Fedora 18 Alpha mit neuem Installer und GNOME 3.6

  • Die Oberfläche des Installers Anaconda wurde für Fedora 18 vollkommen neu gestaltet.
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    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Die Oberfläche des Installers Anaconda wurde für Fedora 18 vollkommen neu gestaltet.

  • Als Default-Desktop nutzt die Fedora 16 Alpha eine aktuelle Vorversion von GNOME 3.6.
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    Als Default-Desktop nutzt die Fedora 16 Alpha eine aktuelle Vorversion von GNOME 3.6.

Support für UEFI Secure Boot, Offline-Updates und firewalld - Mate und Cinnamon als GNOME-Alternativen

Mit der ersten - und einzigen geplanten - Alpha gibt es nun einen frühen Vorgeschmack auf die kommende Generation der federführend von Red Hat vorangetriebenen Linux-Distribution Fedora 18. Die Testversion kommt dabei einige Wochen später als ursprünglich geplant, ein Umstand, der dem wohl wichtigsten neuen Feature der aktuellen Softwaregeneration geschuldet ist: Der vollständigen Überarbeitung des Installers Anaconda.

Umbau

Dieser versucht nun die notwendigen Schritte zur Installation eines Systems so weit als möglich automatisch vorzunehmen. Nach der Wahl der Installationssprache folgt denn auch gleich ein Überblicksbildschirm, in dem die Eckpunkte des neuen Systems bei Bedarf angepasst werden können. Einzig die Wahl eines Installationsortes und die Softwareauswahl müssen tatsächlich zwingend manuell vorgenommen werden.

GNOME 3.6

Als Default-Desktop setzt Fedora traditionellerweise auf GNOME. Hier kommt bereits eine Vorversion des kommenden GNOME 3.6 zum Einsatz, der mit einem überarbeiteten Dateimanager aber auch vielen Verbesserungen an der GNOME Shell - etwa einem überarbeiteten Benachrichtigungsbereich oder einem neugestalteten User-Menü - aufwarten kann. Alternativ dazu gibt es aber auch wieder diverse andere Desktops wie KDE 4.9 oder Xfce 4.10. Wer will darf zudem die GNOME-Shell-Abspaltung Cinnamon oder den GNOME2-Fork Mate ausprobieren.

Secure Boot

Doch auch jenseits des Desktop bietet Fedora die gewohnte Fülle an Neuerungen: So gibt es nun eine erste Unterstützung für das viel diskutierte UEFI Secure Boot, firewalld löst die gewohnten IPtables als Default-Firewall-Lösung ab und zentrale Systemkomponenten können nun - optional - beim nächsten Neustart statt im laufenden System installiert werden. Dies um durch solche Updates potentiell entstehende Probleme zu verhindern.

Download

Die Fedora 18 Alpha kann in diversen Varianten (LiveCDs, DVD-Install...) von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Wie immer in solchen Fällen sei auf den frühen Stand der Entwicklung verwiesen, die neue Version eignet sich noch nicht zum Alltagseinsatz, kann auch noch schwerwiegende Probleme aufweisen. Explizit sei etwa davor gewarnt, dass der Installer Anaconda von Haus aus derzeit die gesamte Festplatte formatiert, wenn die Partitionierung nicht manuell vorgenommen wird.

Ausblick

Die fertige Version von Fedora 18 wird derzeit für Ende November anvisiert - vorausgesetzt es kommt nicht noch zu weiteren Verzögerungen. Die langjährige Erfahrung lässt dies allerdings als unwahrscheinlich anmuten, die Release könnte also auch erst im Dezember erfolgen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 19.09.12)

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