Es gibt noch Ostermayer

Einserkastl | Hans Rauscher
20. September 2012, 19:27

Es wird interessant, die Aussagen von Josef Ostermayer mit jenen der Manager zu vergleichen

Faymann sagt nicht aus. Die beiden Heroen des unabhängigen Abgeordnetenmandats, Otto Pendl (SP) und Werner Amon (VP), haben verhindert, dass er vor den Korruptions-Untersuchungsausschuss geladen wird.

Auf der Zeugenliste für den Ausschuss steht aber noch Josef Ostermayer, derzeit Staatssekretär für Medien und Kommunikation im Bundeskanzleramt, zu Zeiten, als Werner Faymann Infrastrukturminister war, dessen Kabinettschef. Mit Faymanns Ministerschaft begannen die Inseratenmillionen in Richtung Krone, Heute und Österreich zu fließen. Und wie sie flossen! Zur Erinnerung: In den vier Jahren zwischen 2007 und 2010 (Faymann Minister, ab 2008 Kanzler) zahlte allein die ÖBB an die Krone 3,48 Millionen Euro, an Heute 3,08 und an Österreich 3,04. Macht in Summe rund 9,5 Millionen nur von der ÖBB für die Familien Dichand und Fellner. Der Rechnungshof dazu: "Die Schaltungen erweckten teilweise den Eindruck einer Imagekampagne (...) des Bundesministers."

Faymann stimmte sich zumindest in einem Fall mit dem damaligen Krone-Herausgeber Hans Dichand ab. Die konkreten Gespräche mit der ÖBB, aber auch der Asfinag, führte jedoch teils oder auch überwiegend sein Vertrauensmann Josef Ostermayer. Es wird interessant sein, seine Aussagen mit denen der gleichfalls geladenen Manager, PR-Leute etc. zu vergleichen, die die Inserate zahlen mussten. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 21.9.2012)

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erleben wir den beginn der demokratie in diesem land?

es geschehen zeichen und wunder. links angehauchte poster finden die inseraten affäre kritikwürdig! auch wenn dadurch riskiert wird die unterstützung des boulevards für die spö und damit eine mögliche linke mehrheit zu verlieren.
aber es gibt noch viel zu tun: die miese show im parlament zeigt, dass wir freiere mandatare brauchen. und diese kriegen wir nur, wenn wir sie DIREKT wählen. ich kenne fast keinen der dort einsitzenden typen! hätte ich einen direkt gewählt, na dem würde ich etwas erzählen nach so einer leistung! aber so ist der ganze haufen abgeordnete nur den parteibossen verantwortlich und nicht dem wähler.

Ein Stresstest für den Rechtsstaat

ist die gesamte Inserate-Affäre geworden. Jetzt wird sich zeigen, ob unsere Justiz wirklich unabhängig ist und gegen offensichtlich korrupte, aktive Spitzenpolitiker vorgeht und vorgehen kann.

Ermittelt wird bereits gegen 11 Personen im Zusammenhang mit diesem Skandal. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass es die Justiz ernst meint, hier Ergebnisse zu erzielen.

Die Frage ist eher, welcher Staatsanwalt hat genug Mumm in den Knochen, sich dieser schweren Aufgabe zu stellen ?

Eines ist zum Glück bereits jetzt klar, mit dümmlich süffisantem Grinsen wie beim Runden Tisch wird die Sache nicht abgetan sein.

Sie sind ein unverbesserlicher Optimist!

GAR NIX wird geschehen! Denn es ist ja nix geschehen. Nicht wahr?

Äh tschuldigung.... "zahlen mussten"?!

Derzeit würd ich sagen "gezahlt haben" - oder eigentlich "zahlen haben lassen".

Denn die Herren Manager haben natürlich keinen Groschen, pardon: Cent, selbst gezahlt. Sondern das war Betriebsbudget.

Dennoch:
Selbst wenn es eine explizite Forderung samt Drohung mit Jobverlust gegeben haben sollte - bitte welche jämmerlichen Würstchen haben wir (Steuerzahler) da über Jahre mit Millionen gemästet?!

