"Die inskribieren, um soziale Vorteile zu haben"

Interview | Lisa Nimmervoll, 22. September 2012, 12:00
  • Rote Studentenfunktionärin trifft roten Industriellen: Angelika Gruber und Hannes Androsch.
    foto: standard/corn

    Rote Studentenfunktionärin trifft roten Industriellen: Angelika Gruber und Hannes Androsch.

  • "Ihr habt eure Anliegen nur auf  die Studiengebühren fixiert, und sonst  
seid ihr blind", sagt Hannes Androsch.
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    "Ihr habt eure Anliegen nur auf die Studiengebühren fixiert, und sonst seid ihr blind", sagt Hannes Androsch.

  • "Für Politiker sind die Studiengebühren ein Symbolthema. Für Studierende ist es ein großer Batzen Geld", sagt Angelika Gruber.
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    "Für Politiker sind die Studiengebühren ein Symbolthema. Für Studierende ist es ein großer Batzen Geld", sagt Angelika Gruber.

Zwei SPÖler, zwei Welten: ÖH-Vizechefin Gruber und Industrieller Androsch über das Studium als Alibi und das Soziale der Sozialdemokratie

STANDARD: Frau Gruber, wäre es für Sie ein Grund, aus der SPÖ auszutreten, wenn sich die Partei für Studiengebühren aussprechen würde?

Angelika Gruber: Ich bin recht zuversichtlich, dass sich die Sozialdemokratie zu ihren Werten bekennt - gerade jetzt, wo die neue Studierendensozialerhebung klar zeigt: Im studentischen Budget ist kein Platz für Studiengebühren. Daher stellt sich diese Frage mit größter Wahrscheinlichkeit nicht.

STANDARD: Herr Androsch, Sie sind Sozialdemokrat, und Sie sind für Studiengebühren. Warum?

Hannes Androsch: Mich stört diese Don Quixote'sche Verengung, das Problem der Universitäten auf die Studiengebühren zu reduzieren. Die einen schauen in den Tunnel mit dem Argument, wir brauchen Studiengebühren zur Finanzierung der Universitäten oder zur Kompensierung der Lücke, die zwei Milliarden Euro ausmacht. Die anderen, nicht bös' sein, schauen aus dem anderen Ende in den Tunnel und sagen: Wir lehnen die Studiengebühren aus sozialen Erwägungen generell ab. Beide schauen ins Finstere.

Ich bin nur dann für Studiengebühren, wenn es aus Zugangsmanagementgründen zur Steuerung Sinn macht, wenn die Studienförderung hinreichend und das Leistungsangebot der Unis größer ist, also ein Studienbetrieb nicht nur sechs Monate stattfindet. Das heißt auch Leistungsbereitschaft der Studenten. Aber das Problem der sozialen Gerechtigkeit löse ich nicht mit der Frage "Studiengebühren: ja oder nein?" und nicht mit dem ganzen Bogen von Fehlanreizen.

STANDARD: Was meinen Sie damit?

Androsch: Wir haben eine völlig unzureichende Studienförderung. Man hat sie ausgelagert in verschiedene Sozialtöpfe wie den Familienlastenausgleichsfonds, aber auch andere Sozialanreize - Fehlanreize, die dazu führen, dass viele inskribieren, ohne studieren zu wollen, um Begünstigungen zu kriegen.

Gruber: Sagt wer?

Androsch: Du brauchst nur in die Bank-Austria-Filiale neben der WU gehen. Die sagen das dem Schalterbeamten. Familienbeihilfe, Wohnbeihilfe, sonstige Befreiungen ... Das Ergebnis ist, dass nach zehn Jahren nur 44 Prozent einen Abschluss schaffen, und die anderen, bis auf Ausnahmen, nie mehr einen machen.

Gruber: Der Fehlanreiz ist der, dass Leute in diesem System nicht die Rahmenbedingungen haben, dass sie überhaupt studieren können. Das liegt primär an der schlechten sozialen Absicherung. Bevor wir uns überlegen, wie wir die wieder rausdrängen, sollten wir einmal die Belastungen von Studierenden wahrnehmen und an der Schraube drehen anstatt zu sagen: Du nutzt das System aus. Eigentlich sollten wir uns alle zehn Finger abschlecken über jede Person, die an der Uni inskribiert und was lernen will.

