Wiener Werkbundsiedlung mit App und im Web

20. September 2012, 11:14
  • Die iPhone-App der Werkbundsiedlung, mit "Highlights-Tour", Audio-Guide und ...
    screenshot: derstandard.at

    Die iPhone-App der Werkbundsiedlung, mit "Highlights-Tour", Audio-Guide und ...

  • ... Detailinfos zu den Häusern und Einrichtungen.
    screenshot: derstandard.at

    ... Detailinfos zu den Häusern und Einrichtungen.

Architekturjuwel in Hietzing bekommt zum 80-jährigen Bestandsjubiläum erstmals auch eigene Online-Auftritte

In bzw. rund um die Woinovichgasse in Wien-Hietzing (13. Bezirk) befindet sich eines der bedeutendsten Beispiele der modernen Architektur in Wien: Die "Werkbundsiedlung", ein Prototyp des modernen Siedlungsgedankens der Zwischenkriegszeit, entstand in den Jahren 1930 bis 1932 unter der Leitung des bekannten Architekten Josef Frank und unter Mitwirkung von insgesamt 32 namhaften Architektenteams der Moderne.

Derzeit wird sie gerade aufwändig Zug um Zug saniert, ein Besuch lohnt sich für Architekturinteressierte dennoch jederzeit. Und um diesen so informativ wie möglich zu machen, hat die Stadt Wien in Kooperation mit dem Wien Museum nun eine "App" für Smartphones erstellen lassen. Diese eignet sich naturgemäß besonders gut dafür, einen Spaziergang durch die bedeutende Siedlung zu unternehmen, in dessen Verlauf alles Wissenswerte zu den Häusern und den Einrichtungen bequem vom Bildschirm abgelesen werden kann.

Neue Website

Anlass für das "virtuelle Museum", für das Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) am Donnerstag den offiziellen Startschuss gab, ist das 80-jährige Bestandsjubiläum des Architekturjuwels. Die Website werkbundsiedlung-wien.at wurde freigeschalten, auf ihr kann man sich schon vorab informieren. Die App - erhältlich sowohl im App-Store als auch im Android-Market - enthält auch eine "Highlight-Führung" im Audioformat, vergleichbar mit einer Audio-Guide-Lösung in einem konventionellen Museum. Die Smartphone-Applikation kann im jeweiligen Store kostenfrei heruntergeladen werden.

Für Nicht-Smartphone-Nutzer wurde ein Infopoint mit Free-WLAN-Station und Touchscreen geschaffen, der ebenfalls kostenfreien Zugang zu allen Informationen bietet. (Er befindet sich an Stelle des früheren Trafohauses, angrenzend an die Adresse Woinovichgasse 32.) Alle Inhalte werden zudem auch in Englisch angeboten. Weiters soll das inhaltliche Angebot auch nach und nach erweitert und mit aktuellen Informationen, beispielsweise zur laufenden Sanierung, ergänzt werden, so Ludwig in einer Aussendung. (red, derStandard.at, 20.9.2012)

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4 Postings
noch netter ist,

...dass die unter Freunden vereinbarten Mieten in dieser Lage nicht ausreichen die Häuser zu erhalten.
Umverteilung auf hohem Niveau

ist ja nett

aber der soziale Aspekt der Werkbundsiedlung ist völlig ins Hintertreffen geraten.
Die Leute die dort wohnen sind nicht bedürftig - die Neuvergabe erfolgt nur mit Vitamin B...

Müssens nicht neidig sein, die Räumlichkeiten dort sind nach heutigen Standards winzig klein.

Das hat nichts mit Neid zu tun...

Das Entgelt für die Benützung - mit Ausnahme sozial bedürftiger - sollte zumindest die Erhaltung gewährleisten.
Die Wohnbauförderungsmittel, rd. 3 Milliarden jährlich - von allen "arbeitenden" zu bezahlen - sollten in den Neubau fliesen um jungen Familien eine Starthilfe zu sein.
Alles Andere ist nur Sozialschmarotzertum.

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