PlayStation könnte "biometrischen Kopierschutz" erhalten

Neues Patent sieht Einsatz von DNA- oder Iris-Scannern zur User-Identifikation vor

Der Schutz von Urheberrechten ist mit der Digitalisierung der Inhalte zunehmend schwerer geworden. Herausgeber von Musik, Filmen und Videospielen erproben daher regelmäßig neue Methoden, um unerwünschte Kopien von Werken zu verhindern - vom simplen Authentifizierungscode bis hin zur weniger freundlichen Spitzelsoftware. Auf die Spitze treiben es die Wissenschaftler von Sony Computer Entertainment: In einem Patentantrag vom Mai wird der Einsatz von Fingerabdruck-, Hand-, Stimm-, Iris- oder gar DNA-Scannern zum Schutz von Inhalten für PlayStation und Co. beschrieben.

Wissen, wer der User ist

Ziel ist es offenbar, genau feststellen zu können, wer tatsächlich ein Gerät benutzt. Dies sei unter anderem hilfreich, wenn es um die Auslieferung von Werbeinhalten geht. Gleichzeitig könnte man dadurch auch verhindern, dass jemand ein Spiel spielt oder Film ansieht, der nicht dafür gezahlt hat. Zu ersterem Einsatzbeispiel passt ein weiteres Sony-Patent zu automatisierten Werbeunterbrechungen in Videospielen aus dem Jahr 2011.

Wie immer bei Patenten ist eine tatsächliche Umsetzung auch dieser durchaus kontroversen Idee natürlich ungewiss. Sie zeigt jedoch abermals, dass die sich Branche und die Verwertung digitaler Inhalte noch in den Kinderschuhen befindet.

Nicht neu

Der Einsatz biometrischer Daten bei Videospielsystemen und Computern ist unterdessen nicht neu. Laptops mit Fingerabdruckscannern sind seit Jahren am Markt. Microsofts Xbox 360 ermöglicht es wiederum sich per Kinect Sensor automatisch beim Online-Dienst Xbox Live anzumelden. Gesichtserkennung ist praktisch mit jeder Webcam möglich. (zw, derStandard.at, 24.9.2012)

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