Androsch: Da bin ich durchaus dafür. Drei Schlüssel: entsprechendes Leistungsangebot, Leistungsbereitschaft der Studenten und hinreichende Studienförderung. Warum funktioniert das bei den Fachhochschulen klaglos? Wieso ist das so eine dämliche Diskussion bei den Studiengebühren? Für mich ist das eine Nebenfrage, und ich verstehe die ÖH nicht, dass sie sich nur darauf fokussiert.

Gruber: Für mich ist das Thema Studiengebühren ein in sich sozialdemokratischer Wert, für den man in den 1970er-Jahren gekämpft hat.

Androsch: Wieso gilt der nicht für die Fachhochschulen?

Gruber: Ich bin die Erste, die sagt, auch Fachhochschulen sollen gebührenfrei sein.

Androsch: Und wieso nicht die Kindergärten?

Gruber: Das finde ich wirklich absurd, dass sich dann Leute hersetzen und sagen: Warum nicht die Kindergärten? Na klar gibt's die Forderung auch für Kindergärten!

Androsch: Also alles zum Nulltarif? Und wer zahlt das dann?

Gruber: Sie waren Finanzminister.

Androsch: Ja eben.

Gruber: Es gibt einen großen Staatshaushalt, und Bildung ist etwas, das klar öffentlich finanziert gehört.

Androsch: Ja, bin ich auch dieser Meinung. Deswegen habe ich auch ein Bildungsvolksbegehren gemacht.

Gruber: Und deswegen sollten wir gemeinsam darum kämpfen, dass die Kindergärten ausfinanziert sind, die Schulen ordentlich ausfinanziert werden, aber es darf nicht bei der Uni der Schranken vorgezogen und gesagt werden: Es ist uns wurscht, wer dort studiert.

Androsch: Aber man muss auch wissen, woher es kommt. Ich gebe Milton Friedman (klassisch liberaler US-Ökonom, der die Rolle des Staates möglichst klein halten wollte, Anm.) in einem Punkt recht: There's no such thing as a free lunch. Ich war schon in den 1970er-Jahren gegen diese Nulltarif-Vollkasko-Mentalität. Wenn etwas sozial zu fördern ist, dann direkt - zum Beispiel das Gratisschulbuch, die Schülerfreifahrt, die leider eingeschränkt wurde -, aber nicht alles umsonst nach dem Gießkannenprinzip.

STANDARD: Frau Gruber, Sie legen am Parteitag einen Gegenantrag zu Gabi Burgstallers Gebührenantrag für eine Art Grundeinkommen für Studierende vor. Was planen Sie?

Gruber: Das Wichtigste an unserem Modell - und das ist ja ein Hauptproblem im jetzigen Fördersystem: Es wäre völlig unabhängig vom Einkommen der Eltern. Wir können nicht davon ausgehen, dass alle Eltern haben, die bedingungslos sagen: Ja bitte, geh studieren, ich zahl dir das alles. Ich plädiere dafür, dass man allen Studierenden einen Betrag auszahlt, mit dem sie auskommen können, wir haben an die 800 Euro im Monat ausgerechnet. Natürlich Leistungsnachweise, 16 ECTS-Punkte. Bei unserem Modell geht's nicht darum, dass alle sagen, ich will lieber auf dieser lachsfarbenen Couch herumlungern ...

Androsch: Ich will dir was sagen, ich lungere auf dieser Couch nicht herum, sondern ich arbeite da, obwohl ich das mit 74 Jahren gar nicht mehr notwendig hätte. Also das weise ich als vorlaut zurück.

Gruber: Das war auf Studierende bezogen, weil die Sozialerhebung eben zeigt, dass 19 Prozent angeben, dass sie primär erwerbstätig sind und nur nebenbei studieren.

Androsch: Eben! Vielleicht wollen sie gar nicht studieren. Das ist ja der Punkt. Die gehen arbeiten, inskribieren, um die sozialen Vorteile zu haben, und das ist ein Unfug.

Gruber: Es gibt in unserem System Einkommensgrenzen. Bei der Familienbeihilfe ist ab 10.000 Euro Schluss, bei der Studienbeihilfe ab 8000 Euro. Die Leute fallen eh aus dem Beihilfensystem. Keine Sorge, sie werden eh nicht von der sozialen Hängematte aufgefangen. Das Problem haben wir nicht.

Androsch: Wir haben es sehr wohl. Da muss man sich halt leider mit der Realität der Universitäten vertraut machen. Erklär du mir, wieso nur 44 Prozent und die erst nach zehn Jahren fertig werden, und der Rest überhaupt nie?