Diese "Topmanager" dirigieren tausende Mitarbeiter, kriegen durchschnittliche Jahresgehälter im Monat und trauen sich nicht, unverschämten Forderungen von Politikern aus Angst um ihren Job Paroli zu bieten? Das ist ja lächerlich!

Da muss man natürlich fragen, wer so rückgratlose Jämmerlinge erst in diese Funktionen gewuchtet hat.

"...wer so rückgratlose Jämmerlinge erst in diese Funktionen gewuchtet hat..."

ich kann mir nicht helfen, aber bei dem Passus seh ich den Inseratekanzler dämlich grinsend vor meinem Inneren Auge -und einige andere Regierungsmitglieder(aktuell und A.D.)

Sie wollten schon immer wissen, was man für die Inserate als Gegenleistung erhalten hat? Voilà

Wem, wenn nicht Faymann,
sollt's gelingen,
den Tod auf Straßen zu
bezwingen?
Genug der Worte, hehr
und schön!
Nun lasst uns endlich
Taten sehn!

Man sollte sich darauf besinnen:
Auch tüchtige MinisterInnen
gibt es in der Regierungs-Crew.
Manch kluge Frau gehört dazu
und mancher tüchtiger Parteimann.
Doch keiner ist wie Werner Faymann.
Unaufgeregt, präzis, dezent
zeigt er uns: Er ist kompetent.

(c) Wolf Martin

Darum geht es. Dass als Gegenleistung für vollkommen unnütze Inserate für Monopolisten dem Herrn Minister gelobhudelt wurde, dass es einem den Magen umdreht.

Motto: I zahl und Du schreibst mi auffi!

Auf Steuerzahler kosten natürlich.

So peinlich, wie diese Schleimgedichte sind, sollte Faymann sein Geld zurueck bekommen. Die schaden mehr, als sie nutzen.

Wenn sie nicht ueberhaupt von der OeVP geschaltet worden sind.

Ich glaub, mich tritt ein Pferd!

SEIN Geld?
Nik M: Kann man noch größere Scheuklappen tragen als Sie?

ein da capo

Der Faymann ist schon imposant,
fesch, attraktiv, charmant, gewandt.
Nur reicht an dies sein Stimmorgan
(perfekt ist keiner!) nicht heran.
Würd auch noch dieses prächtig tönen -
es wär beinah zu viel des Schönen

(c) Wolf Martin

Davon, dass laut Krone Tierecke sogar die Viecherl Faymann wählen würden, red ich jetzt gar nicht mehr.

Ich glaube, nicht einmal in der Krone schreibt ein Journalist so etwas freiwillig.

Einer solchen journalistischen Prostitution gibt man sich nur gegen einen entsprechenden Schandlohn hin, den in casu halt der Steuerzahler für den Herrn Minister pecken durfte.

Der Fellner würde eh gerne beim U-Ausschuß aussagen, wenn man ihn nur einladen würde!

Das wäre zumindest interessant. Die jetzigen Politiker sollte schleunigst hier aus Eigeninteresse Transparenz schaffen, denn der Stronach kann viel Geld in die Medien investieren - da haben wir dann bald us-amerikanische Verhältnisse! Stichwort Koch-Brüder.

Aber die Politiker machen seit Jahrzehnten nur mehr das Allernotwendigste, wo schon alle sehen, da brennt der Hut lichterloh - und manchmal nicht einmal mehr da!

Wir müss(t)en den Politikern auch helfen und die wirklich Ehrlichen und Fleissigen wählen - sonst lernen die anderen nur die falschen Dinge daraus!

Und Politikverdrossenheit nützt auch nur den Falschen!

das problem ist halt,dass man politiker nicht direkt wählen kann.

im übrigen könnte fellner,der ja journalist von beruf ist,selbst eine aufklärungskampagne starten.

irgendwann mal konnte man ihm das zutrauen,die zeiten sind aber vorbei.
heute sagt er was in den druck geht und was nicht.seine leute haben da keinen meter.

am ende als journalist, ist er genauso korrupt wie alle anderen.

das Dielämmer (oder heißts Dilemma?) ist doch:

WO SIND DIE WIRKLICH ANSTÄNDIGEN?

