EZB-Neubau wird empfindlich teurer

"Spiegel" berichtet von massiv gestiegenen Errichtungskosten - Präsident Draghi sagte Teilnahme am Richtfest kurzfristig ab

So schnell kann's gehen: In unserer Ansichtssache vom Dienstag kündigten wir noch an, dass der Chef der Europäischen Zentralbank beim "Richtfest" (Gleichenfeier) des Neubaus im Frankfurter Ostend fix dabei sein würde. Dem war dann doch nicht so: Mario Draghi sagte seine Teilnahme an den Feierlichkeiten am Donnerstag Abend kurzfristig ab.

Gründe wurden nicht mitgeliefert, vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Neubau vom Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au doch empfindlich teurer werden könnte als geplant: Laut einem Bericht von "Spiegel Online" könnten die gesamten Investitionskosten von 500 auf bis zu 850 Millionen Euro steigen.

Mit zusätzlichen Kosten von 200 Millionen Euro bis zum Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2014 wird gerechnet, weil Baumaterialien und -leistungen seit der Kostenplanung im Jahr 2005 inzwischen erheblich teurer geworden seien. Außerdem sollen 100 bis 150 Millionen Euro unter anderem dafür eingeplant werden, dass das Fundament zusätzlich verstärkt werden musste. Laut dem Medienbericht wurde das von EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen, der Draghi auf dem Richtfest vertrat, bekanntgegeben. (red, derStandard.at, 21.9.2012)

 

 

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