Gruber: Weil die Rahmenbedingungen nicht passen.

Androsch: Und wieso funktioniert das bei den Fachhochschulen?

Gruber: Weil die Fachhochschulen erkannt haben, dass es berufstätige Studierende gibt, für die man ein Angebot schaffen muss.

Androsch: Aha. Die haben eine Zugangsbeschränkung und die haben Studiengebühren, generell.

Gruber: Aber andere Rahmenbedingungen, und das muss man auch sagen, gerade für Studierende aus Nicht-Akademiker-Haushalten dauert es eine Zeit, bis man sich auf dieses universitäre Ambiente eingestellt hat. Fachhochschulen haben ein verschulteres System, in dem es etwas leichter ist, sich zurechtzufinden.

Androsch: Das ist eine billige Ausrede. Was wir brauchen, ist eine bessere Ausstattung und damit ein besseres Leistungsangebot unserer Universitäten, eine effizientere administrativ schlankere Organisation und vor allem eine angemessene Studienförderung. Ohne Bildung keine Gerechtigkeit!

Gruber: Und zum Thema Zugangsbeschränkung: Die soziale Durchmischung hat sich an den medizinischen Universitäten von 2006 vor der Einführung des EMS-Tests von 16 Prozent Studierenden aus sozial niedriger Schicht bis heute auf katastrophale acht Prozent verschlechtert. Zugangsbeschränkungen wirken sozial selektiv.

Androsch: Die Medizinuniversitäten sind überhaupt ein verkorkstes System. Stichwort Numerus-clausus-Flüchtlinge. Gerade da wären Studiengebühren in Verbindung mit angemessener Studienförderung höchst angebracht. Dann hätten wir das Ausländerproblem auch gegenüber der EU weg.

STANDARD: Die SPÖ verhandelt mit der ÖVP jetzt auch über Zugangsregeln. Sind Sie gegen jegliches Zugangsmanagement an den Unis?

Gruber: Ich bin für den Ausbau der Unis, und ich bin dafür, dass mehr Leute ihr Studium abschließen.

STANDARD: Die WU, an der Sie studieren, sollte also so viel Budget bekommen, dass alle, die dort studieren wollen, das auch können?

Gruber: Kein Test dieser Welt wird Interessen feststellen können, sondern jede Person weiß selbst, was sie interessiert. Wo es im System sicher hapert, ist das fehlende Informationsangebot, das auf alle Fälle in der Schule ansetzen muss.

Androsch: Ist das eine Bring- oder eine Holschuld?

Gruber: Sowohl als auch. Dass die SPÖ jetzt über Zugangsbeschränkungen redet, nehme ich ihr natürlich übel. Da geht es nicht darum, das Finanzierungssystem zu verbessern, weil alle Beteiligten wissen, dass man dafür einen Batzen mehr Geld hernehmen muss. Aber die ÖVP nimmt halt die Studienplatzfinanzierung her, um der SPÖ endlich ihre Ewigforderung Zugangsbeschränkungen reinzudrücken. Da frage ich mich schon, wie viele Geschenke wollen wir der ÖVP noch schnüren?

Androsch: Das ist eine Tellerrandbetrachtung, sei mir nicht böse. Mit der ÖVP kann man viele Sträuße ausfechten, aber lass dich da in der Betrachtung nicht von missverstandenen parteipolitischen Loyalitäten einengen. Es geht um die Zukunft des Landes.

Gruber: Deswegen mache ich mir ja so große Sorgen, dass die SPÖ da umfällt. Warum wollen wir das System beschränken und jungen Menschen Chancen nehmen? Das ist völlig absurd. Studiengebühren werden das finanzielle Problem der Universitäten nicht lösen. Während sie für die Politiker ein Symbolthema sind, sind sie für Studierende im Monat ein großer Batzen Geld, der ihnen abgehen wird. Das ärgert mich an der Debatte so. Da reden Leute, die ein nettes Einkommen haben, und sagen, das trifft die Studis nicht. So ist es aber nicht.

Androsch: Das ist eine subjektive Befindlichkeit.

Gruber: Wir können uns gegenseitig anbashen, am Ende werden wir noch immer nichts bewegt haben. Alles, was bei diesem Bildungsvolksbegehren übrig geblieben ist, ist ein Hannes Androsch, der eigentlich für Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen ist, obwohl er bei der SPÖ ist.

