Nach Ryanair-Pannen in Spanien: Austro Control ortet keine Probleme

  • Ryanair-Chef Michael O'Leary vermutet, dass Spanien seiner Fluglinie absichtlich schaden will. Unterstützung erhält er von der internationalen Flugaufsicht IAA.
    foto: apa/dpa/fredrik von erichsen

    Ryanair-Chef Michael O'Leary vermutet, dass Spanien seiner Fluglinie absichtlich schaden will. Unterstützung erhält er von der internationalen Flugaufsicht IAA.

Wegen niedriger Tankstände und technischer Defekte mussten mehrere Maschinen der Billigfluglinie notlanden

Wien  - Österreichische Ryanair-Passagiere müssen sich nach der Pannenserie der Airline in Spanien nach Angaben der Austro Control keine Sorgen machen. "Uns sind keinerlei Unregelmäßigkeiten bekannt", sagte ein Sprecher. Es würden regelmäßig sowohl angekündigte als auch unangekündigte Kontrollen durchgeführt, was für alle Fluglinien gelte.

Hintergrund: Die spanische Flugaufsicht wirft Ryanair vor, die Sicherheit zu vernachlässigen. Entzündet hatte sich der Streit, nachdem drei Maschinen der Airline im Sommer notlanden mussten. Die Jets mussten wegen schlechtem Wetter und niedrigen Tankständen auf den Boden. Am Wochenende entbrannte der Konflikt erneut, nachdem zwei weitere Ryanair-Flugzeuge in dem Land außerplanmäßig landen mussten - diesmal wegen technischer Defekte.

Ryanair spricht von "inakzeptabler Kampagne"

Ryanair-Chef Michael O'Leary wies die Vorwürfe vehement zurück. Die Fluglinie beachte sämtliche europäischen Richtlinien und Standards, schrieb O'Leary in einem Brief an die spanische Verkehrsministerin. Vielmehr schadeten die Spanier seinem Unternehmen absichtlich. Die Behörde sei "in eine inakzeptable Kampagne verwickelt, um den guten Namen von Ryanair zu ruinieren", schrieb er. O'Leary monierte zudem, dass die Behörde lediglich die Probleme von Ryanair publik mache. Andere Airlines wie Iberia oder die Billiggesellschaft Vueling hätten im Vergleich zur Anzahl der Flüge ähnlich häufig Zwischenfälle gemeldet.

Um die Vorwürfe aufzuklären, schaltet sich nun die irische Flugaufsicht ein. Zusammen mit den Kollegen von der spanischen Luftsicherheitsbehörde werde ein Team aus Irland einen der Zwischenfälle untersuchen, teilte die Flugaufsicht IAA am Dienstagabend mit. Unter die Lupe nehmen die Beamten einen Flug von Paris auf die Kanareninsel Teneriffa, der wegen eines technischen Problems in Madrid landen musste.

Die IAA stellt sich gleichzeitig demonstrativ hinter Ryanair. Die Fluggesellschaft werde von der Behörde "streng überwacht" und die "Sicherheitsstandards, die gleichauf mit den sichersten Airlines in Europa sind, werden erfüllt". Ryanair kommt aus Irland und hat am Flughafen Dublin seine Heimatbasis. (APA/Reuters, 19.9.2012)

Share if you care