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Regeln vereinfachen das Lüften im Großraumbüro.
Gerade in der Übergangsjahreszeit wird das Lüften im Büro mühsam, sofern man das Öffnen des Fensters basisdemokratisch zu lösen versucht. Für den einen Kollegen ist die Luft zu kalt, für den anderen zu warm. Wer stichhaltige Argumente braucht, wird in der aktuellen Studie "Lüftungsregeln für freie Lüftung" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fündig.
Optimale Belüftung lässt sich berechnen. Der BAuA-Forschungsbericht beantwortet unter anderem folgende Fragen: Wie lange muss gelüftet werden? Was ist besser, das Stoßlüften oder das Kippen der Fenster? Eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Ausschusses für Arbeitsstätten (ASTA) berechnete eine technische Regel für die ausreichende und wohltuende Lüftung von Arbeitsstätten.
Es gibt viele Ansprüche an das Raumklima: Das Wohlbefinden von Beschäftigten hängt stark von Zugluft, trockener Luft, verbrauchtem Sauerstoff oder der Raumtemperatur ab. Um der technischen Regel eine wissenschaftliche Grundlage zu geben, führte die Firma "Klimakonzept" im Auftrag der BAuA einen Feldversuch in einem Büro mit Fensterlüftung durch - und zwar im Winter. Dabei wurden sowohl die stationäre Lüftung (Spaltlüftung) als auch die Stoßlüftung untersucht. Die aus Laborversuchen bekannten Grenzen für die thermische Behaglichkeit sind auf Büroräume übertragbar.
Die Erhebung erläutert, wie Kippfenster - je nach Außentemperatur und Windstärke - eingestellt werden müssen, damit sich die Personen im Raum wohlfühlen. Eine Kombination aus Spalt- und Stoßlüftung ist laut Experten ratsam. Ein überraschendes Resultat zum Energieverbrauch: Bei den Versuchen zeigte sich, dass Stoßlüftung energetisch nicht unbedingt günstiger ist als Dauerlüftung. (red, derStandard.at, 21.9.2012)
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