Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ich trage meine Geldbörse immer in meiner rechten hinteren Hosentasche.
Pro: Abgeschreckt
Von Eric Frey
Taschendiebe, aufgepasst: Ich trage meine Geldbörse immer in meiner rechten hinteren Hosentasche. Diese ist in allen meinen Hosen ausgebeult, und manche haben ein Loch gerade dort, wo der Münzschrott, von dem ich immer viel zu viel dabei habe, gegen den Stoff drückt. Manche Beinkleider haben einen Knopf, der die Börse vor dem Herausrutschen schützt. Gerade beim Radfahren passiert das leicht: Schon öfters hörte ich jenes Platsch, das ertönt, wenn das zwischen Hintern und Sattel eingezwängte Portemonnaie in die Freiheit flüchtet. Zum Glück fing ich den Ausreißer immer wieder ein.
Gelegentlich steckt die Börse in meinem Sakko, doch sobald ich es ausziehe, was ab 18 Grad Raumtemperatur fast zwingend ist, landet sie wieder dort, wo es heiß und eng ist. Zugegebenermaßen ein blöder Platz - aber immer noch besser als jene Damenhandtaschen, bei denen sich Langfinger regelmäßig bedienen. Mein Arsch hat Diebe bisher immer abgeschreckt. Ich hoffe nur, sie lesen kein RONDO und denken sich: Dem zeig' ma's jetzt!
Kontra: Abgespeckt
Von Michael Völker
Seien wir doch ehrlich: Es geht um den Popsch. Po. Arsch. Knacka... Wie Sie wollen. Auch bei den Männern. Weil auch Männer einen schönen Popsch haben wollen und weil auch Frauen den Männern auf den Popsch schauen, das hab ich ganz genau gesehen. Und da stört: genau, die Geldtasche. Männer haben ja meistens nicht ein schlankes Portemonnaie mit einem einsamen Hunderter in der Gesäßtasche stecken, sondern eine fette Knackwurscht mit dutzenden Kredit- und Kundenkarten, Rechnungen, Dokumenten, Fotos und Fahrscheinen, im schlimmsten Fall auch noch Kleingeld. Das macht einen hässlichen, einen unförmigen Popsch.
Also raus mit der Geldtasche und - ja, wohin? Handtascherln gehen bei Männern gar nicht. Wären zwar praktisch, aber diese Schleudern am Handgelenk schauen wirklich jenseitig aus. Coole Umhängetaschen sind die Lösung. Gibt es für den eleganten oder sportiven Herren mittlerweile in allen Größen. Man muss die Taschen nur seitlich tragen, nicht über dem Popsch. Eh logisch, oder? (Rondo, DER STANDARD, 21.9.2012)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Wenn das Portemonnaie eine "fette Knackwurscht" ist, ist das ja schon der erste Fehler. Ich hab irgendwann das ganze unnötige Klumpert rausgeschmissen und mir ein ganz dünnes Ding mit einigen Fächern (nicht diese üblichen Klappdinger) gekauft. Was braucht man denn wirklich? Ein paar Geldscheine, Zulassungsscheine, FS, Kreditkarte, Bankomatkarte, e-card und 1,2 andere Karteln. Fertig. Ist nicht einmal 1 cm dick und meist im Sakko. Nur wenns gar nicht anders geht in der Po-Tasche und da sieht mans kaum, weil es so dünn ist. Münzen gehören sowieso in den Hosensack.
Rechts vorne: Handy, Schlüssel, MP3 Player, Taschenmesser (und in dieser kleinen Tasche über dem Hosensäckl links transportiere ich unnötiges Kleingeld)
Links vorne: Geldtasche
Und hinten präsentier ich meinen Hintern in voller Pracht.
Die einfachste Lösung: Sakko! Das ist meine Herrenhandtasche. Habe diese Michelin-Clowns noch nie verstanden: richtige Bunckeln haben die eingesteckt!
Ad schlanke Geldtasche: tägliches Entleeren in ein Kisterl neben der Eingangstür wirkt wunder.
Kreditkarte, Ausweis und reichlich Cash (=King) sollte reichen.
Bargeld sollte nach meinem Opa immer ausreichen eine zufällig auftretende Frau in ein exzellentes Restaurant, folgende Zechtour und eine Nacht in einem Hotel einzuladen. Hat sich bewährt!
Nein. Kommt natürlich auf den Ort an. In Wien ca. 4-500. Essen kein mehrgängiges Spektakel, wäre unpassend mit einer Zufallsbekanntschaft, sondern eher anregender Imbiss. Zechtour entweder hip und angesagt oder Piano-Cocktails (nicht zu soigniert). Hotel eher solides, anonymes 4 Stern. In der Luxuskategorie läuft einem sonst in der Früh noch wer Bekannter über den Weg.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.