Microsoft und HP umgehen Steuern

Über ihre Auslandstöchter sollen die IT-Konzerne eine Besteuerung in den USA in Milliardenhöhe vermeiden, rügen US-Senatoren

Washington - Die amerikanischen Technologiekonzerne Microsoft und Hewlett-Packard (HP) umgehen einem Senatsausschuss zufolge über ihre Auslandstöchter eine Besteuerung in den USA in Milliardenhöhe. Die Unternehmen nutzten dazu unter anderem Schlupflöcher in den Steuergesetzen, teilte ein Senats-Ausschuss am Donnerstag mit. Die Steuervermeidung im Technologiesektor ufere aus.

Ungeheuerlich bis zweifelhaft

Der Ausschuss habe für seinen Bericht interne Dokumente der Unternehmen eingesehen sowie Vertreter von Microsoft und Hewlett-Packard befragt. "Die Steuerpraktiken und -tricks reichen von ungeheuerlicher bis zu zweifelhafter Gültigkeit", sagte der demokratische Senator und Ausschuss-Vorsitzende Carl Levin bei einer Pressekonferenz.

Microsoft und Hewlett-Packard dementierten die Vorwürfe. Sie wiesen darauf hin, dass das Finanzamt ihre Steuererklärungen nicht beanstandet habe. Dem Ausschuss zufolge soll allein Microsoft zwischen 2009 und 2011 rund 21 Milliarden Dollar ins Ausland gebracht und damit bis zu 4,5 Milliarden Dollar an Steuern in den USA gespart haben. (APA, 21.9.2012)

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