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Steinzeiler steht wie ein Fels in der Brandung.
Steinzeiler steht wie ein Fels in der Brandung. Den Wein dieses Namens gibt es seit 1958 bei Kollwentz in Großhöflein. Bis jetzt gehört er verlässlich zum Besten, was das Burgenland rotweinmäßig zu bieten hat. Basis heute ist Blaufränkisch aus Uraltweingärten zu mehr als drei Viertel, dazu Cabernet Sauvignon und Zweigelt, bis 1985 war er ausschließlich aus Blaufränkisch.
Extra gelesen wurde der Weingarten immer schon, weil er einfach besonders war. Bereits in den späten 1960-ern war Steinzeiler trocken, in jenen Zeiten also, als im Burgenland nur süße Weine als gut galten, egal welcher Farbe. Schuld am Stil war der Arlberg, wo Vater Anton K. seine Weine anbot, nachdem er beim Friseur in diversen Gazetten gelesen hatte, dass dort kulinarisch die Post abginge. Dank des nahen Südtiroler Vernatsch waren die Tiroler nur an Durchsichtiges im Glas gewöhnt, der dunkle Steinzeiler aus dem Burgenland schmeckte trotzdem. Auch in den 1970-ern war Steinzeiler ein Lagenwein, unüblich in diesen Jahren. Wein war ein gefragtes und importiertes Gut, jeder Preis wurde bezahlt, sodass über Qualität wenig nachgedacht werden musste. Das änderte sich mit der großen Ernte 1978.
Die 1980er waren "wilde Experimentaljahre". Anton K., immer frankophil in seinem Weindenken, probierte Barriquefässer für Cabernet: Sein erster Eindruck beim allerersten Probieren - "Der Wein ist hin!" - erwies sich bald als Fehleinschätzung. Mit 1986 wurde dann aus Steinzeiler eine Cuvée. Sohn Andreas stieg 1989 ins Geschehen ein. In den Folgejahren wurde an der Vinifikation "geschraubt", Barriqueeinsatz und Cuvéedetails verfeinert: Letztmals gefiltert wurde beim Jahrgang 1990, moderne Gärtanks kamen 1993 ins Haus.
Die Einladung zur Verkostung eines solchen Weins zurück bis 1969 lässt man nur sausen, wenn man am Südpol festgefroren ist. Es bedeutet zurückzureisen in eine Zeit, als Österreichs Rote gerade erst stehen lernten. Mindestens ebenso spannend wie der Geschmack sind die Ideen und Gedanken, die die Macher mit der Zeit entwickelt oder auch wieder verworfen haben. Kann man diese alten Weine überhaupt noch trinken? Problemlos! Manches mag unter "Ehrfurcht vor dem Alter" fallen. Aber die eine oder andere Fanfare ist zu vernehmen, wenn man schmeckt, wie anregend ein 1979-er sein kann oder dass Steinzeiler 1969 überhaupt nicht süß, sondern seidig trocken ist ... (Luzia Schrampf, Rondo, DER STANDARD, 21.9.2012)
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Wäre es möglich, nun vielleicht etwas mehr Details zu dieser Verkostung, insbesonere der Jahrgänge ab 1993 zu verfassen ??
Der Artikel in der aktuellen Form ist eher dürftig an diesbezüglichen Aussagen - und dabei sollte es ja bei einer "Horizontal"-Verkostung gehen, oder ??
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