Kickstarter führt Risikoabschätzung für Crowdfunding ein

  • Kickstarter will mit der Angabe von Risiken und Herausforderungen Geldgeber vor Betrug und riskanten Projekten bewahren
    screenshot: derstandard.at

    Kickstarter will mit der Angabe von Risiken und Herausforderungen Geldgeber vor Betrug und riskanten Projekten bewahren

Projekte dürfen nur noch realistisch dargestellt und müssen mit Risikoabschätzungen versehen werden

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist ein beliebtes Ziel für Menschen, die gute Ideen aber wenig Geld haben. Schon Musiker, Techniker und Spieleentwickler haben die Plattform genutzt, um Projekte zu verwirklichen. Alles mit kleinen bis großen Geldbeträgen von der Crowd, also der Internet-Gemeinschaft, die an einen Erfolg des Projekts glaubt. Doch nicht wenige scheitern bei der Umsetzung.

Kein Online-Store

„Kickstarter ist kein Store". Mit dieser Headline beginnt der neueste Kickstarter-Blogpost und zielt dabei auf jene Kickstarter-User ab, die Kickstarter als einen Online-Shop ansehen. Viele Leute würden Projekte unterstützen mit dem Gefühl, einkaufen zu gehen. Dies will Kickstarter aber nun verhindern.

Risiken und Herausforderungen

Eine der neuen und vor allem für Geldgeber wichtigsten Funktionen wird die Sektion "Risks and Challenges" sein. Darin müssen alle Projektleiter die Risiken und Herausforderungen anführen, um mögliche Szenarien eines Scheiterns im Vorfeld abzuklären. So könnten Geldgeber laut Kickstarter besser einschätzen, ob sie das Geld einem Projekt anvertrauen oder nicht.

Keine unrealistischen Designs erlaubt

Auch für Hardware und Produktdesign gibt es neue Richtlinien. Demnach sind Produktsimulationen nicht mehr erlaubt, da diese die Geldgeber in die Irre führen würden und somit "verführen". Zukünftige Features dürfen nicht mehr simuliert werden. Es dürfen nur Produktdemonstrationen von Produkten gezeigt werden, die dem momentanen Produkt entsprechen. Auch Renderings von Produkten sind somit unzulässig. Zusätzlich dürfen Geldgebern nur noch Produkte bzw. Rewards in einzelner Ausführung versprochen werden. Ein Set von Produkten ist erlaubt, nicht aber mehrere. (red, derStandard.at, 23.9.2012)

Share if you care