Athen nähert sich Geldgebern an

20. September 2012, 09:21
  • Für weitere Auszahlung einer weiteren Hilfstranche muss Griechenland insgesamt 11,5 Milliarden Euro einsparen.
    foto: ana-mpa/orestis panagiotou

    Für weitere Auszahlung einer weiteren Hilfstranche muss Griechenland insgesamt 11,5 Milliarden Euro einsparen.

Die Troika erkannte bisher 9,5 Milliarden Euro an. Damit eine weitere Hilfstranche ausgezahlt wird, muss Griechenland 11,5 Milliarden Euro einsparen

Athen - Griechenland und seine internationalen Geldgeber sind nach Angaben aus Regierungskreisen bei den Grundzügen für weitere Einsparungen nicht mehr weit auseinander. Die Gespräche gingen zwar noch weiter, in wichtigen Fragen habe man sich aber angenähert, sagte ein Regierungsvertreter. "Wir stehen jetzt bei (Einsparungen von) 9,5 Milliarden Euro."

Abschluss bis Sonntag angepeilt

Die Geldgeber EU, EZB und IWF hätten ursprünglich 4 Milliarden aus dem von der Regierung vorgelegten 11,7-Milliarden-Euro-Sparpaket nicht akzeptiert, hätten inzwischen aber Maßnahmen zugestimmt, die zu 9,5 Milliarden Einsparungen führten. Man hoffe, bis Sonntag zu einem Abschluss zu kommen, hieß es.

Wird das Vorhaben umgesetzt, kommen auf die Griechen weitere Lohn- und Rentenkürzungen sowie Einschränkungen bei Sozialleistungen etwa für Menschen mit Behinderungen zu. Es wird daher mit neuen Massenprotesten gerechnet. Am Donnerstag wollen die Metro-, Eisenbahn- und Tram-Beschäftigten in Athen streiken. Für die nächste Woche haben die Gewerkschaften einen Generalstreik ausgerufen. Unter den Koalitionspartnern herrscht griechischen Medien zufolge unter anderem Uneinigkeit über eine weitere Heraufsetzung des Pensionseintrittsalters von 65 auf 67 Jahre.

Nachdem sich beide Seiten auf die weiteren Einsparungen verständigt haben, werden sich die Geldgeber der Frage zuwenden, ob das Land seine Zusagen erfüllt hat, die es im Gegenzug für Milliarden-Hilfen eingehen musste. Davon ist abhängig, ob Griechenland weitere 31 Milliarden Euro aus dem Hilfsprogramm ausbezahlt bekommt. Allgemein wird erwartet, dass Griechenland die Zusagen nicht komplett umsetzen konnte. Gleichwohl hielt sich die Kritik der Geldgeber zuletzt in Grenzen. Die Debatte darüber, ob Griechenland aus dem Euro-Raum austreten sollte, ist abgeebbt. Das liegt auch im Interesse der Euro-Partner, die verhindern wollen, dass sich die Krise in Griechenland zuspitzt und dann größere Euro-Volkswirtschaften wie Italien oder Spanien ebenfalls in den Abwärtsstrudel gezogen werden. (APA, 20.9.2012)

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18 Postings
Da kann doch was nicht stimmen...

...ok, sollen die Griechen diese Einsparungen von 9,5 Mrd.€ geschaft haben, aber woher kommt das ??

Wie kann es sein, dass Griechenland jetzt "gut" da steht, obwohl keiner einen Job hat.

Einsparungen sind ja kein Vermögen. Und Vermögen gibt es ohne Wirtschaft nicht. Und Wirtschaft gibt es ohne arbeitendes Volk nicht.

Also was soll so toll an der Situation sein, lt. Troika??

...Athen nähert sich Geldgebern an... das ist eine gefährliche Drohung! Sofort die Hände aufs Gedltascherl legen und auf die Uhr aufpassen

Von wegen "Schuldenschnitt": 24 der 31 MRD gehen an griechische Privatbanken

http://www.heise.de/tp/artike... 647/1.html

Athen nähert sich Geldgebern an

Sie versprechen alles und halten nichts.
Nichts neues....
Was spielt es auf dem anderen Kanal?

