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vergrößern 800x536Ein kleines "Pop-Up-Menü"
vergrößern 800x536Der Tisch ist relativ kompakt, bietet aber trotzdem genug Platz, damit bis zu vier Leute daran arbeiten
vergrößern 800x536Hier der Lautstärke-Regler
vergrößern 800x536Im Zusammenspiel können richtig gute Beats und interessante elektronische Musik erzeugt werden
Es war 2005, als Martin Kaltenbrunner gemeinsam mit spanischen Kollegen in Barcelona einen Tisch entwickelte, der eher nach einem Science-Fiction-Gerät denn nach einem Musikinstrument aussah. Als Universitätsprojekt entwickelten Kaltenbrunner und Kollegen ein DJ-Pult, der mit den konventionellen Instrumenten in der Musik nicht vergleichbar ist: Der Tisch, genannt reacTable, arbeitet mit einer Kameratechnik, die Codes erkennt und ausführt. Am Donnerstag präsentierte der Linzer sein Projekt im Rahmen der Veranstaltung "User Interface 2020. Beyond Touchscreen", einem Event aus der Reihe TwentyTwenty.
Gespielt wird auf dem Tisch mit bunten Würfeln und anderen "Bausteinen", die mit Codes - genannt "Amöben" - bedruckt sind. Die Kameratechnologie unter dem Tisch erkennt die Codes und spielt je nach Code unterschiedliche Musik ab. Nicht nur Beat-Samples, Schlagzeug oder hohe Frequenzen können abgespielt werden: Mit eigenen Elementen für Lautstärke oder Frequenzbereich kann so ganz individuell Musik gestaltet werden. Dank optischem Multitouch werden mehrere Würfel und Elemente auf den Tisch gelegt, die im gemeinsamen Zusammenspiel Musik erzeugen. Ein aufklappbares Menü erlaubt verschiedene Einstellungen und Anpassungen - natürlich ebenfalls am Tisch selbst. Für Kaltenbrunner ist vor allem die Verbindung analoger Techniken mit der digitalen Welt interessant. Der kooperativ Faktor ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Der Tisch ist mit Absicht rund und nicht eckig, sodass bis zu vier Personen daran werken können.
2007 kam für Kaltenbrunner und seine Freunde der erste große kommerzielle Erfolg: Die isländische Musikerin Björk hat das Gerät gekauft. Interessant ist der Tisch vor allem für Musiker, die auf Tour gehen. In einer neueren Version ist der reacTable nämlich mobil geworden und kann innerhalb von 15 Minuten aufgebaut werden. Wer seinen reacTable auf Tour mitnimmt, kann die visuell durchaus spannend gestalteten Vertonungen über einen Kamera-Stream auf einer Leinwand seinen Konzertbesuchern zeigen. Für den Musiker selbst ist die Erfahrung Musik ansehen und auch fühlen zu können, eine spannende. Viele Museen und DJs greifen mittlerweile auf den Musiktisch zurück. Ganz billig ist er nicht, immerhin kostet der Tisch 10.000 Euro.
Das intuitive Interface, die Portabilität und auch die individuelle Anpassung eröffnen experimentierfreudigen Musikern neue Welten. Durch einfaches Probieren ist mühevolles und langes Erlernen nicht unbedingt notwendig, denn es geht vor allem um das Erforschen und Erfahren. Gelernt wird praktisch und nicht - wie bei vielen Musikinstrumenten - zuerst in der Theorie. Das Gerät hat sich etwa 75 Mal bis jetzt verkauft, so Kaltenbrunner. Das Universitätsprojekt ist mittlerweile zu einem Unternehmen geworden und ansässig in Spanien. Martin Kaltenbrunner begleitet das reacTable-Team nur noch in beratender Funktion und hat eine Professur an der Kunstuniversität in Linz im Interface Culture Lab angenommen.
Als kleine Draufgabe hat das reacTable-Team eine App für iOS und Android entwickelt, die ein bisschen reacTable-Feeling versprüht. Wer sich anschauen möchte, wie das Gerät funktioniert, kann sich ein Video dazu auf YouTube ansehen:
(Iwona Wisniewska, derStandard.at, 21.9.2012)
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Was mich eher ärgert bei den meisten DJs, ist dass die es nicht packen mit Dramaturgie aufzulegen. Die machen nette Breaks und Drops, aber nach 2 Stunden denkt man sich, er steigert zwar irgendwie, aber es wird langsam fad weil es keinen "Energiewechsel" gibt.
Fast so schlimm wie diese Dubstep-DJs, die alle 35 Sekunden einen neuen Drop machen..
dafür ist dubstep die erste habe stunde richtig geil!
was weiß ich.
ich seh' mir die chemical brothers an, wünsch mir mal daft punk zu sehen, und halte alles andere für kindergarten.
(natürlich kenn ich die meisten guten sachen aus dem bereich nicht, komm ja eher aus der gitarrenecke.)
glaub ja noch immer an sowas: http://www.youtube.com/watch?fea... VJU#t=197s
Geht schon, man kann sich ja am Computer darauf einschießen. Gibt sogar ein paar gute free VSTs. Klangtechnisch kommen die an das vollanaloge Zeug nicht ran (Bauteile etc), aber bevor man sich einen modularen zulegt sollte man sowieso wissen was man überhaupt für module haben will.
imho ists vermutlich am besten sich einfach mal mit Synthies zu beschäftigen, z.B. Massive von Native Instruments. Das Ganze ist keine Hexerei und wenn man das mal so ein Jahr verwendet, dann weiß man auch wie man Vogelzwitschern, Donnergrollen oder einen klassischen Ravesynth baut ; D
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