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Wien - In Wien soll sich in Zukunft die Ausbildung von Lehrlingen noch mehr bezahlt machen. Die Stadtgemeinde wird in Zukunft bei der Direktvergabe von Bauaufträgen Betriebe mit Lehrlingsausbildung besonders berücksichtigen. Ein entsprechendes Pilotprojekt werde Anfang 2013 gestartet, teilte der Wiener Bildungs- und Jugendstadtrat Christian Oxonitsch am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) begrüßen die Initiative als wichtigen Meilenstein. Parteiübergreifend gab es Zustimmung.
In Wien sind Maßnahmen zur Frauenförderung bereits seit längerer Zeit ein wichtiges Kriterium, wenn Betriebe ihre Chancen auf den Erhalt öffentlicher Aufträge erhöhen wollen. Nun soll dasselbe auch für die Lehrlings- und Berufsausbildung gelten. Mit dem Projekt sollen bei Direktvergaben von Bauaufträgen jene Unternehmen verstärkt berücksichtigt werden, die Lehrlinge beschäftigen. Nachdem die duale Lehrausbildung zwar für Österreich typisch ist, in anderen EU-Ländern jedoch nicht, wird das Projekt auch nicht für grenzüberschreitende Ausschreibungen gelten. Dennoch werden von dieser Maßnahme zigtausende Aufträge erfasst sein, so Oxonitsch.
"Die heute präsentierte Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei Aufträgen der Stadt Wien ist ein echter Meilenstein", so Patrick Hainzl, Lehrlingsvorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Jugend Wien in einer Aussendung. Diese Maßnahme diene dazu, dass nun wieder mehr Betriebe in die Ausbildung von jungen Menschen investieren und sich damit ihrer sozialen Verantwortung stellten.
Nur 9 Prozent der Wiener Betriebe in der Privatwirtschaft würden Lehrlinge ausbilden, gleichzeitig werde aber über einen angeblichen Fachkräftemangel geraunzt, kritisiert Hainzl. "Diese Maßnahme ist ein erster wichtiger Meilenstein, doch der nächste muss in Form eines Berufsausbildungsfonds folgen", fordert Hainzl.
Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) spricht sich für die Ausweitung des Projektes auf ganz Österreich aus. Öffentliche Aufträge sollten nur mehr an Betriebe mit Lehrlingen vergeben werden. "Aufträge nur für Betriebe mit Lehrlingen - das sollte daher in ganz Österreich umgesetzt werden", so Jürgen Michlmayr, ÖGJ-Vorsitzender, in einer Aussendung.
Auch müsste man darüber nachdenken, Unternehmensförderungen daran zu koppeln, ob die Firmen Lehrlinge ausbilden. "Wir brauchen außerdem die Fachkräftemilliarde, wo Betriebe einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die ordentlich und qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten", fordert Michlmayr. Die Unternehmer würden immer vor Fachkräftemangel warnen, aber wenn es darum gehe, die Experten der Zukunft auszubilden, gehe in vielen Firmen nichts weiter. (APA, 19.9.2012)
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das falsche Anreizsystem gehört ohnehin reforemiert. Das ist ein guter Start!
Genauso, mehr Steuern für Betriebe die nicht sozial agieren oder nachhaltig wirtschaften, dafür Entlastung für andere für nachkommende Generationen arbeiten.
Im Moment ist es ja leider umgekehrt. Daher umso bewundernswerter wenn es trotzdem Pioniere gibt.
gratulation zu dieser errungenschaft
damit wurde endlich wieder ein anreiz geschaffwn um lehrlinge ordentlich auszubilden..
so muss es jz weitergehen !!!
2 weitere forderungen sind der lehrlingsaward u der berufsausbildungsfonds welche schon längst überfällig sind!!!
ausreden u verweise auf den ausgleichsinsolvenzfonds zählen nicht mehr...immerhin kassieren unternehmen staatl fördergelder zu lasten des steuerzahlers...somit sollen sie ihre gesellschaftspolitische pflicht endlich wahr nehmen AUSBILDEN statt ausbeuten!!!!
fachkräfte fallen nicht vom himmel u wachsen auf keinen baum;-)
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