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Der Wortschatz des ersten Spracherkennungssystems (1962) war noch sehr begrenzt: Die "Shoebox" von IBM erkannte gerade einmal 16 Worte, die Zahlen von Null bis Neun und außerdem die mathematischen Anweisungen "minus", "plus", "subtotal", "total", "false" und "of".
Seit wenigen Jahren wird Sprachtechnologie als eines der zentralen Wachstumsgebiete innerhalb der Informationstechnologie betrachtet. Sie hat das Potenzial, Sprachgrenzen mit Hilfe moderner maschineller Übersetzungsmethoden zu überwinden. Eine neue Studie zeigt jedoch klar, dass viele europäische Sprachen dafür noch nicht hinreichend ausgestattet sind. Mehr noch: Die meisten europäischen Sprachen würden in der digitalen Welt unter Umständen nicht überleben, warnt die Studie "Europe's Languages in the Digital Age" europäischer Sprachtechnologie-Experten von "Meta-Net".
"Die Ergebnisse unserer Studie sind äußerst alarmierend. Der Mehrheit der europäischen Sprachen mangelt es in gravierendem Maße an technologischer Unterstützung, und einige werden fast komplett vernachlässigt", betont Hans Uszkoreit, Koordinator von Meta-Net, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Mitherausgeber der Studie.
"Es gibt dramatische Unterschiede bei der Unterstützung der verschiedenen europäischen Sprachen und Technologiebereiche durch Sprachtechnologie. Die Schere zwischen 'großen' und 'kleinen' Sprachen geht immer weiter auf", sagt Georg Rehm (DFKI), ebenfalls Mitherausgeber. "Wir müssen sicherstellen, dass wir alle kleineren und unterversorgten Sprachen mit den nötigen Basistechnologien ausstatten, denn sonst sind diese Sprachen zum digitalen Aussterben verdammt."
Für die Untersuchung haben Wissenschaftler den Stand der Sprachtechnologie für 30 der ca. 80 europäischen Sprachen bewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass bei 21 der 30 untersuchten Sprachen ein digitaler Rückhalt nicht existiert oder bestenfalls schwach ist. Die technologischen Lücken seien signifikant und entstünden vor allem durch die Fokussierung auf die englische Sprache in Forschung und Entwicklung, mangelndes Engagement und geringe finanzielle Ressourcen sowie nicht zuletzt durch fehlende klare Forschungs- und Technologievisionen.
Die Studie dokumentiert und beurteilt für jede der untersuchten Sprachen die sprachtechnologische Unterstützung in vier Anwendungsgebieten: automatische Übersetzung, Erkennung und Generierung gesprochener Sprache sowie Textanalyse und Verfügbarkeit von Sprachressourcen. Insgesamt 21 der 30 Sprachen (70 Prozent) wurden von den Experten mindestens einmal in die schlechteste Kategorie "Unterstützung ist schwach oder nicht existent" eingeordnet. Mehrere Sprachen, zum Beispiel Isländisch, Litauisch und Maltesisch, erhalten diese Bewertung in allen vier Gebieten.
Nur das Englische wurde mit "guter Unterstützung" bewertet, gefolgt von Sprachen wie Niederländisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch mit "moderater Unterstützung". Sprachen wie Baskisch, Bulgarisch, Katalanisch, Griechisch, Ungarisch und Polnisch zeigen nur "fragmentarische Unterstützung", womit auch sie in die Gruppe von Hochrisiko-Sprachen eingeordnet werden müssen.
Europa müsse Maßnahmen ergreifen, um seine Sprachen auf das digitale Zeitalter vorzubereiten, schließen die Forscher. Sie seien "ein wertvoller Bestandteil unseres kulturellen Erbes und als solche verdienen sie Zukunftssicherheit".
