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"Das ist Österreich": Ute Pichler und Martin Ferdiny moderieren Mittags- und Vorabendchronik im ORF.
Perfektes Timing: Die Medienbehörde feilt am Bescheid, ob der ORF seine TV-Sendezeit angemessen unter den Genres Information, Kultur, Unterhaltung und Sport aufteilt. Der ORF fährt Montag ein Mittagsmagazin auf, das werktäglich 45 Minuten mehr Information bringt. Fragt sich nur, welche.
Eine Pilotfolge vermittelt erste Eindrücke. Nicht von ungefähr leitet die TV-Chronikchefin die Sendung, nicht von ungefähr zählt das Mittagsmagazin von RTL zu den Vorbildern.
Ein schwerer Unfall eröffnet diese Ausgabe; dazu meldet sich eine Reporterin live vom Acker neben der Autobahn, um von Folgeunfällen wegen schaulustig verlangsamender Fahrer zu künden. Nun gibt es dafür "Heute Mittag" gleich nach der 13-Uhr-ZiB. In unaufgeregtem Tempo geht es weiter, das Publikum ist in seinen Sechzigern, überwiegend weiblich, sagt die Marktforschung. Weiter zu den Todesopfern von Schnapspanschern, dazu im Studio ein Experte des Gesundheitsministeriums. Ein Beitrag von der Fortbildung freiwilliger Feuerwehren, Benefizkonzert für Murenopfer, Prinzessin Kates Nacktfotoproblem mit Anwältin im Studio, Tigerlöwenmischlinge und wie Eltern in einer argentinischen Stadt das Treiben ihrer Sprösslinge via städtischer Überwachungskameras verfolgen können. Da liest "Joesi" Prokopetz, der laut Lebensgefährtin "nicht immer lustig ist". Ein - äh - Interview zu 100 Jahren Eishockeyverband. Und noch drei Beiträge aus oder zu ORF-Sendungen des folgenden Fernsehabends.
"Das ist Österreich", sagt der Entwicklungschef. "Auch das ist Österreich", sagt die Öffentlichkeitsarbeit. "Landesstudio Österreich" nannte Langzeitgeneral Gerd Bacher den ORF nach seiner Zeit einmal. (Harald Fidler, DER STANDARD, 24.9.2012)
Der Film wird seinen Weg machen. Kult. Der Wahnsinn muss ins Fernsehen
Dummerweise wirkte das Leben von Richard und Cosima Wagner in den Spielszenen mit Samuel Finzi und Pegah Ferydoni wie eine schlechte Fernsehschmonzette
Er lachte entspannt, war nicht jene gestrenge Kunstfigur, die ihren Fragegriller anwirft und sich auf den Tisch legt
Waltz macht inzwischen wohl wie jeder andere in Hollywood auch sehr viel Yoga, um für die weltweit gestellten Interviewfragen mental gerüstet zu sein
Arbeitgeberloyal fand es Andi Knoll super, in Schweden zu sein - wenn auch nur als Zaungast und atmosphärearm hinter dickem Glas
"Beine breit, Schultern gerade, Brust raus - genauer: Brust frei -, das ist die Körperhaltung der Femen-Aktivistinnen"
Edgar Böhm muss gezwungen werden, in einer Séance Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen, um bei Schubert ein Lied zu bestellen
Frisch Verliebte sollten keine Großkonzerne managen, keine schweren Maschinen betätigen, lieber nicht mit scharfen Messern hantieren
Der FC Bayern ist - nach traumatischen Zweitplatzierungen - endlich wieder da, wo er hingehört
Besonders zu Feiertagen werden Sender zu Repetitionsmaschinen
Die amerikanische 3-D-Animations-Serie hat Shaun das Schaf-Qualitäten
Erdrutschbehauptungen seitens des ORF und kreuzkriecherische Demut seitens der Politiker
Opulente Historienkulissen und ohnmachtsnahe Adelstöchter: Ein Tribut an den bereits verstorbenen Hollywoodstar
Während ein trauriger Messi das Match durchsaß, hielt ORF 1 mit "Plan B für die Liebe" dagegen
Mechanismen der Verdrängung: NS-Opfer sprechen am 4. Mai über das Unaussprechliche
die die Wirklichkeit fein widerspiegeln mit dieser verblüffenden Dramaturgie, die uns ganz besonders der ORF nahe bringt!
Es wird sicher täglich das reinste aller Vergnügen mit traumhaft schönen Sätzen, wie "die Spuren des Verbrechers Fritzl führen uns in die tiefsten Schluchten" oder von "manipulierten Schnurrbärten" oder "Schäferhundausfällen" ist die Rede.
Vielleicht bekommt es noch Bernhardsche Dimensionen: Aller Ramsch des Universums in einer halben Stunde! Täglich!
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