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Erwin Hameseder ist "sehr unzufrieden".
Erwin Hameseder, neuer Chef der Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, sagt im neuen "Journalist" über die Mediaprint, die - über "Krone" und "Kurier" - der Familie Dichand, WAZ und Raiffeisen gehört: "Wichtige Entscheidungen zwischen den Gesellschaftern bleiben aus. Da haben wir ein Riesenproblem." Hameseder steht dem Aufsichtsrat der Mediaprint vor, er vertritt die Raiffeisen im Gesellschafterausschuss des größten Verlages im Land.
"Wenn wir ordentliche Entscheidungen getroffen hätten oder für die Zukunft treffen würden, könnte der ausschüttbare Gewinn mindestens dreimal so hoch sein wie derzeit", beklagt Hameseder. Mit dem Medienengagement verdiene Raiffeisen zwar "noch immer in einem zweistelligen Millionenbereich". Aber: "Trotzdem bin ich sehr unzufrieden."
"Freude" bereiteten die Beteiligungen an Sat.1, ORF-Sendertochter ORS und News-Gruppe. In der Mediaprint werde man 2011/12 die 20,4 Millionen Euro Ergebnis des Geschäftsjahres 2010/11 "nicht erreichen" (eigentlich erreicht haben, das Geschäftsjahr endet mit Ende Juni). Hameseder: "In der Mediaprint hatten wir schon Renditen von 13 bis 15 Prozent, da sind wir heute weit weg davon."
Hat der "Kurier" sparmäßig gut der mauen Werbekonjunktur "gegengesteuert", wie es Hameseder der News-Gruppe bescheinigt? "Da sind wir laufend dran", sagt er. "Kurier"-Chefredakteur Helmut Brandstätter streut er in Sachen inhaltliche Neupositionierung und Qualität Rosen. Im Übrigen gebe es "ein mit den Eigentümern akkordiertes Programm, man wird in den nächsten zwei Jahren sehen, wie es weitergeht". Was da in den nächsten zwei Jahren beim "Kurier" passieren muss, sagt er nicht.
Die Plakatfirma Epamedia, zweistellig millionentief im Minus, "ist ein Problem", "schon das dritte Jahr" habe Raiffeisen "keine Freude damit". Verkaufsüberlegungen (DER STANDARD berichete) verneint er nicht, aber "es geht nicht um einen Verkauf um jeden Preis".
Wird die Kreditfinanzierung für "Österreich" weiterlaufen, fragte der "Journalist" noch. Hameseder: "Man muss streng zwischen dem Bankgeschäft - dabei geht es um Kunden und die Einhaltung des Bankgeheimnisses - und unseren Beteiligungen unterscheiden, die wir nachhaltig sehen. Wenn wir uns beteiligen, dann bleiben wir dabei, das ist für uns kein Kommen und Gehen." Anmerkung: Bisher ist Raifffeisen an "Österreich" nicht (erkennbar) beteiligt; die Zeitung fällt wohl unter "Kunden". (fid, derStandard.at, 19.9.2012)
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ist eine Bank und ein Medienunternehmen ein Medienunternehmen. Die wussten jahrelang nicht, woher die Mediaprint Millionen kommen und wissen heute nicht, weshalb sie fehlen. das passiert nur, wenn Ahnungslose in einer Bank, Unfähige in den Medien werken lassen.
Zitat: "Die Plakatfirma Epamedia [...] Verkaufsüberlegungen [...] verneint er nicht, aber "es geht nicht um einen Verkauf um jeden Preis"
Gute Formulierung, sind die potentiellen Käufer abgesprungen?
Und wer kauft ein Unternehmen mit Schulden in zweistelligem Mio.-Minus und Klagen ehemaliger Gesellschafter am Hals (siehe Standard-Bericht)?
Antwort: Niemand, der bei Verstand ist.
alle die nicht raiffeisen begünstigte sind, sehen riesenproblem im machtgewusel der raiffeisen mafia
siehe "last man standing" niki b. der strohmann für raiffeiseninteressen.
nur die eu konnte ihn stoppen. sonst hätte er gegen ALLE in österreich E10 durchgedrückt, koste es die nichtraiffeisengünstlinge was es wolle.
""Kurier"-Chefredakteur Helmut Brandstätter streut er in Sachen inhaltliche Neupositionierung und Qualität Rosen."
kein wunder, werden doch in regelmäßigen abständen die övp-minister mit image-interviews berücksichtigt und die linie gegen die spö entspricht mittlerweile auch jener der löwelstraße.
steckt nicht erst seit heute im Zeichen der Krise! Da aufgrund dieser Einschätzung, beizeiten zum Rotstift gegriffen wurde, gab es bei Entscheidungen über die Zukunft, keine Absegnung mehr die auch nur annähernd einem Risiko glich. Fähige Führungsleute wurden durch biegsames Durchscnittsmaterial ersetzt und diesen, wurde nach Einsicht der Lage, mit dem Scheuklappenblick der Rücken gestärkt um danach auf ein Wunder zu hoffen. So sei den Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben, dass der Medien-Bereich ein unberechenbares Ungeheuer ist und es zur Zähmung, Leute mit Mut, Weitsicht und Risikobereitschaft bedarf.
...jahrelang keinen Kurier mehr gelesen, aber seit einigen Wochen bin ich täglich auf der Homepage. Den einen oder anderen interessanten Artikel gibts dann doch.
Der Standard schafft es weiterhin mühelos online der Gradmesser für österreichische Printmedien zu sein.
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