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"808": Selbst für einen Klon eine traurige Gestalt.
vergrößern 427x551Das Imitat wird für rund 70 Dollar angeboten.
Das Auftauchen von Klonen gilt inoffiziell beinahe als Adelung für die Gadgets von Markenherstellern. Von beliebten Modellen, wie etwa dem iPhone oder diversen Android-Flaggschiffen, kursieren daher zahlreiche Imitate, die in der Regel von chinesischen Herstellern auf den Markt gebracht und im Westen von Importhändlern angeboten werden.
Die zweifelhafte Ehre ist nun auch dem Nokia 808 zuteil geworden. Das mit Symbian laufende Telefon ist das erste seiner Art, das den Zusatz "PureView" im Namen trägt. Dieser bezieht sich auf das Carl Zeiss-Objektiv in Verbindung mit dem 41-Megapixel-Sensor, der durch die Zusammenfassung von Pixeln Bilder in beeindruckender Qualität liefert.
Ein Prädikat, mit dem das äußerlich weitgehend idente und schlicht "808" genannte Chinaphone nicht gerade werben kann. Mickrige 3,2 Megapixel liefert die rückseitige Kamera mit LED-Blitz und trotz entsprechendem Aufdruck hat das Objektiv mit dem deutschen Markenhersteller eher nichts zu tun. Videos nimmt die Cam gar nur mit mickrigen 176 x 144 Pixeln auf. Für Videotelefonie gibt es auf der Vorderseite ein Aufnahmegerät mit 0,3 Megapixel.
Doch der Hersteller hat nicht nur beim Hauptmerkmal wenig Mühe gezeigt. Auch die restliche Hard- und Software des Telefons ist absolut veraltet. Das Gerät läuft mit Android 2.3, was angesichts des mit 550 MHz laufenden Prozessors und 256 MB RAM vermutlich die beste Option ist.
Mit 256 MB Onboardspeicher spielt das Phone ebenfalls keine großen Stücke, aber immerhin ist ein microSD-Slot zur Erweiterung verbaut Laut Verpackung sind einige Spiele, darunter "Angry Birds" und "Fruit Ninja", vorinstalliert.
Als Pluspunkt darf wohl Dual-SIM durchgehen, ein Feature, das zahlreichen Markenhandys bis heute fehlt. Dafür surft man mit dem "808" maximal mit EDGE via Mobilfunk im Internet oder muss sich in ein WLAN-Netzwerk einklinken.
Dazu ist das Telefon mit einem resisitiven Touchscreen (Auflösung: 320 x 480 Pixel) bestückt, ein mittlerweile selbst unter Imitaten aus Fernost sehr selten gewordenes Merkmal. Nicht umsonst ist dem Device wohl ein Stift beigelegt. Mit 3,5 Zoll ist die Nachahmung etwas kleiner geraten als das vier Zoll große Vorbild. Selbst die Standby-Zeit, die mit 100 Stunden angegeben wird, liegt deutlich unter Nokias Original, das es auf über 500 Stunden bringen soll.
Der Preis von 70 Dollar ist beim PureView-Klon vermutlich das beste Pro-Argument. Angeboten wird das Gerät von Händlern wie DealXtreme. Allerdings finden Freunde von Eigenimporten selbst in diesem Segment mittlerweile deutlich tauglichere Produkte, die keine optische Nachahmung eines Markenprodukts sind. (red, derStandard.at, 19.09.2012)
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Wer schon ein einziges mal in China war und eine Markthalle oder dergleichen besucht hat weis, dass es auf den Ständen dort von JEDEM Smartphone MINDESTENS ein Fake Modell mit nicht annähernd der gleichen Hardware darin gibt.
Die Kamera ist DAS Killerfeature vom 808. Das Design ist Geschmacksache, aufgrund der Kamera ist das Gerät jedenfalls extrem dick und unhandlich. Ich persönlich würde es sogar als hässlich bezeichnen, aber darüber lässt sich streiten. Ein 808 ohne brauchbare Kamera ist so attraktiv wie ein Schaf ohne Fellwuchs.
Wenn ich schon eine schlecht ausgestattete Kopie eines Geräts produziere, dann wähle ich doch wenigstens eines das durch sein Design besticht.
hab ein iPhone aus China mal mitgenommen (weils nur 25€ gekostet hat) daheim angekommen musste ich feststellen, dass der Screen nur den halben Homesceen anzeigte. Somit war das Teil völlig unbrauchbar! Naja, nicht ganz! Man konnte immerhin Anrufe entgegennehmen & telefonieren ...
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