Georgien: Proteste nach Foltervideo aus Gefängnis

Zuständige Ministerin zurückgetreten - Zehn Mitarbeiter des Strafvollzugs verhaftet

Tiflis - Videos mit brutalen Vergewaltigungsszenen und der Folter von Gefangenen haben in der Südkaukasusrepublik Georgien tausende Menschen zu Protesten auf die Straße getrieben. "Seit Jahren berichten Menschenrechtler über schlimmste Gewalt in Gefängnissen. Das ist der erste Beweis", sagte die regierungskritische Journalistin Schorena Schawerdaschwili am Mittwoch bei den Demonstrationen der Nachrichtenagentur dpa in Tiflis.

Die Staatsanwaltschaft ließ zehn Mitarbeiter des Strafvollzugs festnehmen, die zuständige Ministerin reichte ihren Rücktritt ein. In der früheren Sowjetrepublik wird am 1. Oktober ein neues Parlament gewählt. (APA, 19.9.2012)

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