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vergrößern 800x533Unschwer zu erkennen: Die Herren von The Meatmen pflegen ein eher infantiles Verständnis von Spaß.
Wien - 1979 gründete Tesco Vee gemeinsam mit Dave Stimson in der US-Kleinstadt East Lansing das Touch And Go-Fanzine. Daraus wurde das legendäre gleichnamige Plattenlabel, 1983 erfolgte der Umzug ins 150 Kilometer entfernte Detroit. In einer Zeit, als Punk zu Hardcore mutierte, gehörten The Meatmen zu den herausragenden Bands der einstigen Autometropole.
Heutzutage denken die meisten bei dem Wort Hardcore an die fundamentalistische Straight-Edge-Bewegung, deren Anhänger politische Korrektheit mit strikter Ablehnung von Alkohol, Drogen- und Fleischkonsum gleichsetzen.
Für eine andere, komplett entgegengesetzte Richtung im Hardcore-Punk stehen Tesco Vees The Meatmen: krasse Provokationen durch politische Unkorrektheit und ein satirisches Amalgam aus Parodien und kalkulierter Geschmacklosigkeit. Dass Mastermind Vee aus einer christlichen Familie im US-Mittelwesten kommt, mag einiges der rebellischen Sauereien mit Analfixierung erklären.
1982 erschienen die ersten beiden Meatmen-EPs, deren Titel (Blood Sausage sowie Crippled Children Suck) allein schon humorlose Moralwächter jeglicher Couleur nach Polizei und (Selbst-)Justiz rufen ließen.
Nach einer letzten LP für Touch And Go We're the Meatmen ... and You Suck! (1983) brüskierte Vee mit seinen Penismenschen (so die Slangbedeutung des Bandnamens) auf den Alben War of the Superbikes und Rock & Roll Juggernaut die "alte" Hardcoregemeinde durch einen musikalischen Schwenk Richtung Metal.
Dass die Meatmen und ihr Oberbeidl Vee weder rassistisch noch homophob oder sonstwie gefährlich sind, könnten ihre Fans und Trashpunkbrüder Turbonegro wohl bestätigen. Angesichts real existierender Fundamentalismen und daraus resultierendem Mord und Totschlag ist eine übersteigerte, zuweilen infantile Provokationssucht eher ein Fall für den Kinderfasching. 2008 reaktivierte Sänger Vee nach elfjähriger Pause seine Herrenwitzparodistenrunde: am Sonntag einzige Österreich-Show. (Gerhard Dorfi, DER STANDARD, 22./23.9.2012)
23.9.: Arena, Wien, 20.00
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zum Thema Rückbesinnung. Bands wie Trash Talk, Ceremony(Anfangs sehr brachialer Hardcore nun sehr Wave angehaucht) oder Lewd Acts sind hierbei zu empfehlen.
Auch hat sich Hardcore was Artwork, produzieren von Musikvideos oder Siebdruckprodukten betrifft stark weiterentwickelt, hierbei sind u.A. Arbeiten von jacob bannon(CONVERGE) zu empfehlen o
in welche sackgasse hat er sich befördert? ich denke eher facebook hat der DIY Szene Möglichkeiten eröffnet die es davor nicht gab und diese auch produktiv nutzen können. Außerdem hat sich Hardcore(abseits von Tough Guy Bullshit und Metalcoregeweine) in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und immer wieder neue Einflüsse zugelassen.
Hör dir mal Bands wie Oathbreaker, Rise & Fall, Loma Prieta, Blacklisted oder Fucked Up an. Diese Bands haben verschiedene Einflüsse von Sludge bis Noise und trotzdem das Grundgerüst Hardcore und vor allem die Ethik dahinter...
Welche militanten SXE Bands meint der Autor? Die SXE Bewegung macht nur einen kleinen Teil der heutigen Hardcore Szene aus(militante SXE machen einen noch kleineren Teil davon aus), außerdem hat SXE nichts mit Verzicht auf Fleischkonsum zu tun.
Hardcore ist mehr als SXE und warum sollte Hardcore etwas mit verkrampfter PC zu tun haben, nur weil sich ein Teil der Szene politisch engagiert und versucht sich ihren eigenen Freiraum(DIY) zu gestalten, hat dass nichts mit dem oben genannten Klischee zu tun.
dass sich die musikredaktion des standard, auch wenn sie sich thematisch eher dünnem eis bewegt, gerne ein bisschen zu weit aus dem fenster lehnt dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein.
die alternative wäre gar nicht darüber zu schreiben oder eine recherche anzustellen die über einen kurzen blick auf wikipedia hinausgeht, aber das wäre dann wahrscheinlich arbeit.
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