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Wenig Anlass zum Feiern hat derzeit der indische Premierminister Manmohan Singh - und das, obwohl er nächste Woche 80 Jahre alt wird. Sein Versuch, von einem Korruptionsskandal rund um die Vergabe von Kohlemine-Lizenzen in den eigenen Reihen abzulenken und mit Reformen an vergangene Wirtschaftshöhenflüge anzuschließen, ist gehörig schiefgelaufen.
Aus Protest gegen die Erhöhung des Dieselpreises und die Öffnung des indischen Einzelhandels für ausländische Investoren gingen 50 Millionen Menschen auf die Straße. Landesweit wurde ein 24-stündiger Generalstreik ausgerufen. Aber nicht nur das Wahlvolk und die Opposition kehrten Singh den Rücken, sondern auch der eigene Koalitionspartner. Singh steht vor den Trümmern seiner Regierung.
Dabei sind Reformen in Indien nicht nur sinnvoll, sondern sogar absolut notwendig. Die Wirtschaft wird heuer nur sechs Prozent zulegen. Vor zwei Jahren betrug das Wachstum noch mehr als zehn Prozent. Die Rupie hat stark abgewertet, und ausländische Investitionen bleiben aus.
Ob die bereits vor einem Jahr am Widerstand der Bevölkerung gescheiterte Öffnung des Einzelhandels Indien tatsächlich auf den Wachstumspfad zurückführen würde, ist fraglich - zumal auch die Neuregelung nicht ohne bürokratische Hürden auskommt und die marode Infrastruktur sowie die grassierende Korruption für internationale Investoren weiterhin abschreckend wirkt. (DER STANDARD, 22.9.2012)
Die Hoffnung auf eine frühzeitige Haftentlassung ist verfrüht
Die Mär des Galeerensklavens, der sich für sein Land aufopfert, nimmt Putin aber kaum jemand mehr ab
Damit die machtbewusste Julia Timoschenko möglichst lange keine Gefahr darstellen kann, sind weitere Anklagen in der Pipeline
Der Friedensprozess steht auf tönernen Füßen
Die Signale, die der "letzte Diktator Europas" sendet, zeugen von großer Lebendigkeit
bin grad aus indien angekommen aber wo die 50 millionen demonstriert haben ist geheimwissen der autorin. die meinung in der bevoelkerung ist geteilt und gerade die anzahl der demonstranten war eine grosse enttaeuschung der organisatoren des generalstreiks. bei den demonstrationen waren immer nur ein paar tausend, hoechstens und die kriegst in indien aus dem stand spielend zusammen. in einer ubahn garnitur sind mehr leute drinnen.
vielleicht erwischt's ihn, bevor er sein Land verkaufen kann
bevor 10 Millionen indische Greißler zu Regaleinschlichtern bei finanzstarken, jede Konkurrenz erdrückenden Handelsketten werden
Mahnmal Österreich: Billa deutsch, Merkur deutsch, Penny deutsch, Hofer deutsch, BIPA deutsch, dm deutsch, Schlecker (na gut...) - marktbeherrschende Stellungen, "Österreich-Zuschlag" im Preisniveau
nicht dass ich die indischen "Reformen" befürworten würde (ganz generell hab ich allerdings auch zu wenig Detailwissen), Ihr Österreich-Mahnmal hat mir ein bisschen zuviel polemische Schlagseite.
Billa-Merkur-Bipa sind ja ein Unternehmen, das zu dem von einem Österreicher gegründet wurde und dann halt verkauft. Spar österr., Eurospar österr., Interspar österr. gilt ja auch nicht - und den "Österreich-Zuschlag" finden wir dort natürlich auch. und zumindest dm gilt als sehr arbeitnehmerInnenfreundlich - da war (ist) das Arbeitsleben bei einem vielgerühmten (indischen) Greißler wahrscheinlich weniger Zuckerschlecken
das ist schon richtig, daß die Deutschen die Handelskonzerne hier aufgekauft und nicht vor 50 Jahren gegründet haben
wenn Sie's nach Gruppen gebündelt haben möchten:
Billa, Merkur, Penny, bipa - deutsch
Hofer - deutsch
Lidl - deutsch
dm - deutsch
Schlecker (noch) - deutsch
Müller - deutsch
Spar - österr.
Adeg - tot
Meinl - tot
Konsum - tot
Zielpunkt - kämpft ums Überleben, aber wohl vergebens
Lebensmittel: 1,5 österr. Handelketten
Drogerie: null österr. Handelketten
Baumärkte: da lebt noch was, trotz Obi-Hornbach
Elektro: Media, Saturn - österreicher Cosmos, Köck, Hartlauer tot
Klamotten: C&A, H&M, Peek & Kloburg, und Spanier/Italiener
Wir haben eine Handelsstruktur wie im 19.Jhdt. eine Kolonie
Sie haben völlig recht, wenige Handelsketten sind noch österreichisch. Vielleicht könnte eine der Ursachen sein, dass Manager anderer Nationalitäten etwas früher aufgewacht sind? Vielleicht auch, dass das österreichische Gemauschel auf Dauer nicht so gut funktioniert? Indien ist hier ein interessanter Vergleich. Kapitalstarke Unternehmen wie Tata tüfteln schon lange an dem Plan einer indischen Handelskette , dem Einkauf direkt bei Bauern unter Ausschaltung der vielen mauschelnden Zwischenhändler, die Bauern reihenweise in den Selbstmord treibt. Wegen politischer Korruption und mangelnder Infrastruktur derzeit ruhend. Im ländlichen Bereich garantiert der Staat 6 (sic) Stunden Elektrizität. Kühlketten schwierig. Konsumentenschutz unbekannt.
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