Androsch: Dafür haben wir beim Volksbegehren schon mehr bewegt als ihr bei den ÖH-Wahlen. Wir haben das Bildungsthema in das Zentrum des öffentlichen Diskurses gebracht. Ihr habt eure Anliegen nur auf die Studiengebühren fixiert, und sonst seid ihr - bei einer Wahlbeteiligung von unter 30 Prozent! - blind. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 22./23.9.2012)

ZU DEN PERSONEN

Angelika Gruber (26) studiert seit 2007 Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, zusätzlich seit 2008 Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Seit 2008 engagiert sich die Niederösterreicherin im Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und war auch bei den "Uni brennt"-Protesten im Herbst 2009 aktiv. Seit Juli 2011 ist sie im Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung.

Hannes Androsch (74) promovierte an der Hochschule für Welthandel (heute WU), 1970 mit 32 Jahren Finanzminister, ab 1976 zusätzlich Vizekanzler in Kreiskys Kabinett. 1980 Rücktritt (Unvereinbarkeitsvorwürfe wegen Steuerberatungskanzlei). Seit 1989 AIC-Androsch International Consulting, diverse Industrie-Beteiligungen. Vorsitzender im Uni-Rat der Montan-Uni Leoben und im Rat für Forschung und Technologieentwicklung.

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was sind das für unglaubliche vorteile? billiger ins kino und museum?

Dieses Interview ist ein Tunnel mit Androsch und Gruber an den jeweiligen Enden...

Ich fürchte, Androsch hat nicht die geringst Ahnung,

wie es mit der sozialen Förderung von Studierenden heute tatsächlich aussieht. Da nur 17 % aller Studiereneden eine Studienbeihilfe erhalten, und die auch nur, wenn sie 30 ECTS pro Jahr schaffen, da auch die Familienbeihilfe nur mehr bis 25 und dann auch nur unter Ableistung von 16 ECTS pro Jahr zu erreichen ist, kann man getrost davon ausgehen, dass nicht so viele inskribieren, nur um einen sozialen Vorteil zu haben. Den größten Vorteil haben ohnehin Kinder von Unternehmern, die ihre Bilanz so hindrehen, dass kein oder wenig Gewinn rauskommt. Selbst ich als Alleinerzieherin konnte für meinen Sohn nur magere 200 Euro herausholen und das auch nur für 1 Jahr.

Studiengebühren sind Steuern für Eltern leistungswilliger Kinder!

Bildung schadet nicht

1. wir haben viel zu wenig Akad.
dh ist es wurscht wielange jemand studiert, Hauptsache er macht es!

2. wer nur 16 E im Jahr macht, wird dafür Gründe haben: zb reiche Eltern oder viel Arbeit, ein eigenes Kind, eine Krankheit, wenig Geld!

Kommt er nicht voran, macht das auch nichts, die Wirtschaft hat besser gebildete Menschen ohne Befugnisse! Die zahlt man billig, die sind abhängig u können eh meistens gleich viel!

also wo ist das Problem?

ein Mensch wird ja nicht dümmer, wenn er studiert hat, egal ob mit oder ohne Abschluss?!?
was trägt die Gesellschaft dazu bei?

Familienbeihilfe! that's it!

Den Massenbetrieb und schwierige Bedinungen auf der Uni müssen eh alle gemeinsam aushalten!

Massenbetrieb in den Unis gibts ohnehin fast nur bei den Massenstudienrichtungen.

Familienbeihilfe ist auch nicht unbedingt alles was die Gesellschaft dazu beiträgt, irgendwer muss ja die Uni erhalten und Professoren bezahlen.... und mit den paar Euro Studiengebühren ist das auch nicht abbezahlt.

Der Androsch schon wieder.

Keine Angst, die Leute finanzieren sich ihr Studium schon selbst...immer...es reicht dann auch noch um die Kindergärten zu finanzieren.
Von wem kommt denn das Geld dass der Androsch nicht in Bildung und Kinder investieren möchte? Von den Politpensionisten wie ihm sicher nicht.

Der Androsch vertritt halt mehr die Industrie...

...und weniger die auszubildenden. In der SPÖ hatte er eh nur die Funktion, auch ein paar bürgerliche für die Paqrtei zu gewinnen mit seinen Ansichten. Ein Sozialist ist er nicht.

1. parteiloser?

anhand so mancher statements und dieser aggressivität musste ich an den 1. parteilosen denken. da dieser bis dato nichts, aber auch gar nichts zu diesem hochbrisanten thema gepostet hat, liegt der verdacht nahe: der 1. parteilose ist *trommelwirbel* androsch! :D

androsch - ein mann, den man ernst nehmen muss!

