Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Anwalt Hassoun schreibt Gesetze für die FSA.
Syrische Anwälte, Ärzte, Exilpolitiker und Einzelkämpfer organisieren von dort den Krieg gegen das Regime von Bashar al-Assad. Eine Bestandsaufnahme.
Der Krieg schläft nie oder nur sehr wenig. Ahed hat rot unterlaufene Augen und ein rotes Gesicht. Ein Mann im Dauerbetrieb. Zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens marschiert er, immer auf der Hut vor der syrischen Armee, aber auch der türkischen Gendarmerie. Tagsüber sammelt er die Anrufe auf seinem Mobiltelefon: von den Menschen, die rauswollen aus Syrien - dem Rebellen mit dem schlecht verheilten Beinschuss, dem zehnjährigen Mädchen, das als einziges die Bombardierung des Elternhauses überlebt hat; oder von Leuten, die hineinwollen, von privaten Spendern, die Medikamente ins Kriegsland schicken möchten. Lebensmittel wiegen zu viel. Die kann Ahed nicht auch noch in seinen Rucksack packen, wenn er im Schutz der Dunkelheit losläuft über die Grenze in Hatay, der südlichsten Provinz der Türkei.
Hier wird der Krieg gegen Ba shar al-Assad organisiert. Es gibt die Schmuggler und die Idealisten, die Geschäftemacher und die Menschenfreunde. Zu denen gehört Ahed, der gutmütige Syrer. "Ich nehme kein Geld. Manchmal gebe ich sogar noch Geld", sagt er. Seit 14 Monaten geht das so, fast so lange wie der Aufstand, der als demokratische Revolte gegen Syriens Machthaber begann und dann zum Krieg wurde.
Ahed hat seinen Ingenieursjob in Katar aufgegeben, seine Brüder finanzieren den Einsatz an der Front. "Ich kann nicht mit einem Gewehr umgehen. Also mache ich das", sagt der 31-Jährige. Menschen schleusen und Pakete mit Medikamenten über die Hügel nach Syrien schleppen. Auch NGOs rufen ihn mittlerweile an und bitten um seine Hilfe. Ahed, die Ein-Mann-Mission, arbeitet effizient.
Notgesetze für Rebellen
Die militärischen Erfolge der Rebellen, aber auch die Probleme mit dem Gastgeber Türkei lassen die syrischen Flüchtlinge aktiv werden. In Hatay gibt es Anwälte wie Ahmad Hassoun, die einen Rechtskatalog für jene Gebiete ausgearbeitet haben, die von der Freien Syrischen Armee und deren Verbündete kontrolliert werden. "Einige der Rebellen haben sich nicht an das Recht gehalten. Wir haben Bedarf an Regelungen gesehen", sagt Hassoun, "der Kampf darf nicht in ein Chaos führen".
Misshandlungen und Hinrichtungen von Gefangenen haben das Image der Aufständischen schwer beschädigt. Jetzt sei die Lage besser, behauptet der Anwalt, mit jedem Besuch in den Gebieten seien Fortschritte erkennbar. Auch Hassoun und seine Kollegen von der "Vereinigung der freien syrischen Anwälte" gehen in Syrien ein und aus.
Rund 30 Gesetzesartikel haben die Anwälte aufgesetzt und mit den regionalen Militärkommandos der Rebellen in Syrien abgesprochen, einem Dutzend augenscheinlich nur lose verbundener Gruppen. Der Rechtskatalog legt grundsätzliche Fragen fest wie den Umgang mit Gefangenen oder den Schutz von öffentlichen Gebäuden, die das Assad-Regime aufgegeben hat, aber auch das Verbot, Kinder als Soldaten in die FSA aufzunehmen.
Ein Justizkomitee hat dieser Tage seine Arbeit begonnen, berichtet der Anwalt, ein 56-Jähriger, der aus der syrischen Nachbarprovinz Idlib nach Hatay flüchtete. Syrische Richter, die sich der Opposition anschlossen, sollen künftig Recht sprechen und Scharia-Räte ersetzen, die hier und da das Gesetz in die Hand genommen haben. Der Anstoß für den Rechtskatalog kam aus dem streng abgeschirmten Lager der FSA in der Türkei nahe Hatay, der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Doch die Rebellenchefs in Syrien wollten sich nichts vorschreiben lassen, erzählt Hassoun.
