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Bereits vor dem Anstich deckten sich viele Besucher des Oktoberfests mit Bier ein.
München - "Ozapft is!" Mit zwei Schlägen hat Bürgermeister Christian Ude am Samstag das erste Bierfass angezapft und damit das Münchner Oktoberfest eröffnet. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt werden bis zum 7. Oktober auf der Wiesn erwartet, möglicherweise werden es auch mehr. Im vergangenen Jahr kamen rund 6,9 Millionen, tranken 7,5 Millionen Maß Bier und verspeisten eine halbe Million Brathendl plus 70.000 Schweinshaxen und 200 Ochsen und Kälber.
Schon vor der offiziellen Eröffnung waren die Bierzelte prall gefüllt. Seit dem frühen Morgen strömten die ersten Münchner bei kühlem Regenwetter zum Festgelände, die meisten festlich herausgeputzt in Dirndl oder Lederhose. Weil das Bier erst ab zwölf Uhr floss, deckten sich viele Besucher in den Geschäften und an den Ständen rund um die Theresienwiese ein. Das Volksfest war 1810 zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen entstanden. (APA, 22.9.2012)
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hautnah, ungeschminkt, ungeschönt
Ich war vor ein paar Jahren, mit ähnlich skepischen Vorurteilen wie sie hier im Forum gepflegt werden, am Oktoberfest und bin positiv überrascht worden.
Gut, natürlich ist das ein Volksfest, aber mit Sauforgien a la Mallorca oder Apres Ski hat das - abgesehen von Ausreißern -wenig zu tun, weil ein Großteil des Publikums aus der Region kommt, Alter und Stand völlig durchmischt sind, d.h. im Großen und Ganzen herrscht dort eine eher zivilisierte aber halt ausgelassene Stimmung.
Wer nie dort war, kann sich davon echt kein adäquates Bild machen.
Das Festbier ist zudem sagenhaft gut, süffig und trotzdem echt gschmackig (und stark!) - nicht zu vergleichen mit dem Märzen-Gschloder, den der gemeine Österreicher für die Krone der Braukunst hält.
Und wieso muss das in Österreich plötzlich überall nachgemacht werden? Wer will den Sch**ß mit Lederhosen, Dirndln, schlechtes Bier saufen und noch schlechtere Musik hören?
Das ist Kölner Karneval auf bayrisch, ebenso abstoßend und bescheuert in seiner besoffenen Schunkelseligkeit.
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