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Washington/Cambridge - Gute Ratschläge zu einem gesunden Lebenswandel nutzen selten: Wer Menschen ändern will, muss es ihnen leicht machen. Die Salatbar in Reichweite, die Stiege näher als der Lift - all das führe eher zu einer Lebensänderung als Informationen und wohlgemeinte Ermahnungen, schrieben britische Verhaltensforscher in einem Überblicksartikel des Fachjournals "Science". Ursache dafür sei die Art, wie wir Entscheidungen treffen - selten aus guten Gründen, dafür oft aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder aus kleinsten Anlässen.
So habe das Abschalten eines von mehreren Aufzügen oder auch nur das langsamere Schließen der Lifttüren bei Versuchen dazu geführt, dass deutlich mehr Menschen die Stiege benutzten, berichtete das Team um Theresa Marteau von der Universität Cambridge. Hohe und schmale Gläser ließen Menschen weniger trinken als breite mit demselben Volumen. Die Salatbar in der Nähe locke mehr als die süßen Desserts weiter hinten.
Täglich werde unser Handeln von zwei Arten der Entscheidungsfindung beeinflusst: von bewussten, rationalen Gründen und von Gewohnheiten, eingefahrenen Mustern oder unbewussten Präferenzen. Dabei sei die rationale Entscheidung zwar meist die, die sicher zum Ziel führe, die Gewohnheitshandlung dagegen sei schneller, da sie keiner weiteren Überlegungen bedürfe. "Man muss nicht immer nachdenken, um den Weg nach Hause zu finden", erläutern die Forscher. Diese Art der Verhaltenssteuerung lasse sich auch auf die Förderung der Gesundheit anwenden, sei es der Kampf gegen das Rauchen, zu viele verlockende Süßigkeiten oder zu wenig Bewegung.
In allen Fällen gebe es einen ständigen Konflikt zwischen dem eigentlich erwünschten Ziel, etwa dem gesunden Leben, und der unmittelbaren Belohnung, wie der Faulheit oder der süßen Nachspeise. Die Verhaltensforschung habe gezeigt, dass es nicht viel helfe diesen Konflikt dadurch zu beeinflussen, an die rationale Seite zu appellieren. Bedeutend besser sei es dagegen, den Weg zur gewünschten Entscheidung durch äußere Bedingungen zu vereinfachen und so neue, gesündere Gewohnheiten zu etablieren.
Die Möglichkeiten sind nach Meinung der Forscher endlos: Sie reichen von der ansprechenderen Gestaltung gesunder Produkte und deren bequeme Platzierung in Kantine und Supermarkt bis hin zur Architektur von Bürogebäuden, die zu mehr Bewegung in Arbeitspausen anregen. In der Gesundheitsvorsorge sei es vielversprechend, die Zielrichtung weg von den Ermahnungen und hin zu subtilen Anreizen zu lenken und zu Bedingungen, die aus der bewussten Entscheidung eine leicht befolgte Gewohnheit machten. (APA, 20.9.2012)
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Wo steht, dass der Zugang zum Behindertenlift erschwert werden soll?
Wer gesund ist und nichts schweres zu tragen hat, sollte ohnehin auf den Lift verzichten.
Das ist keine große Herausforderung , sondernmeist eine reine Gewohnheitssache. Früher habe ich fast selbstverständlich den Lift genommen. Heute nehme ich oft gar nicht mehr wahr, ob es überhaupt einen Lift gibt, weil der Weg über die Stufen der "normale" ist.
Ich habe letztes Jahr ein paar Monate nur unter Schmerzen gehen können und habe überall die Lifte genommen. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass man wegen so einem vorübergehenden Problem als Behinderter eingestuft wird. Und ja, ich habe jeden unnötigen Extraschritt zum Lift gespürt.
Der Ausdruck "Behindertenlift" war wohl etwas unglücklich gewählt.
Auch eine temporäre Behinderung, schwere Einkaufstaschen oder ein Baby im Kinderwagen schränken die Mobilität soweit ein, dass sie eine Behinderung darstellen. Das habe ich eigentlich gemeint.
.... medizinische versorgung ist ja eh´super, einige pulver ein leben lang und x arztbesuche, chornische krankheiten. wenn ich psychisch am ende bin muss ich ma den psychologen zu 80% selber zahlen.....
Dass Mc Donalds + Co. genau dieses (psychologische, unterbewusste) Prinzip seit Jahrzehnten kennen und versuchen damit Profit zu machen:
Es ist 'leicht' (billig und nahe) fast food in sich reinzuschlingen. Viel leichter als sich selbst eine Gemüsesuppe oder Salat zu machen. Ebenso lauern oft Automaten mit Süßigkeiten vielen öffentlichen Orten... ja es ist ein ständiger Kampf - einer an den die Lebensmittelindustrie mit zu verantworten hat. Ich selbst kämpfe nach 2 Jahren Ernährungsumstellung und 25kg weniger immer noch mit der omnipräsenten Versuchung und es nervt einfach nurmehr eigentlich. Einen Trost gibt es: In Amerika tun mir die Leute richtig leid - Stichwort Food Desert in New York u.ä.
als die "kleine Milchmahlzeit für Zwischendurch" anpreist in einem Werbespot mit lauter glücklichen Kindern - nur als Beispiel.
Solange die Suggestion funktioniert, dass die schönen, glücklichen Menschen in der Werbung durch das beworbene Produkt schön und glücklich wurden, wird die Masse den Dreck kaufen.
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