Logo. Mit der Version 0.8 heißt der Browser "Firefox", da auch ein anderes Open Source-Projekt diesen Namen trägt. Im folgenden Juni geht die Add-ons Gallery in Betrieb, die als offizielle Anlaufstelle für alle Erweiterungsmöglichkeiten gilt. Heute finden sich darin über 17.000 Add-ons. Im November erscheint schließlich Version 1.0, für welche Fans eine ganzseitige Werbeeinschaltung in der New York Times organisieren.

Ein Fuchs im Kornfeld, Aus für Netscape

Am 12. August 2006 machen ebenfalls Freunde des Web-Fuchses von sich reden. Nahe der Stadt Amity in Oregon entsteht in einem Haferfeld ein aus der Luft sichtbares Firefox-Logo mit 67 Metern Durchmesser.

Im Oktober 2007 erscheint mit dem Netscape Navigator 9 der letzte Release des einstigen Firefox-Vorbilds. Der Browser wird mittlerweile von AOL gepflegt und basiert seinerseits auf Firefox 2.0. Ende Dezember wird das Ende der Entwicklung aufgrund des niedrigen Marktanteils verkündet.

Downloadrekord und Chrome-Start

2008 ist ein besonders bewegtes Jahr für den "Rotfuchs". Am 21. Februar vermeldet Mozilla den fünfhundertmillionsten Download. Im Juni stellt man beim Release von Firefox 3.0 den ersten Guinness-Weltrekord für den "Download einer Software in 24 Stunden" auf. Mehr als acht Millionen Mal wurde die neue Ausgabe des Browsers innerhalb eines Tages heruntergeladen.

Im September bekommt Firefox, der Microsofts Internet Explorer in Sachen Marktanteilen heftig zusetzt, Konkurrenz. Google veröffentlicht die erste Version von "Chrome".

Firefox goes mobile

Drei Jahre später, Anfang 2011, führt Firefox ein "Do Not Track"-Feature während der Betaphase von Firefox 4 ein. Am 29. März unternimmt Mozilla erste Schritte in Richtung "Mobile" und veröffentlicht "Firefox for Android".

Neuer Rhythmus

Im Folgemonat wird die Release Schedule umgestellt und ähnelt seither jener von Chrome. Alle sechs Wochen soll nun eine neue Ausgabe von Firefox erscheinen, gleichzeitig stehen für User am Bleeding Edge die Nightly- und Aurora-Ausgaben bereit, die jeweils einen Ausblick auf die übernächste Ausgabe geben. Die stabilere "Beta" liefert einen weitgehend fertigen Eindruck der kommenden Version.

Nummer Drei

Am 26. Juli wird der drittmilliardste Download von Firefox gezählt, heute wird der Browser laut Mozilla von über 450 Millionen Usern verwendet und steht in 75 Sprachen bereit. Laut Wall Street Journal ist Firefox mit einem Anteil von 20,09 Prozent hinter dem Internet Explorer und Chrome der aktuell drittpopulärste Browser der Welt.

Derzeit ist Version 15 aktuell. Die sechzehnte Ausgabe steht jedoch in den Beta-Startlöchern und bringt Support für Web-Apps, eine Entwicklertoolbar sowie eine Reihe anderer Features mit. (gpi, derStandard.at, 24.09.2012)

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