Es gibt noch Ostermayer

Einserkastl |

Es wird interessant, die Aussagen von Josef Ostermayer mit jenen der Manager zu vergleichen

Faymann sagt nicht aus. Die beiden Heroen des unabhängigen Abgeordnetenmandats, Otto Pendl (SP) und Werner Amon (VP), haben verhindert, dass er vor den Korruptions-Untersuchungsausschuss geladen wird.

Auf der Zeugenliste für den Ausschuss steht aber noch Josef Ostermayer, derzeit Staatssekretär für Medien und Kommunikation im Bundeskanzleramt, zu Zeiten, als Werner Faymann Infrastrukturminister war, dessen Kabinettschef. Mit Faymanns Ministerschaft begannen die Inseratenmillionen in Richtung Krone, Heute und Österreich zu fließen. Und wie sie flossen! Zur Erinnerung: In den vier Jahren zwischen 2007 und 2010 (Faymann Minister, ab 2008 Kanzler) zahlte allein die ÖBB an die Krone 3,48 Millionen Euro, an Heute 3,08 und an Österreich 3,04. Macht in Summe rund 9,5 Millionen nur von der ÖBB für die Familien Dichand und Fellner. Der Rechnungshof dazu: "Die Schaltungen erweckten teilweise den Eindruck einer Imagekampagne (...) des Bundesministers."

Faymann stimmte sich zumindest in einem Fall mit dem damaligen Krone-Herausgeber Hans Dichand ab. Die konkreten Gespräche mit der ÖBB, aber auch der Asfinag, führte jedoch teils oder auch überwiegend sein Vertrauensmann Josef Ostermayer. Es wird interessant sein, seine Aussagen mit denen der gleichfalls geladenen Manager, PR-Leute etc. zu vergleichen, die die Inserate zahlen mussten. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 21.9.2012)

Share if you care