Apple nimmt Stellung zu Maps-Fiasko

23. September 2012, 12:06
  • Kunden sind frustriert und unzufrieden. Apples Maps-Anwendung entspricht nicht den Erwartungen.
    foto: ap

    Kunden sind frustriert und unzufrieden. Apples Maps-Anwendung entspricht nicht den Erwartungen.

TomTom versucht den Hals aus der Schlinge zu ziehen und am Ende profitiert Google

Viel Aufregung gab es in den ersten Tagen nach Apples Veröffentlichung von iOS 6. Die User waren mit Apple Maps ganz und gar nicht zufrieden. Die "Mapocalypse" wurde zwar auf witzige Weise zu einem kleinen Meme - der WebStandard berichtete, die User sind aber dennoch über den unzuverlässigen Kartendienst von Apple verärgert. 

17 Jobs für das Maps-Team

Nun gibt es erste Reaktionen von Apple zu dem mäßig fertiggestellten Maps. Das Unternehmen aus Cupertino verspricht demnach baldige Verbesserungen. Wie Heise berichtet, arbeite das Unternehmen bereits an Korrekturen, die von Usern gemeldet werden. "Je mehr Menschen den Dienst nutzen, desto besser wird er", sagt eine Apple-Sprecherin gegenüber AllThingsD. Für das Apple-Maps-Team wurden deshalb vor wenigen Tagen 17 Jobs ausgeschrieben. 

Frust bei Kunden

Mehrere Jahre Entwicklungsarbeit würden in den Apple Maps stecken, welche vor allem durch die 3D-Ansichten hätten brillieren sollen. Doch viele Anzeigefehler führen zunehmend zu Frust bei den Kunden. 

Kritik auch an TomTom

TomTom, ein Hersteller von Navigationssystemen, stellt Apple die Karten zur Verfügung. Seitens anderer Unternehmen, beispielsweise Waze, gab es laut Business Insider heftige Kritik an TomToms Kartendienst. So hat der CEO von Waze, einem Kartendienst-Startup, gemeint, TomTom sei der schwächste Player in der Branche und mit iOS 6 würde in den Karten nichts mehr gefunden werden können. Falls man dann doch das Gesuchte findet, sei es geographisch an der falschen Position. Auch die Routenplanung sei laut Waze nicht immer die optimale Route.

Fehler bei Vermengung von Daten

Auf diese Kritik reagiert TomTom nun auch und bekräftigt, dass seine Kartendaten nicht defekt seien und es an Apple liegen würde, wie diese Daten verwendet werden. Jedem Hersteller, der TomTom-Karten in Anspruch nimmt, sei es freigestellt, in welcher Form dieser die Karten dem User zur Verfügung stellt. Weiters sagt TomTom, dass Apple nicht nur ihre Daten, sondern auch die von zwei Dutzend anderer Unternehmen verwenden würde. Bei dieser Vermengung von Daten sei es vermutlich zu einem Fehler gekommen. 

Kartenexperte rät kompletten Neuaufbau

Ein weiteres Problem, das auf Apple zukommen könnte, so Telemapics, sei die Integration von Yelp, Acxiom und Localeze, da die Informationen aus diesen drei Services völlig unabhängig und nicht miteinander verknüpft sind. Auch die Bewältigung von einer großen Menge an Suchanfragen sei für Apple schwieriger zu bewältigen als für Google. Dass das Problem aufgetaucht ist, sei laut Mike Dobson nicht überraschend, da die Karten nur algorithmisch und nicht durch Menschenhand getestet wurden. Der Kartenexperte rät Apple in seinem Blogpost, die Datenfusion und die Karten an sich von Neuem aufzubauen, da eine schnelle Lösung nicht in Reichweite liege.

Eigene App von Google

Was Apple schmerzt, nutzt in diesem Fall Google Maps mehr denn je. Der Aufschrei und das Verlangen nach einer iOS-Maps-App von Google sind innerhalb der Apple-Community groß. Eine eigene iOS-Maps-App liege bereits zum Review bei Apple. Eine offizielle Bestätigung dazu liegt allerdings nicht vor. (red, derStandard.at, 23.9.2012)

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Google Earth App laden und gut!

Ich hab mir auch viel,

zu viel erwartet. Übrigens waren die Google karten bis vor sehr wenigen jahren auch auf dem Stand.

Typischer Fall von „zu früh auf den markt geworfen“ wie manche sagen bananenware (kann mir allerdings vorstellen, dass auf der palme gereifte früchte besser schmecken.

Bananaware...

....reift beim Kunden, O.Ton: "Je mehr Menschen den Dienst nutzen, desto besser wird er". Langsam wird Apple immer Mehr wie Mirkosoft.

Wir sollten nicht jammern sondern jeder kann vor seiner eigenen Haustüre kehren

Bei dem ganzen Übersee Gehype geht ganz unter dass geoimage Austria seit kurzem dem open Source Projekt Openstreetmap phantastische Luftbilder zur Verfügung stellt.

Dazu http://osm.org öffnen,
mit wenigen Mausklicks einen User anlegen.

im Editor als Hintergrundbild geoimage.at auswählen.

Wir zeichnen uns die beste Karte der Welt,
Du und Ich

ob apple maps in der version unter steve jobs auch auf den markt geworfen worden wäre?

wenn ich google wäre, würde ich mir mit der ios version der map app zeit lassen. denn keiner will ein iphone ohne funktionierendes karten app.

so was nennt man dann aber seine Machtposition in einem Bereich auszunützen um sich auch bei einem anderen durchzusetzen. Zum Glück ist Google nicht so mies.

auch unter Jobs gab es disaster:

-MobileMe
-Ping

..um nur einige zu nennen!

habe kein apple phone, bin aber mit den nokia karten sehr zufrieden.

finde es auch von nokia gut, dass sie alle karten weltweit kostenlos zur verfügung stellen, wenn man ein nokia handy hat.