Syrer, die regelmäßig in Kontakt mit den Aufständischen auf der anderen Seite kommen, berichten von der Geringschätzung der Kämpfer für die Offiziere im Lager Apaydin, die nur wenig Einfluss auf die militärischen Operationen hätten. Waffen und Munition, so heißt es, erbeuteten die Rebellen von der regulären Armee. Aber auch der türkische Geheimdienst kaufe angeblich korrupten syrischen Militärs Waffen ab und gebe sie anschließend an die Aufständischen weiter. Ein anderer Teil werde von Schmugglern aus der Türkei geliefert.
"Wir müssen die Leute an den Ursprung des Aufstands erinnern", sagen syrische Exilpolitiker und Intellektuelle in Hatay, "sie haben es vergessen." Der SNC, der Syrische Nationalkongress, versucht das Banner der Demokratie hochzuhalten. So werden Oppo sitionelle in Syrien für ein paar Tage zur Schulung nach Hatay geholt. Ein Kommunikationsexperte unterrichtete kürzlich eine Woche lang eine Gruppe in Internetsicherheit und der Benutzung neuer, schwer lokalisierbarer Satellitentelefone. Aus Westeuropa kam er - mehr wollen die Organisatoren nicht sagen; auch die Telefone werden von dort geliefert.
Geheimes Lazarett
Noch operieren die türkischen Ärzte in den Spitälern von Hatay täglich Schuss- und Schrapnellverletzungen. Rast ein Ambulanzwagen auf den Straßen vom Grenzzaun nach Hatay, dann kann ein verwundeter Rebell im Fahrzeug liegen. 20 bis 30 schwer Verletzte gibt es am Tag aufseiten der Aufständischen in den Grenzprovinzen, je nach Intensität der Kämpfe, so sagt ein syrischer Arzt, der Abul Abid genannt werden will, ein schmächtiger Mann, der die konservative Sprachweise der Salafisten benutzt. Abul Abid leitet das neue große Lazarett der Rebellen gleich hinter der Grenze, das in diesen Tagen seine Arbeit begonnen hat. Drei OP-Räume hat es, der Ort müsse geheim bleiben, sagt der Arzt. "Die Sicherheit ist unser größtes Problem." Das letzte improvisierte Feldlazarett im Jebel al Akrad, dem "Kurdenberg" hinter der Grenzlinie von Hatay, war erst Anfang des Monats von der syrischen Luftwaffen entdeckt und gleich zerbombt worden. (Markus Bernath aus Hatay /DER STANDARD, 21.9.2012)
Präsident lehnt Gespräche mit Aufständischen weiter ab: "Kein Dialog mit Terroristen" - Assad befürchtet Militäreinsatz des Westens in Syrien
"Freunde Syriens" beraten über internationale Friedenskonferenz - Deutscher Geheimdienst erwartet Vormarsch von Assad-Truppen
Experte: "Sunday-Times"-Bericht über syrische Raketen in Angriffstellung auf Israel jedoch "unglaubwürdig"
Polizei nahm in Provinz Hatay sechs verdächtige Türken fest
Bericht: Entsprechende Vorbereitungen von Überwachungssatelliten registriert
Verteidigungsminister warnt vor Gefährdung der gesamten UN-Mission
Außenminister Lawrow weist Kritik zurück: "Wir liefern in erster Linie Verteidigungswaffen"
Syrische Armee will israelisches Militärfahrzeug zerstört haben - Jerusalem dementiert
Gefecht in der Nähe der Ortschaft Al-Kuzair
Qusayr liegt in strategisch wichtigem Korridor zwischen Damaskus, dem Mittelmeer und dem Nachbarland Libanon
Lawrow weist Kritik an Waffendeal mit Assad zurück – Schon 1,5 Millionen Flüchtlinge
Libanons Präsident kritisiert indirekt Hisbollah
Die drei Männer kehrten sicher wieder auf ihren Beobachtungsposten zurück
Asiatisches Land stellt ein Drittel des Kontingents - Österreicher bald alleine in Pufferzone
Tatsächliche Zahl der Flüchtlinge weit höher
Bisher lagen Washington und Moskau in der Bewertung des Krieges in Syrien weit auseinander. Noch einmal soll bei einer multilateralen Konferenz versucht werden, den Konflikt möglichst unblutig zu beenden
Weiteres Video am Mittwoch veröffentlicht
Verteidigungsminister besucht auch Truppen im Libanon
Rebell der Opposition hat auf Video festgehalten, wie er einem Soldaten das Herz herausreißt
US-Außenminister treibt Vorbereitungen für Syrien-Konferenz voran
Nach israelischen Armeeangaben keine Verletzten oder Schäden
Bisher keine Hinweise auf Verwendung durch Assad-Regime - Kommission relativiert
"Bereinigung des Schlachtfelds vor dem Ende Assads"
" Aleppos Westfront ist das Mekka für ausländische Kämpfer
Abu Jahjas Kampfgruppe, rund 20 Männer und ein Junge, ist in einer Schule im südwestlichen Stadtteil Sukkari stationiert. Aleppos Westfront ist das Mekka für Ausländer, die in Syrien am heiligen Krieg teilnehmen wollen, denn hier waren die Kämpfe bis vor kurzem am heftigsten. Abu Jahja meint, es gebe in Sukkari ausländische Dschihadisten, vor allem aus Saudi-Arabien, Libyen, dem Irak, aber auch aus Tunesien, und er habe selbst einen Sudanesen getroffen."
