NASA-Chef: Längere ISS-Aufenthalte könnten auf Marsflug vorbereiten

Charles Bolden plädiert dafür, Missionen von einem halben auf ein ganzes Jahr zu verlängern

Washington/Moskau - Der Chef der US-Luft- und Raumfahrtagentur NASA, Charles Bolden, befürwortet die Verlängerung der Aufenthalte in der Internationalen Raumstation ISS von bisher einem halben auf ein volles Jahr. Er rechne damit, dass sich die ISS-Partner im kommenden Jahr darauf einigen, sagte Bolden am Dienstag (Ortszeit) der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS in Washington.

Die neuen medizinischen Daten, die man bei solchen Langzeitmissionen gewinne, ermöglichten es, sich besser auf den Flug eines Menschen zum Mars vorzubereiten. Bolden betonte, die NASA habe kürzlich eine Arbeitsgruppe für das Mars-Programm gebildet. Seine Behörde betrachte die Vorbereitung des ersten bemannten Fluges zum Roten Planeten, der etwa Mitte der 2030er Jahre stattfinden könne, als internationales Projekt - allerdings "unter amerikanischer Führung". (APA/red, derStandard.at, 19. 9. 2012)

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