Bei den selbsternannten HCS- und Orangen- Jörgheiligenverehrern im Bleamlegilet SICHER net, und bei den "Altparteien" aa net, und bei den Grünen kauf ich mir zu viele idiotische Forderungen ein.

I glaub, die ANständigen gibts im Umkreis Politik ÜBERHAUPT nimmer.

Wo sind die wirklich Anstaendigen

Die Gruenen wohl, und bei den anderen Parteien empfiehlt es sich auch, genauer hinzuschaun. Dann sieht man Abstufungen.

Abstufungen:

Hascherl - Tschopperl - Gauner

jaja, der ostermayer... http://www.youtube.com/watch?v=O19GBg7yGeA einfach legendär!

Jetzt schon klar, Ostermayr wird sich winden wie ein Aal, also ich erwarte mir nichts.

tunman a bissl tasern,

dann hammer an electric eel.

die goldene bettpfanne bekommen sie

von mir für diese wackere leistung verliehen - die övp und spö. die zwei im bett, nur die frage, wer ist das weiberl oder sinds gar zwei manderl? unter der decke läuft da gewaltig was ab. eine bankrotterklärung der politik. die demokratie mit füssen getreten - pfui

Die da oben richten sich's...

...wiederholt der Bürger stereotyp und meint damit die Abgehobenheit der politischen Klasse. Der Bürger fühlt Ohnmacht, genannt wird das Politikverdrossenheit. Das Parlament ist verfassungsgemöß der Ort an dem die Verbindung zwischen Bürger und politischer Klasse hergestellt wirden soll. Der U-Ausschuss hätte die Kluft ein wenig kleiner machen können. Erbärmlich!

korruptionsparabel:

mein verstorbener freund jup rathgeber erzählte folgende geschichte aus der nachkriegszeit:

ein seifensieder in vomp kündigte einen mitarbeiter weil er knochen stahl.
im dienstzeugnis konnte man lesen:

"er war ehrlich bis auf die knochen".

Statt den Faymann-Skandal noch weiter aufzublasen

(was letztendlich der Glaubwuerdigkeit der oesterreichischen Politik extrem schadet, weil es faelschlicherweise den Eindruck erweckt, alle Parteien seinen gleich korrupt) koennte man sich als Kolumnist vielleicht der Tatsache zuwenden, dass Oe skandaloeserweise Boni fuer Investementbanker mit jaehrlich 2,36 Mrd Euro stuetzt (Schratzenstaller im Standard).

Bankenrettung schoen und gut, aber staatliche Alimentation der pervers hohen Bankerboni geht zu weit. Nur der Geschaeftsbereich der Banken sollte gestuetzt werden.

Von welcher Glaubwürdigkeit sprechen Sie?

Von der des Herrn Faymann? Selten so gelacht!

ÖVP-Kollaboration

Man muss es immer wieder schreiben:
Diese Zustände wären ohne die Kollaboration der ÖVP nicht möglich.
In den meisten funktionierenden westlichen Demokratien stehen sich jeweils eine große bürgerliche Partei und eine große sozialdemokratische Partei gegenüber, kontrollieren einander und wechseln sich in der Regierung ab. Nur in Österreich sind die beiden Großparteien schon vor Jahrzehnten eine unheilige, mafiaähnliche Allianz eingegangen. Deshalb ist diese permanente "große Koalition" auch die Wurzel allen Übels.
Es ist eine Tragödie, dass Schüssels Ausbruchsversuch gescheitert ist.
Solange diese "große Koalition" besteht, werden die Ostermayers, Faymanns etc. freie Fahrt haben.

Wobei Ostermayer und Faymann Waisenknaben sind im Vergleich zum genannten Schuessel und seiner Partie (Grasser, Strasser, Gorbach, Westi, Meischi usw)

- rau -
311
21.9.2012, 11:22
wenn Sie eine Möglichkeit gefunden haben,

eine Koalition außerhalb von SPÖ und ÖVP zu bilden, ohne eine rechtsextreme Partei miteinzubeziehen, bitte melden

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