"... sowie Einschränkungen bei Sozialleistungen etwa für Menschen mit Behinderungen zu."

Bravo, find ich gut.

So bleibt mehr von unserem geld für unsere banken! Die brauchen's ja.

sagte ich schon, dass GR nicht unser problem ist,

sondern die franzmänner:

http://www.ftd.de/

ich glaub schon (öfters).
da gehts dann richtig um die wurscht.
aber ein bisserl zeit hamma ja nu. womöglich.

Sind die 9,5 Mrd. EUR brutto (inklusive Bestechungsgelder) oder netto (exklusive Bestechungsgelder)?

Das sind doch alles nur Luftrechnungen

und nicht den Computer wert, auf dem sie erstellt wurden.
Die sind in einigen Wochen schon wieder obsolet und werden von der Rezession aufgefressen - genau solche Nahrung will die Rezession - da wird sie schön gemästet.
Bei Griechenland kann man beobachten, wie ein Land ins Chaos, Anarchie und vielleicht auch bürgerkriegsähnliche Zustände getrieben wird.

Haben's noch was vom Tafelsilber übrig?

Oder wollen's ihrer Bevölkerung lieber gleich noch das letzte Hemd wegnehmen?

eine weitere reihe bloßer absichtserklärungen an die sich die griechen nicht einmal im traum zu halten gedenken

Das Programm ist auf dem richtigen Wege!

Es wird nun auch bei Sozialausgaben für Behinderte gespart. Liest man in anderen Medien wie Format.

Man muss eben wirklich bei allen sparen! Aber nicht alle sind gleich.....

Ja, ein Programm ganz im Zeitgeist.

Behinderte, Pensionisten und Geringverdiener sind ja keine Leistungsträger und müssen - so wie es aussieht - aussortiert werden. Diese Menschenverachtung ist kaum mehr auszuhalten. Strukturreformen, Verhinderung der Steuerhinterziehung und Einbindung der Reichen in die Finanzierung des Staates sind offensichtlich keine Optionen. Lieber nimmt man jenen, die ohnedies nichts haben. Das ist Sozialdarwinismus der schlimmsten Form.

Norwegen hat angeblich fast 700 Mrd Euro

Zielldgagt wollen die etwas für Griechenland tun...

warum sollte norwegen seine ersparnisse im griechischen finanzloch versenken?

griechenland muß zuerst einmal etwas ändern. bis jetzt wurde noch kein unnötiger und auch kein korrupter beamter entlassen. kein staat kann sich auf dauer ein derart aufgeblähtes beamtenheer leisten.
auch bei den korrupten politikern geschieht nichts.

ich zweifle stark daran, dass die Griechen noch Vorteile aus der EU-Mitgliedschaft schöpfen. Bürgerkriegsähnliche Zustände, und kein Ende in Sicht, Argentinien hat immerhin die Konsequenzen aus der Dollar-Bindung gezogen, und nach der Währungsreform einen Neustart umgesetzt. Das Szenario in Griechenland ist ein Schrecken ohne Ende, wobei es dazu nur um die Zufriedenstellung der Gläubiger geht.

Wer Jahrzehnte im Schlaraffenland gelebt hat

wird nicht von heute auf morgen alle angehnehmen Dinge abgeben.

Ich erinnere mich heute noch an ein Interview mit einem griechischen Pärchen, so knappe 30 Jahre alt.

Schlecht bezahlte Jobs müssen sie ausüben, keine Aussichten, alles schlecht, sie überlegen Griechenland zu verlassen.

Aber die Wohnung war der Hammer, toller Fernseher, tolle Couch, tolle Möbel, tolle Küche, alles vom Feinsten.

Schlaraffenland halt.

Wirklich aus der breiten Masse?

Und Ihr Beispiel ist natürlich representativ für ganz Griechenland...

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