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Venedig ist auf der Suche nach Möglichkeiten, die Baudenkmäler der Stadt vor dem Verfall zu retten. Jetzt werden laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zahlungsfreudige Sponsoren für den Erhalt der Rialtobrücke gesucht, der rund fünf Millionen Euro kosten soll. Die Touristenattraktion befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand, eine Säule ist bereits zerbröckelt, die Marmorstufen weisen zum Teil Sprünge auf, was die Sperre einiger Brückenteile zur Folge hatte.
Ab Ende September können interessierte Geldgeber ihre Angebote einbringen, 60 Tage haben sie dafür Zeit. Im Gegenzug erhalten die Sponsoren Werbeeinschaltungen auf der Brücke sowie die Möglichkeit, Events auf dem Markusplatz und auf dem Dogenplatz zu organisieren. Renzo Rosso, Eigentümer des Modelabels Diesel, gilt schon seit geraumer Zeit als möglicher Sponsor für die Renovierung der 400 Jahre alten Brücke.
In Rom unterstützt Diego Della Valle, Gründer der Luxusmarke Tod's, die Renovierung des Kolosseums, andere klingende Namen aus der Modewelt wie Bulgari, Prada und Louis Vuitton finanzieren die Arbeiten an verschiedenen Baudenkmälern. Prada und Benetton haben am Canal Grande in Venedig Palazzi gekauft, die nun privat genutzt werden.
Die Restaurierungsarbeiten sollen 18 Monate dauern und im April 2015 abgeschlossen sein. Weitere Aktionen mit privaten Sponsoren sind für die hölzerne Ponte dell'Accademia und den Canal Grande geplant.
Bereits 2010 wurde auf der Seufzerbrücke Coca-Cola-Werbung angebracht, was der Stadt Proteste aus der Bevölkerung und der Brücke den Namen "The bridge of signs" einbrachte. (red, derStandard.at, 19.9.2012)
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