Buch von Piraten-Politikerin schlägt hohe Wellen im Netz

"Klick mich" von Julia Schramm erregt die Gemüter in den eigenen Reihen - vor allem durch das Vorgehen ihres Verlags

Mit ihrem Buch "Klick mich. Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin" erregt die Berlinerin Piratin Julia Schramm die Gemüter in den eigenen Reihen. Für Ärger sorgte etwa das Vorgehen des Verlags gegen illegale Kopien, die auf verschiedenen Websites aufgetaucht sind. Wie viele Piraten tritt auch Schramm, die mittlerweile im Bundesvorstand der Partei sitzt, gegen die Vorstellung vom "geistigen Eigentum" ein, das die Grundlage für das bisherige Urheberrecht bildet. Nach der Sperrung von Kopien wurde der Autorin in zahlreichen Äußerungen bei Twitter Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Kritisiert wird vor allem die Doppelmoral, die Schramm für viele damit an den Tag lege.

PDF-Version auf Piraten-Website

Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Buches waren mehrere illegale Kopien im Internet aufgetaucht. Zeitweise war am Dienstag eine PDF-Version des Buchs sogar auf einer Webseite der Piratenpartei Deutschland zu finden. Bereits zuvor hatten Unbekannte Kopien auf anderen Plattformen im Internet bereitgestellt. Diese wurden nach wenigen Stunden aber wieder gelöscht. 

Löschung bei Dropbox

Auf der entsprechenden Webseite des Online-Dienstes Dropbox war nur noch in englischer Sprache der Hinweis zu sehen: "Diese Datei ist nicht länger verfügbar aufgrund eines Löschgesuchs von Julia Schramm, Autorin der Verlagsgruppe Random House, gemäß des Digital-Millennium-Copyright-Gesetzes". Die Autorin sagte am Dienstagabend der Nachrichtenagentur dpa zu einer Twitter-Anfrage, diese Löschung bei Dropbox habe der Verlag veranlasst. (red/APA, 19.9.2012)

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