Jeder Zweite will mehr Finanz im Unterricht

Zudem gilt es für zwei Drittel der Österreicher, Wissenslücken zu stopfen

Wien - Fast zwei Drittel der Österreicher finden, sie sollten eigentlich mehr wissen, wenn es um Wirtschafts- und Finanzthemen geht. Die Hälfte der Befragten sagt, Gelderziehung sei zu wenig in den Lehrplänen verankert, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen IMAS-Umfrage hervor. Auftraggeber war die Erste Bank.

Freunden und Bekannten gibt die Hälfte der Österreicher einen Dreier (Schulnotensystem), gefragt wie gut eben diese im Allgemeinen über Finanzthemen Bescheid wissen. Nur jeder Zehnte vergibt hier ein "Sehr Gut".

55 Prozent der 900 Befragten halten es für wichtig, dass sich auch Banken dem Thema Gelderziehung widmen. Außerdem sagen in Summe 84 Prozent, Gelderziehung müsse spätestens in der Volksschule beginnen. (APA, 20.9.2012)

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genau, wir erklären den kids das geld-finanz-politsystems

seids wahnsinnig?

die erzählen das zu hause weiter, lesen bücher drüber, die sie selber nie gefunden hätten und veranlagen ihr geld vernünftig, billiger und besser als die ganze branche zusammen.

genau, das ist wie steuern vereinfachen und die steuerberater abschaffen .... da gibts die revolution (analog zu henry ford, der genau das meinte), wenn das gscheit gmacht werden würde und die leute selbstverantwortlich geld verdienen würden.

Wer soll unterrichten?

Die heutigen Lehrer?
*Lachkrampf*

notwendig ist ein unterricht im finanzwesen sicher, schon beginnend mit der persönlichen finanz- und liquiditätsplanung. nur: den entsprechenden lehrplan dürfen nicht die banken machen.

Solange es in Österreich zum guten Ton gehört, Mathematik "zu trocken" zu finden und keine Ahnung von Dingen zu haben, die über die 4 Grundrechnungsarten hinaus gehen, braucht man nicht von "Finanzunterricht" zu sudern.

ich wäre auch für einen finanzunterricht, dann würde das gesudere über die geldschöpfung aufhören und die leute vlt. befähigt einen schritt weiter zu denken als sich ihre bildung aus iwelche youtube-videos zu holen in welchen das system anhand von beispielen erklärt wird worin alle GLEICHZEITIG ihre schulden zurückbezahlen...dass das nicht geht, naja...no na ned...

das eigentliche problem am zins ist seine umverteilungswirkung. mal ganz abgesehen davon, dass kapital bzw. wagnis mittlerweile einen recht diskutablen stellenwert erreicht haben. der zins bedingt die umverteilung von arm zu reich. ihn alleine hierfür verantwortlich zu machen ist auch falsch, aber er ist einer von vielen faktoren.
die dogmatiker hier, die im zins alles übel sehen und einen monokausalen zusammenhang herstellen verweigern sich einer breiteren diskussion und reduzieren alles negative auf dieses eine problem. löst das mit dem zins und alles wird gut...so sehr der vorwurf gerechtfertigt sein mag, dass vwl-modelle zu kurz greifen, so sehr zu kurz greift das alleinige festmachen der probleme am zins...

--- löst das mit dem zins und alles wird gut...

Das dies die Abschaffung dessen ist wird leider nicht verstanden und die Banken wollen gar nicht, dass es verstanden wird!

und was wären die zusätzlichen probs?

Wenn man sich die privatkonkurse und unternehmensinsolvenzen anschaut, wäre es nur wünschenswert. Bwl und vwl gehört auch noch mit reingenommen.

Grundsätzlich wäre es sinnvoll, im real existierenden Österreich würde dieser "Unterricht" aber wohl im Verteilen einiger Werbebroschüren von Raiffeisen, Erste & Co sowie in Vorträgen einiger netter, geladener Bankmitarbeiter bestehen. Deshalb lieber doch nicht.

Was denn noch alles?

