"Curiosity" beobachtet die Sonnenfinsternis am Mars

Ansichtssache

Mond Phobos schob sich von unserem Nachbarplaneten aus gesehen vor die Sonne

Washington - Gut sechs Wochen nach seiner Landung hat der Mars-Rover "Curiosity" Fotos von einer Sonnenfinsternis zur Erde geschickt. Als sich Phobos, einer der zwei Mars-Monde, am Mittwoch langsam vor die Sonne schob, richtete "Curiosity" seine Kameras in den Himmel, um das Spektakel aufzunehmen.

foto: reuters/nasa/jpl-caltech/msss

Sonnenfinsternisse kommen auf dem Mars häufiger vor als auf der Erde, da sich zwei Monde um den Mars drehen. Während Mond Deimos rund 30 Stunden für eine Marsumrundung braucht, benötigt Phobos dafür nur etwa acht Stunden. Laut Wissenschaftlern gibt es am Mars so etwas wie eine Sonnenfinsternis-Saison. Das Naturschauspiel hat bereits in der vergangenen Woche begonnen.

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Der eigentliche Auftrag von "Curiosity" ist aber nicht die Rolle als "Astronom", sondern die Suche nach Hinweisen auf mikrobakterielles Leben am Mars. Seit der Rover Anfang August auf dem Mars gelandet ist, hat er zahlreiche Bilder zur Erde geschickt. 

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Der "Rover" landete im Bereich des Gale-Kraters, seither hat er knapp 300 Meter des Weges nach seinem "Glenelg" benannten, ersten Zielort zurückgelegt.

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Am Freitag soll der Rover seine erste große Gesteinsanalyse starten. Nach NASA-Angaben wird "Curiosity" seine Fahrt über den Roten Planeten einige Tage unterbrechen, um mit seinen Instrumenten einen 25 Zentimeter hohen und 40 Zentimeter breiten Stein unter die Lupe zu nehmen. Dabei soll er unter anderem dessen chemische Zusammensetzung überprüfen.

Bereits Ende August hatte der Roboter bei einem Test einen faustgroßen Gesteinsbrocken untersucht. "Curiosity" soll auf seiner zweijährigen Mission nach Spuren von Leben auf dem Mars suchen. (APA/red, derStandard.at, 20.9.2012)

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