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Bislang hat sich Spanien dagegen gesträubt, Hilfe aus dem Rettungsfonds ESM anzufragen, hinter den Kulissen würden Brüssel und Madrid aber längst über die Details eines Hilfsprogramms verhandeln, berichtete die „Financial Times Deutschland" (FTD).
"Es ist eine Art Vorab-Programm, falls das nötig werden sollte", beruft sich die Zeitung auf EU-Kreise. Schon in der kommenden Woche könnte der Reformplan stehen. Das Ziel: Brüssel soll dem Programm schon vor der offiziellen Ankündigung zustimmen. Das wiederum solle den Druck auf Premierminister Mariano Rajoy abschwächen, so die Wirtschaftszeitung in ihrer Onlineausgabe.
Die EU-Kommission wies diese Spekulationen zurück. Mit Madrid werde zwar gesprochen, es gehe dabei aber nicht um ein Vor-Programm, sondern um die Fortführung des Fahrplans für Strukturreformen, sagte der Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn.
Schon im Juni haben die Euro-Partner ein Sonderprogramm zur Sanierung spanischer Banken bewilligt, einen Hilfsantrag hat das Land bislang aber nicht gestellt. Als Grund dafür wird oft die Befürchtung genannt, dass die EU im Gegenzug harsche Auflagen fordern könnte. Außerdem wird befürchtet, dass Spanien die Ziele verfehlt.
Sozialisten-Chef Alfredo Pérez Rubalcaba ist auch aus einem anderen Grund dagegen: „Ein Hilfsansuchen beeinträchtigt die Marke Spanien, unser Ansehen ist in Gefahr. Das ist eine Politik, die in die falsche Richtung führt", sagte er. „Nehmen sie das Beispiel Portugal, das vor einem Jahr unter den Rettungsschirm schlüpfte und dem es immer schlechter geht. Auf Kürzungen folgt immer mehr Rezession", so Rubalcaba im Ö1-Morgenjournal.
Auch die Regierung wartet ab. Erst wenn die Bedingungen eines Rettungsprogramms klar seien, werde Madrid eine Entscheidung treffen, sagte Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría. Es müsse genau abgewägt werden, was das Beste für die Gesamtheit der Spanier sei, und: "Europa muss die Opfer anerkennen, die wir Spanier erbringen."
Medienberichten zufolge überlegt Premier Mariano Rajoy auch, einen Teil der bewilligten Bankenhilfe zum Abbau der Staatsschulden einzusetzen. Erlaubt sei eine solche „Umleitung" des Geldes nicht, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der EU-Kommission, Simon O'Connor gegenüber der FTD.
Madrid handle damit eigenmächtig, berief sich die FTD auf einen hochrangigen Vertreter der Euro-Zone. Spanien wolle sich so de facto ein Rettungspaket ohne Auflagen verschaffen, heißt es weiter. (Elisabeth Parteli, derStandard.at, 21.9.2012)
Wissen
Die Euro-Partner haben im Juni ein Sonderprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro zur Sanierung spanischer Banken bewilligt. Wie viel Geld Spanien wirklich braucht, steht immer noch nicht fest. In den vergangenen Tagen kursierten unterschiedlichste Summen. Einig sind sich alle nur in einem Punkt: Die 100 zugesagten Hilfs-Milliarden wird Spanien nicht brauchen. Zuletzt meldete sich IWF-Chefin Christine Lagarde zu Wort. Etwa 40 Milliarden Euro brauche Spanien ihrer Meinung nach, sagte sie dem Wall Street Journal.
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Geht es um die Bevölkerung, fehlen in Spanien Geld und politischer Wille
denkt darüber nach wie man Spanien 40 Mrd ohne Auflagen zukommen lassen kann. Die Banken brauchen angeblich nur 60 aber 100 sind schon bewilligt.
Da muß man doch ein Verwendung finden bevor es verfällt.
Ich glaube es dauert jetzt nicht mehr Lange und die EU wird als geschlossene Abteilung betrachtet
Der ESM ist Sozialismus pur.
Diejenigen die noch ein Bisschen was haben zahlen an diejenigen die - selbst verschuldet* - gar nichts mehr haben.
http://www.jjahnke.net/rundbr93.html#2747
*niemand aus Deutschland oder Österreich hat die griechischen Regierungen der letzten 15 Jahre gezwungen so hohen Schulden zu machen
meist wird damit aber nur inkompetenz, korruption und unfähigkeit vertuscht.
wie in GR. die wussten nie wieviel schulden sie haben, die wissen heute nicht wieviel geld sie brauchen und werden auch nie wissen wie sie es reinbekommen.
aber die eurozone regelt alles.
http://www.spiegel.de/politik/a... 57398.html
interessant - da gehen letzte woche prompt 10-20% (!!) aller einwohner kataloniens spontan auf die strasse um fuer autonomie oder unabhaengigkeit zu demonstrieren und kein einziges deutschsprachiges medium scheint dies zu interessieren - doch wird gerade der katalonische regionalkonflikt die zukunft eines ziemlich reaktionaeren spaniens definieren….
Rezept -Zutaten:
1. Eine griechische Staatsbürgerbank (SBB).
2. Bürgerkredite (eine Prise Zinsen: 0-1 %)
3. griechische Staatsanleihen (einen Löffel Zinsen: 3 %, jedenfalls mehr als eine Prise)
4. Eine solidarische Haftung der Bürger
Zubereitung:
Die Griechen werden in die Staatsbürgerbank geschickt, bekommen dort einen Bürgerkredit. Sie kaufen mit dem Kredit griechische Staatsanleihen (diese harmonieren wunderbar mit dem Bürgerkredit). Sie müssen darauf achten, dass jeder Grieche gleich viele Staatsanleihen bekommt (Tipp: solidarische Haftung). Keinesfalls sollten sie für den Bürgerkredit höhere Zinsen nehmen wie für die Staatsanleihen sonst wird der Salat ungenießbar.
Fertig!
Am besten sie servieren den Salat eiskalt als Überraschung
Weinempfehlung:
Griechischer Wein
Wenn die Gäste traurig werden leigt es daran,
dass sie träumen von Zeiten wo sie noch alle abgezockt haben ;-)
Weitere Feinschmeckertipps:
http://oekonetik.info/schuldenfreiheit
hat übelste Außmaße angenommen nicht genug, dass die Situation in Europa schlimm genug ist nimmt man auch noch auf die Befindlichkeiten der USA Rücksichtum die Wiederwahl Obamas nicht zu gefährden
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/2... hl-geheim/
Ich kann hier das europäische Gemeinschaftsinteresse nicht sehen.
ist ein reines Privatschuldenproblem, mitverursacht von dem Platzen der Immobilienblase. Hier werden nach privatisierten Gewinnen die nun entstehenden Verluste sozialisiert. Es ist mir völlig unverständlich warum hier der Steuerzahler einspringen soll, nochdazu ausländische.
Schon im Juni wurde geagt, dass man "nur" 60 Mrd für die Banken braucht, aber gerne die 100 Mrd nimmt. Da sitzen wohl ein paar "Darf's a bisser mehr sein Greißler" in Brüssel:
Die Privatschulden Spaniens im Ausland betragen 970 Mrd. Das ist mehr als Gr, PT, Irl, und IT gemeinsam haben. Die Fussballvereine der Obertesn Liga Schulden den Banken 3,5 Mrd und dem Staat fast 1 Mrd an sozialabgaben und Steuern.
Da frag ich mich Was geht mich das an?
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