Wenn das so weitergeht mit den Erziehungsaufgaben, die man der Schule anhängt, dann muss man aber auch mal die Konsequenz ziehen und das ganze System umstellen, sprich verpflichtender ganztätiger Kindergarten ab 3 und die Schullaufbahn dann ebenso in einer Ganztagsschule. Das aktuelle Schulmodell ist jedenfalls nicht dazu da die Erziehungsaufgaben der Eltern zu übernehmen und kann das auch überhaupt nicht. Man muss sich dann halt aussuchen was man will. So wie es derzeit läuft kommen alle zu kurz.

Man kann auch pointiert formulieren,

dass jeder zweite Österreicher ausführlicher in kriminelle Belange eingeführt werden will.

Überraschend

Man sollte meinen die Banken und finanzindustrie lebt sehr komfortabel durch diese Unwissenheit ...

Buy low - sell high

thats it!

Buy Low (100%) sell High (120%) bei einer Inflationsrate von 25% = Verlust!

die größte erfindung des menschlichen geistes?

die zinseszinsen! [A. Einstein]

danke, lieber standard, für diesen subtilen witz :)

Was die Leute sich dann denken,

wenn sie im Unterricht als erstes erfahren: Geld ist einfach nur Betrug. Von der Masse einigen wenigen gestattet.

Wofür sind die Eltern eigentlich noch Eltern wenn scheinbar eh jede ERziehung- und Vorbildrolle abgegeben wird?

Anstatt die Schule mit allerlei Sachen zu überschütten sollten Eltern sich einmal fragen ob sie nicht nur da sind um Kinder zu bespielen und beim wachsen zu zusehen.

?????

Gerade die im Artikel angesprochen "Finanzthemen" sind ein gutes Beispiel dafür, dass Eltern nicht alles leisten können.

Wenn Eltern zu diesen "Finanzthemen" selber kein ausreichendes Wissen haben, was sollen Sie dann an ihre Kinder weitergeben ?

Da werden die Kinder wohl ziemlich ungläubig gucken

wenn man ihnen erzählt, dass die Banken Geld aus dem Nichts schöpfen. Das wissen wahrscheinlich auch einige Eltern noch nicht.

Ob bei dieser "Gelderziehung" dann auch erklärt wird, wie unser Geld entsteht?

Und warum Zinsen und Zinszins zu dem sehr unguten Zwang des ewigen Wirtschaftswachstum führen? Und warum immer mehr Schuldner ihrer Schulden nicht zurück zahlen können?

Nein, das geht nicht. Themen wie Geldschöpfung sollten nicht erwähnt werden. Da könnte ja der eine oder andere mal selber nachdenken. Oder das Worte wie "Finanzierungen" und "Kredite" doch nur andere Worte für Schuldenmacherei sind? Au, weh, nein, auf keinen Fall darf man sowas lehren.

Nur so weichgespühlte Phrasen wie vom Herrn Nowotny, das geht. Das ist tolles Wissen um die Finanzwelt. Und von einen wirklichen "Experten". Und das ist auch so schön rosarot weich.

Warum haben Zinsen den Zwang zum Wachstum?

Ein Beispiel: Die Nationalbank "macht" Geld, sagen wir 1.000.000€, und verleiht es anderen Banken mit einem bestimmten Zinssatz. Diese Bank verleiht es dann wieder an Einzelpersonen um einen höheren Zinssatz weiter.
Dann sind 1.000.000€ im Umlauf, allerdings gibt es Forderungen in der Höhe von 1.000.000€ + die Zinsen die die Einzelpersonen der Bank schulden + die Zinsen die die Bank der Nationalbank schuldet. Also muss neues Geld in den (Teufels-)Kreislauf gepumpt werden.

weshalb muss neues geld in den kreislauf? was macht denn die bank mit dem geld?
angenommen die zb gibt der bank das geld welche es auf 5 jahre zurückbezahlt mit 220.000 p.a.,
die bank wiederum vergibt dieses geld als kredit an 10 personen welche 24.000 p.a. an die bank bezahlen. unterm strich also 1.100.000 von der bank an die zb und von den privaten 1.200.000 an die bank. warum muss der zins durch neuen kredit entstehen, wenn pro jahr lediglich 240.000 bzw. 220.000 an tilgung uns zins zu bezahlen sind? reicht ihrer meinung nach die million hierfür nicht aus?

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