Reisewarnungen beachten und befolgen

Blauäugig auf Reisen zu gehen kann ins Auge gehen. Vor Reiseantritt sollte man Erkundigungen über Reisewarnungen für das Urlaubsland anstellen

Die Gefahr, die von einer Reise ausgeht, hängt naturgemäß in erster Linie vom Zielland ab. Während man in den meisten Ländern damit rechnen kann, einen friedlichen Urlaub zu verbringen, ohne Gefahren durch politische Unruhen, Naturkatastrophen oder andere Ereignissen ausgesetzt zu sein, sollte man in einigen Gebieten Vorsicht walten lassen.

Auf jeden Fall Sicherheit erlangt man durch den Blick auf die Reisewarnungen, die man jederzeit online einsehen kann. Die beste und zuverlässigste Stelle dafür ist das Außenministerium, das eine eigene Seite für Reisewarnungen eingerichtet hat. Hier erfährt man jederzeit die aktuelle Situation in allen Ländern dieser Welt sowie Empfehlungen zum korrekten Verhalten im Falle einer Reise in ein Risikogebiet.

Relativ sicher ist man unterwegs, wenn man bei einem Reiseveranstalter eine Pauschalreise bucht. Reisebüros und -veranstalter wissen in der Regel über die aktuelle Lage am Urlaubsort Bescheid. Die Europäische Reiseversicherung rät Alleinreisenden, sich auf alle Fälle selber eingehend bezügliche Reisewarnungen und anderer wichtiger Faktoren wie Visumpflicht oder Impfschutz zu informieren. Wer auf eigene Faust reist, ist selbst verantwortlich und muss im Falle einer Reisewarnung mit jedem Leistungsträger (Flug, Hotel etc.) gesondert verhandeln.

Kostenloses Stornieren oder Umbuchung im Falle einer Reisewarnung ist bei Buchungen bei einem Veranstalter normalerweise problemlos möglich. Fluglinien treffen in diesen Fällen, wenn es sich um einen Linienflug handelt, eigene Entscheidungen, die nicht immer mit denen von Reiseveranstaltern übereinstimmen müssen.

Zu beachten ist in jedem Fall, dass eine Stornierung oder Umbuchung nur dann kostenlos möglich ist, wenn das Außenministerium eine Reisewarnung für ein bestimmtes Gebiet ausspricht, in dem auch das Reiseziel liegt. Epidemien wie die Vogelgrippe zählen nicht zu den üblichen Gründen für eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung. In diesen Fällen fällt der Ausspruch einer Reisewarnung in die Kompetenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bei Epidemien kann nicht auf die Versicherung zurückgegriffen werden.

Auch mögliche Entführungen, die zwar selten, aber doch immer wieder vorkommen, werden von Versicherungen nicht gedeckt. Damit würde man dem Verbrechen Vorschub leisten, wenn Entführer damit rechnen könnten, dass Lösegeld erpressbar sei, lautet die Erklärung bei der Europäischen Reiseversicherung.

Vor jeder Reise sollte man auf jeden Fall zumindest einen Blick auf die Seite des Außenministeriums werfen und sich erkundigen, ob für das Reiseland eine Reisewarnung ausgegeben wurde und welche Bereiche diese betrifft. Die Informationen sollten in regelmäßigen Abständen eingeholt werden, da sich die Situation in einigen Ländern über nacht ändern können. (red, derStandard.at, 21.9.2012)

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