Apple Maps: Nutzer von zahlreichen Fehlern verärgert

  • Apples 3D-Maps sind "eine apokalyptische Horror-Show" (Gizmodo).
    foto: dan frommer/twitter

    Apples 3D-Maps sind "eine apokalyptische Horror-Show" (Gizmodo).

Verformte 3D-Modelle, eingeschränkte lokale Suche, fehlende Orte

Nicht alles läuft am Einführungstag von iOS 6 wie geschmiert. Der von Apple eingeführte Kartendienst "Apple Maps", der den bislang verwendeten Dienst von Google ersetzt, sorgt wegen Fehlern bei zahlreichen Nutzern für Ärger.

Verschwundenen Städte

Die BBC berichtet von Beschwerden vieler britischer User. So sollen verschiedene Städte, etwa Stratford-upon-Avon und Solihull gänzlich fehlen, andere wieder sind falsch platziert. Auch die Suche versagt. Will ein User den populären Fußballclub Manchester United finden, verweist ihn Apple Maps auf das Hobbyteam Sale United.

Über den Wolken

Weiters sind manche Gegenden nicht vernünftig einsehbar. Das betrifft beispielsweise Teile von Schottland, die von Wolken verdeckt sind. Andernorts sind die Fotos selbst bei Ansicht aus hoher Distanz nur sehr niedrig aufgelöst oder schwarz-weiß. Einige 3D-Modelle sind verformt oder deplatziert. Gizmodo hat bereits einige Fundstücke gesammelt.

Lokale Suche wenig brauchbar

Diverse Lokalitäten, zB. Schulen, werden nicht aufgeführt. Generell scheint die örtliche Suche unter Mängeln zu leiden. Wo es bei der letzten Version ausreichte, das Wort "Burrito" einzugeben, um nahe gelegene Gaststätten zu finden, die diese Speise anbieten, muss nun entweder nach dem Namen des Lokals, seiner Adresse oder nach der Yelp-Kategorie gesucht werden, schildert ein Blogger.

Er spart nicht mit Kritik. "Es ist ein gewaltiger Schritt zurück und etwas, das iOS für Apples Kunden verstümmelt." Auf die Probleme beim Auffinden örtlicher Betriebe und Geschäfte hatten App-Entwickler bereits vor dem Release von iOS 6 hingewiesen.

Kartenlieferant distanziert sich

TomTom, das Unternehmen welches das zugrunde liegende Kartenmaterial anbietet, hat sich von den Fehlern distanziert und hält fest, dass es nicht für Art und Weise der Einbindung verantwortlich ist. (red, derStandard.at, 20.09.2012)

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