Gruber: Das war auf Studierende bezogen, weil die Sozialerhebung eben zeigt, dass 19 Prozent angeben, dass sie primär erwerbstätig sind und nur nebenbei studieren.
Androsch: Eben! Vielleicht wollen sie gar nicht studieren. Das ist ja der Punkt. Die gehen arbeiten, inskribieren, um die sozialen Vorteile zu haben, und das ist ein Unfug. […] Erklär du mir, wieso nur 44 Prozent und die erst nach zehn Jahren fertig werden, und der Rest überhaupt nie?

die meisten sind natürlich faul, einfach faul! sie arbeiten nicht, weil sie müssen, sondern sie arbeiten, weil sie wollen und und inskribieren wegen der vorteile! für androsch gilt also: feindbild lehrer und zuvor natürlich feindbild student! toller mann fürs bildungsvolksbegehren...

Wer keine Prüfungen ablegt, bekommt keinerlei Unterstützung und hat daher auch keinerlei "soziale Vorteile".

16 ects pro jahr...

...sind zwar nicht nichts, aber fast nichts

Filtert aber mal alle aus, die gar nichts tun wollen.
Es gibt auch Zeitgrenzen (Alter und Studienzeit).

Also so viele, die ABSICHTLICH NUR den sozialen Vorteil suchen, kann es nicht geben...

androsch wundert sich über lange studienzeiten? gruber liefert den grund dafür: 16 ECTS pro jahr(?!?) als "leistungs"-nachweis für beihilfen.

zur erinnerung: ein semester umfasst 30 ECTS. macht pro jahr 60. wer jährlich gerade mal 16 schafft braucht fast 4x so lange für sein studium. für einen bachelor somit rund 12 statt 3 jahre.

ich werde den verdacht nicht los, dass sich einige studierende noch nie so recht überlegt haben, wie viele prüfungen nötig sind, um 30 ECTS pro semester zu schaffen.

gratis bzw. unbeschränkt sollten nur studien sein, wo es einen echten bedarf für deren abgänger gibt. ich persönlich präferiere zugangsbeschränkungen. gebühren sind tatsächlich unfair.

Welche Leistungen bekommt man denn so lange?

Leistungen gibt es maximal bis 24 (bzw. 25), und maximal Mindestdauer + 1 Semester pro Abschnitt.

Also was soll diese sinnlose Berechnung mit den 12 Jahren?!?!?

Die Leistungsnachweise sind deshalb so zurückhaltend festgelegt weil es eine scharfe Grenze ist. In einem Jahr nur 1 ECTS zu wenig und die Beihilfen sind ALLE weg.

Wenn man in einem Jahr eh nur 16 ECTS machen muss, fällt es wohl unter "leider" wenn dann alle Beihilfen weg sind. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein. 16 ECTS sind lächerlich wenig.

Ja es ist lächerlich wenig, und ich habe auch erklärt warum das so ist.

Aber wenn Sie so schlau sind, können Sie uns ja sagen, wo diese Grenze liegen sollte und vor allem warum.

du hast dir die antwort eh schon gegeben...

...streichen der scharfen grenze. 16ects weisen keine leistung nach, sondern sind einfach ein nachweis, dass man mindestens 4 mal (für die prüfungen) an der uni war und höchstwahrscheinlich (vorsicht, keine generalisierung) einfach die billigsten prüfungen gemacht hat

Ja die Streichung wäre sinnvoll. Das schlägt aber niemand vor, weil es nicht um konstruktive Kritik geht sondern ums Lästern.

mir wäre nicht bekannt

dass du das vorgeschlagen hast. viel eher musste ich das tun

Die meisten Leute können den nächsten offensichtlichen Schritt zur Lösung gehen, nachdem ihnen das Problem so erklärt worden ist, daß sie es verstanden haben. :-)

achso...

...die aussage "wenn sie so schlau sind können sie uns ja die lösung sagen" war nur ein test deinerseits :D. ganz ehrlich, ich mag dich, hab mich schon lang nicht mehr so amüsiert

Die Frage war eine Aufforderung an all jene, die sich über die 16 ECTS aufregen, eine angemessenere Zahl zu nennen und diese Zahl dann auch zu begründen.

Das konnten auch Sie nicht, wenn ich mich recht erinnere.

ach

ich dachte die antwort ist so trivial. nochmal, du fragst nach einer lösung und die hab ich dir gegeben

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