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Wien/Dubai - Im Mordprozess gegen den in Dubai angeklagten oberösterreichischen Arzt Eugen Adelsmayr wird der Richter am 21. Oktober das Urteil verkünden. "Ich werde dazu nicht nach Dubai fliegen", sagte der 53-jährige Bad Ischler. Die heutige, mittlerweile 19. Verhandlung war rasch zu Ende, so Adelsmayr. Abschlussplädoyers habe es nicht wirklich gegeben, lediglich die Anwältin des mitangeklagten Inders habe beteuert, dass ihr Mandant unschuldig sei. Die Anwältin des österreichischen Mediziners hatte bereits im Jänner ihr Abschlussplädoyer schriftlich bei Gericht eingebracht.
Der heutige Gerichtstermin habe lediglich 20 Sekunden gedauert, schilderte Adelsmayr. Bereits vor über einem Jahr, am 17. Juli 2011, war der Prozess gegen den Bad Ischler eröffnet worden. Ende Dezember 2011 war der 53-Jährige das bisher letzte Mal in Dubai, um der Verhandlung beizuwohnen. Anfang 2012 musste er einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: Seine Frau verstarb im 57. Lebensjahr.
Dem 53-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zur Last gelegt. Der Staatsanwalt im Wüstenstaat forderte in seiner Anklage die Exekution des Bad Ischlers.
Auch wenn in einem Monat die Urteile gegen Adelsmayr und seinen Kollegen verkündet werden sollen, ist das noch kein Ende der Causa. "Wird die vom Staatsanwalt geforderte Strafe nicht verhängt, wird automatisch berufen", sagte der 53-Jährige. Der Urteilsverkündung selbst sieht der Bad Ischler "völlig emotionslos" entgegen: "Weil ich nicht sagen kann, ob ein rasches Ende besser oder egal ist. Es ist völlig unvorhersagbar."
Unterdessen hat der Bad Ischler ein Buch über seine Zeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) fertiggeschrieben, am 27. September kommt das Werk in den Handel. Darin wird der Prozess aus der Sicht des Mediziners geschildert. "Ich wollte, dass es vor der Urteilsverkündung veröffentlicht wird", sagte Adelsmayr. Sollte der Mordprozess ein gutes Ende finden, kann sich Adelsmayr auch vorstellen, wieder nach Dubai zu reisen.(APA, 19.9.2012)
Mediziner Adelsmayr: "Ich gebe nicht auf"
Arzt wird keine Berufung gegen das Urteil in Dubai einlegen, denn dann könnte er verhaftet werden
Er werde das Urteil nicht akzeptieren, sagt der in Dubai verurteilte Arzt Eugen Adelsmayr - Kollegen rät er, nicht auf der Arabischen Halbinsel zu praktizieren
Die Anklagebehörde kann nach wie vor berufen und die Höchststrafe fordern
Adelsmayr: "Farce" - Mitangeklagter freigesprochen - Berufung aus dem Ausland nicht möglich
Medizinischer Sachverständiger neuerlich nicht erschienen - Vertagung auf 1. Juli
Aussagen waren unzureichend - Prozess vertagt
Nächste Verhandlung für 28. März anberaumt
Nächste Verhandlung am 18. März - Beschuldigter Arzt spricht von einer "unerwarteten Verzögerung"
Es gebe drei Gutachten, die belegen, dass die gesetzten Maßnahmen "nicht zum Tod des Patienten geführt haben"
Aus familiären Gründen - Mediziner wird von seinen Anwälten vertreten - Schlussplädoyers werden gehalten
Dokument als Basis für Mordanklage fehlen 19 Seiten - Nächste Verhandlung am 22. Jänner
Arzt geht davon aus, dass er wieder nach Hause fliegen kann - Nächste Verhandlung am 14. Dezember
Ankunft in Österreich Dienstagfrüh
Zeugin wiederholte Anschuldigungen nicht - Am 30. Oktober ist erstmals die Verteidigung am Zug
Das auch Dr Adelsmayer vom Syrer Mohammad Ziad Naim Al Kawadri als Anwalt vertreten wurde, obwohl dieser nur Sanitaerwarenhaendler ist (wie das Justizministerium der Emirate und Economicdepartment bestaetigt!) bleibt bis heute von der Regierung aus gutem Grund verschwiegen. Denn die oesterreichische Botschaft in Abu Dhabi hat eben diesen Sanitaerwarenhaendler vielen anderen Oesterreichern und deren Angehoerigen als Anwalt empfohlen und diese dadurch schwer geschaedigt! Nach wie vor schweigt das Aussenministerium trotz aller Beweise und bringt eine andere Oesterreicherin im Wuestenstaat nachweislich in grosse Gefahr! Allen anderen Oesterreichern wurde bis heute nicht geholfen und sie teilweise mit Drohungen zum Schweigen gebracht!
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