http://www.spiegel.de/politik/a... 56925.html
http://rt.com/news/expo... syria-699/
die haben schon lang tradition in dem business
am Ende hockt der Ami auf der Ölraffinerie, die Regierung wird als Terroristen vor Gericht gestellt, die Kolumbianer, die von Katar bezahlt werden, weil sie von Washington bestellt wurden, fliegen zum nächsten Einsatz im Iran....und die USA bauen das Land wieder auf....auf Kosten der Syrer, alles schon mal dagewesen, an was erinnert mich das bloß?????
Wußte gar nicht das Steyr Aug STG 77 auch an die syrische Armee geliefert wurden. Weil die Waffen stammen ja angeblich aus Armeebeständen.
http://kurier.at/nachricht... syrien.php
Sind sie natürlich auch nicht. Auch der Standard hat doch schon so ein nettes Bildchen bei einem Artikel dabei gehabt. Irgendwie ist das hier die reinste Propaganda.
Ah ja, hier ist es ja:
http://derstandard.at/134374472... t-Abschuss
dann übergibt er seinen Sohn der al Kaida. Der Kerl ist zu feig selber zu kämpfen und opfert seinen Sohn. Ich habe keinerlei Respekt vor solchen Leuten.
hatte kein gutes Gefühl bei Tunesien und bei Syrien un bin ich nicht minder kritisch.
Ich hatte keinen Funken Sympathie für diese Diktatoren, aber mir war klar: es kommt nichts Besseres nach. Überall hat sich die Situation verschlimmert, denn nirgends hatten die "demokratischen Kräfte" auch nur die Idee von einem Plan, wie die Zukunft aussehen sollte. Nichts als "talking points" aber kein umsetzbares Programm.
...dann lesen mal das:
http://www.nzz.ch/aktuell/i... 1.17635396
Dass radikale Islamisten versuchen würden den "arabischen Frühling" für ihre Zwecke zu Instrumentalisieren war klar. Aber sie stellen keine Mehrheit dar. Sie versuchen genau wie die Despoten zuvor die Menschen mittels Gewalt einzuschüchtern. Wer Diktatoren als "Schutzwall" zu islamistischen Gruppen hochstilisiert betreibt nur deren Propaganda.
Es ist genau diese Haltung, die den islamistischen Extremisten in die Hände spielt. Sie profilieren sich als einzige wahre Beschützer gegen die Despoten und ihre autoritären Regime. In Syrien lässt das Regime durch die Shabiha-Milizen morden - die islamistischen Gruppen schlagen mit der gleichen Brutalität zurück. Wie Todesschwadronen fallen die Kämpfer der Shabiha-Milizen in Dörfer und Städte ein, gehen von Haus zu Haus und bringen gezielt Leute um. Und während wir von draussen "zusehen" nutzen die islamistischen Extremisten dies für ihre Interessen aus....
von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
ist vermutlich linksradikal, rechtsradikal, antisemitisch, von der syrischen Regierung gekauft und/oder ein Verschwörungstheoretiker....:-)
http://www.atimes.com/atimes/Mi... 2Ak01.html
ist aber ihnen schnurz.....hauptsache der aufstand wird als islamistisch und von anfang an als militarisiert diffamiert. eine woche kulturreisen mit 10-12 maxerl und einem allwissenden fuehrer, ein paar fotos da, ein paar dort, dann noch 3 bekannte in oder aus syrien und fertig ist die ggen die medienpropaganda kaempfende assadpropagandistin;)
Prof. Dr. Guenter (Günter) Meyer in the “black list” !
http://blogs.eju.org/blogs/pro... lack-list”
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.