Am 26. September wird auch dieses Jahr der Europäische Tag der Sprachen stattfinden und an dieses sprachliche und kulturelle Erbe erinnern. (red, derStandard.at, 20.9.2012)
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I brauch kan depatn Kompjuta, damit i red, wia i red.
Und deitsch red i souwisou nua mit auslendan (Deitschn oda oundaran Tüpn, die koa richtige Sprouch vasteingan). Und wens net Deitsch kinan, doun reid i hoit einglisch.
Owa nua, waü des depate Winwöad ois unterstreicht, wos net keint, hoast deis nou loung nit, das a foisch ist.
"Unterstützung ist schwach oder nicht existent"
Hallo, gehts nou? Brauch ma jetzt scho a Unterstützung, wan ma sou reidn woin, wia uns da schnobl gewochsn is.
Is jo va papier und belistift a nit untastiatzt gwoardn.
I hob jo bis heit a koa Schriftsprouch. I kou jo sou wia i red, nit a amoi schreibn, damits a jeda gscheit vasteht und reid trotzdem sou. Oda glabst, dass jeda vasteht, wos dou hiatz steht?
Aufgrund der mangelnden technischen Unterstützung seitens meines Browsers mag mir der eine oder andere Fauxpas passiert sein.
Leider bin ich auch nicht so geübt in der Verschriftlichung meiner Muttersprache, da ich im alltäglichen Umgang mit elektronischen Gräten immer gezwungen bin, Deutsch zu verwenden.
statt An/Aus nur On/Off, am Umschalter vom Reiserasierer AC/DC, statt Gleichstrom/Wechselstrom, seit ein Kaffee zum Mitnehmen nur noch als "Coffee to go" offeriert wird und kaum einer zu seinem Rechenknecht noch "Rechner" und stattdessen "Computer" sagt... (es könnten noch 1000 weitere Beispiele folgen), kann man davon ausgehen, dass die deutsche Sprache nicht mehr so besonders gut unterstützt wird.
Hat womöglich damit zu tun, dass die Unterschiede so gering sind und deshalb kaum jemand noch übersetzen muss, um zu verstehen.
Ansonsten, bei der Wikipedia z. B., ist bei wiss./math. Problemen alles 1:1; bei philosophischen Problemen tun sich englischsprachige Probanden wesentlich schwerer einen Satz widerspruchslos auszudrücken, daher können sie manchmal froh sein, unterstützung von Deutschsprachigen zu erhalten.
Englisch ist mit seiner nicht-existierenden Morphologie um Welte einfacher als alles, was in Europa sonstnoch so gesprochen wird (außer Esperanto, natürlich).
Was ich meinte, hat mit der maschinenellen Verabrbeitung zu tun, nicht mit dem Lernen-Sollen.
Aber grundsätzlich ist Mandarin (wir jede andere isolierende Sprache) leichter zu verarbeiten als Deutsch mit seinem komplizierten und ziemlich verworrenen Suffix-System.
Warum sollte das, was für Maschinen einfach ist, auch für Menschen einfach sein? Nach der gleichen Argumentation sollten wir alle in Assembler programmieren.
Und wer es nicht glauben will, der spricht strafhalber yuao in allen vier Tönen aus...
Stimmt schon. Aber man stellt trotzdem fest, daß die Mehrheit der Sprachen weltweit ein bißchen mehr Morphologie als Chinesisch (und andere Sprachen der Region, Vietnamesisch ist da ja z.B. ganz ähnlich).
Also dürfte der „Vorteil“ der isolierenden Sprachen nicht sooo toll sein, oder durch entsprechende Nachteile aufgewogen werden.
Lesen Sie doch einmal eine Türkisch-Grammatik. Da hat alles seine Silbe, die an irgendetwas drangepappt wird, und das funktioniert so regelmäßig und flexibel wie ein Baukasten ; Ausnahmen gibt es praktisch nicht.
Das trifft meine Vorstellung von „elegant“ ziemlch genau. Ist aber nur natürlich nur Geschmackssache.
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