Österreich bleibt für Vanek eine Option

  • Kein Stress.
    foto: apa/fohringer

    Kein Stress.

Alle Vorbereitungsspiele abgesagt - Kurzarbeit für NHL-Angestellte - Viele Superstars schon in Europa

New York/Buffalo - Die nordamerikanische Eishockeyliga NHL hat am Mittwoch wegen des ungelösten Tarifstreits alle Vorbereitungsspiele bis Ende September abgesagt. Somit ist auch der für den 11. Oktober geplante Start in die neue Saison mehr als fraglich. Ursprünglich sollten die 30 Teams an diesem Freitag mit ihren Trainingscamps beginnen, im September waren 60 Testspiele angesetzt.

Kurzarbeit für NHL-Angestellte

Da sich die Teambesitzer mit der Spielergewerkschaft NHLPA bisher nicht auf einen neuen Tarifvertrag verständigen konnten, sind die mehr als 700 Profis seit dem 16. September von ihren Vereinen ausgesperrt. Es ist der dritte sogenannte "lockout" nach 1994 und 2004/05. Die NHL hat unterdessen ihren Angestellten mitgeteilt, dass sie ab dem 1. Oktober nur noch eine viertägige Arbeitswoche haben und Gehaltseinbußen von 20 Prozent hinnehmen müssen.

Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Zuletzt saßen beide Seiten am Mittwoch der Vorwoche am Verhandlungstisch, weitere Treffen sind vorerst nicht geplant. Viele Spieler, darunter Superstars wie Alexander Owetschkin (Dynamo Moskau), Jewgenij Malkin (Magnitogorsk), Pawel Dazjuk (ZSKA Moskau), Ilja Kowaltschuk (St. Petersburg), Jaromir Jagr (Kladno), Joe Thornton (Davos), Rick Nash (Davos) oder Jason Spezza (Rapperswil-Jona), haben mittlerweile schon bei europäischen Clubs unterschrieben. 

Vanek wartet ab

Wann und ob auch Österreichs Star Thomas Vanek nach Europa oder Österreich kommt, ist offen. "Thomas Vanek hält sich die Option offen, im Falle eines längeren Lockouts in Österreich zu spielen. Dies ist allerdings nur eine von mehreren Möglichkeiten", hieß es in einem offiziellen Statement auf seiner Homepage, das von ihm und seinem Manager Herwig Straka gezeichnet ist.

Der 28-Jährige trainiert derzeit mit rund 20 anderen Spielern der Buffalo Sabres in Buffalo. Solange die Trainingsgruppe zusammen bleibt und "die Trainingsmöglichkeiten akzeptabel bleiben, wird es keinen Wechsel nach Österreich oder Europa geben". Vorerst will Vanek ohnehin noch zuwarten. "Thomas Vanek möchte die nächsten Wochen und Verhandlungen zwischen NHLPA und NHL abwarten, bevor er eine Entscheidung über ein mögliches Engagement außerhalb der USA trifft", gaben er und sein Management bekannt. (APA/Reuters/dpa; 20.9.2012)

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