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vergrößern 621x800Bis vor kurzem diente diese Vase als Türstopper, nun wechselte sie via Sotheby's für 1,31 Mio. in den Handel.
Das sind Geschichten, wie sie nicht nur der Boulevard liebt, sondern auch die Fachwelt gern zum Besten gibt: Eine knapp 30 cm hohe blau-weiße Henkelvase, die ein verkanntes Dasein fristete. Erst als die Besitzer, die sie vor Jahrzehnten aus einer französischen Sammlung geerbt hatten, über eine Sotheby's-Werbung Ähnlichkeiten zu ihrem als Türstopper zweckentfremdetem Porzellangefäß entdeckten, zog man Experten zurate.
Vergangene Woche gelangte die Vase bei Sotheby's in New York zur Auktion und wechselte für 1,31 Millionen Dollar in den internationalen Kunsthandel. Eine ähnlich kuriose Geschichte wies ein Sesselpaar auf, das vor einiger Zeit einer Pfarre in der kanadischen Provinz überlassen und bis zuletzt verwendet worden war. Die Armstühle entpuppten sich als wertvolles chinesisches Mobiliar (17. Jhdt.) und wechselten entgegen taxierter 180.000-250.000 für stolze 758.500 Dollar in den asiatischen Handel.
Insgesamt schlug sich die Versteigerung von chinesischem Porzellan und Kunsthandwerk (11./12. 9.) bei Sotheby's mit knapp 27 Millionen Dollar zu Buche, der höchste Umsatz in dieser Kategorie seit fünf Jahren (+20 % ggb. 2011). Tags darauf notierte Christie's in der gleichen Sparte 19,56 Millionen Dollar.
Sorge, dass die Käufer ihre Rechnungen womöglich nicht bezahlen, haben die Giganten kaum noch. Aus Erfahrungswerten mit der laschen Zahlungsmoral asiatischer oder auch russischer Kunden, zog man aus dieser Begleiterscheinung der zunehmenden Globalisierung des Marktes vor geraumer Zeit seine Lehren. Auch, weil solche Fälle international kaum einklagbar sind: Mitbieten kann nur, wer sich zuvor registriert und mit entsprechenden Dokumenten (u. a. Firmenbuchauszug) ausweisen und seine Zahlungsfähigkeit über eine Bankgarantie (z. B. über den oberen Schätzwert) belegen kann.
Besonders rigoros sind die Bestimmungen anlässlich der in New York abgehaltenen Auktionswochen Asiatischer Kunst: Dann muss nämlich jeder Interessent und unabhängig von seiner Nationalität zuvor eine Kaution in der Höhe von 15.000 Dollar hinterlegen, die anschließend vom Kaufpreis abgezogen oder aber refundiert wird. Ein administrativer Aufwand, der zur Absicherung mittlerweile auch in Europa Schule macht. Bei Koller in Zürich etwa. Dort muss jeder Kunde, dessen Hauptwohnsitz außerhalb Europas liegt, vor dem Mitbieten eine Anzahlung in der Höhe von 20 bis 30 Prozent des oberen Schätzwertes anzahlen und Neukunden eine Kaution von 7000 Euro deponieren. (Olga Kronsteiner, Album, DER STANDARD, 22./23.9.2012)
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Ein erfolgreicher Verkauft hängt auch damit zusamme das man die richtigen Leute findet ohne betrügersiche Absichten. Lug und Betrug ist gang und gebe in der Kunstwelt. Ebenso viel Unkenntnisse in den Auktionshäusern:
http://derstandard.at/132322262... ach-London
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