übrigens hier noch ein vergleich von maps von nokia, google und apple: http://www.telekom-presse.at/Mobile_Ka... .22287.htm

Die Karten basieren auch auf den (von Nokia eingekauften) Navteq, den verm. größten Konkurrenten zu TomTom (abseits von OSM).

typisch apple...

google mit einem thermonuklearen krieg drohen weil ein ex mitarbeiter zu google wechselte, aber selber google mitarbeiter anheuern um so an google know-how/entwicklungen zu kommen?

Anscheinend gibt es auch Länder, in denen die Apple Maps besser funktionieren als die von Google. Beispielsweise Nordkorea.

klar

weils dort bisher gar keine Karten gab ...

Google-Logik verwenden?

Würde Apple nun doch wieder die Google-Logik nützen würde ihnen auch kein Stein aus der Krone fallen.
So könnten Sucheingaben von Google ausgewertet werden und dann aber auf der vektorbasierten Apple-Karte angezeigt werden. Damit wäre schon einmal ein ganz wichtiges Feature gerettet. Ebenso bei den POI-Positionen könnte man auf die Google-Daten zurückgreifen. Quasi Google-Daten aber im "Look" von Apple und aufgehübscht mit Apple-Features.. Satellitenbilder müsste Apple einfach bessere zukaufen, die 3D-Ansicht halte ich ohnehin für eine Spielerei und somit nicht so wichtig.

Is schwierig, wäre ich Google würde ich sowas zB (also meine Karten verwenden, aber so aufmachen als hätt ichs selbst gemahct) nicht erlauben.
Wenn schon Google Karten dann wollen die sicher das man auf Google-Maps drückt, und auch überall Google obensteht, sonst hätten die ja nix davon.

Verstehe den Einwand.
Andererseits lebt Google doch auch von den Million iOS-Nutzern die sie ansonsten verlieren.
Man sieht ja jetzt schon, dass Google zeitgleich mit der iOS6-Einführung die Karten-API-Preise deutlich reduziert hat.
Eine gute Lösung für mich wäre auch wenn es eine native Google Maps-App auf iOS für iOS6 gäbe. Nur habe ich da fast die Befürchtung, dass Apple das nicht durchlässt. (duplicate feature..)

unter jobs

wäre das nicht passiert.

Paar Apple Maps Highlights - wir lachen alle Tränen:-)
http://tinyurl.com/d4fx5gg

Apple will also mit zusätzlich 17 Leuten Fehler beheben. Wo Google lt. BusinessInsider ca. 1000 Leute fix & 6000 Freiberufler beschäftigt. Ob das was wird..

17 Leute zusätzlich?

Bei den Größenordnungen ist klar warum Apple nicht mithalten kann. Bei Google arbeiten 7000 Leute in verschiedenen Rollen an der Erstellung und Wartung von Maps. Die Rohdaten kommen unter anderem aus den Tracks der Street-View-Autos, und aus den Fotos die von diesen gemacht wurden. Sämtliche Daten werden manuell überprüft und korrigiert. Die geplante Turnaround-Time für von Usern gemeldete Fehler sind ein paar Minuten.

Maps sind offenbar ein Thema das bei Google um ein paar Größenordnungen ernsthafter angegangen wird als bei Apple, daraus entstehen wohl auch die Unterschiede in der Datenqualität, und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Apple-Sprecherin:

"Je mehr Menschen den Dienst nutzen, desto besser wird er".

Frechheit! Andere Firmen (selbst Microsoft) geben erstmal eine kostenlose Beta-Version einer Software heraus zum testen, und erst wenn die Kinderkrankheiten geheilt sind, verkauft man dann die endgültige Version.

Aber mit den Apple-Süchtigen kann man es ja machen. Das mindeste wäre jetzt doch, das Apple allen Käufern einen angemessenen Gutschein gibt; nicht zuletzt deshalb, weil nun halt die User jetzt die Arbeit machen sollen (und den Ärger obendrauf haben). Wie schmerzfrei muss man denn eigentlich sein, um nicht noch mehr Druck auf Apple auszuüben und z.B. einfach die Apple-Läden noch einmal medienwirksam zu belagern - diesmal halt nicht nur, um noch ein iPhone zu ergattern?

Zusammenfassend: Sie wollen also Ihr Geld für das kostenlose Update zurück?

Bananenprodukt ... reift beim Kunden :)

kostenlose Beta-Version?

Wie viel kostet denn das IOS update?

nunja, einblick in die kostenrechnung hat ja ein externer nicht, aber

(als exemple)
Verkaufspreis: 570 €
Produktion u Vertrieb: 200 €
= vorläufiger Profit : 370 €
+ Kursgewinn von ca.155$ (477$ =370€; kalkuliert zu US verhältnis ergibt das ein plus von 197$-20% zoll und somit den Kursgewinn)
Respektive nutzt der durchschnittsuser sein iphone 2 Jahre (schätzwerte aus persönlichem umfeld)

477$ Gewinn (abz. zoll) / 2 = 191 Dollar im Jahr

gut und gern kostet das update davon noch einen winzigen Gemeinkostenbetrag (den kann man dann nur schätzen, dürfte aber nicht hoch sein, da ja ohnehin neue ios versionen entwickelt werden und auf das neuprodukt aufgeschlagen werden.)
fazit: das update kostet dem konsumenten sehrwohl etwas !

Sowas nennt man "Bananenprodukt"

Reift beim Kunden! ;-)

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