Siemens streicht 615 Windkraft-Jobs in USA

19. September 2012, 08:52

Hintergrund sind auslaufende Steuervergünstigungen

New York - Wegen ausbleibender Aufträge für Windkraft-Anlagen verlieren bei Siemens in den USA etwa 615 Mitarbeiter ihren Job. Momentan zählt die entsprechende Sparte 1.650 Leute. Hintergrund sind nach Angaben des Konzerns auslaufende Steuervergünstigungen für die Windkraft in den Vereinigten Staaten sowie der Trend zu Gaskraftwerken wegen der günstigen Gaspreise.

"Die ganze Branche verzeichnet derzeit einen massiven Auftragseinbruch", erklärte Siemens am Dienstag in den USA. "Das bleibt unglücklicherweise nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitsplätze." Die betroffenen Mitarbeiter sollen ein Abfindungspaket bekommen.

Mehr als 400 Jobs gehen alleine in der Rotorblatt-Fertigung in Fort Madison im US-Bundesstaat Iowa verloren. Siemens hatte erst 2006 den Grundstein für die Fabrik gelegt, 2010 hatte US-Präsident Barack Obama den Standort besucht. Weitere Arbeitsplätze werden im Werk Hutchinson in Kansas abgebaut, wo Maschinenhäuser montiert werden, sowie in der Verwaltung und im Außendienst. (APA, 19.9.2012)

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4 Postings
marktnachfrage alleine

wird den wechsel in einen anderen energiemix nicht bewerkstelligen.

der markt regelt natürlich alles. sein regelmechanismus ist ein kollapssystem wo solange am alten festgehalten wird bis es wirklich nicht mehr geht.

dann bricht der alte markt zusammen und ein neuer entsteht. während dieses prozesses wird das unglück der meisten beteiligten menschen maximiert.

diese übergänge sanfter zu gestalten ist aufgabe des staates.

investitionen im energiesektor sind sinnvolle investitionen die sich immer rechnen.

am ende der rechnung sind alle unsere werte, freiheiten und auch die demokratie eine direkte folge unseres energieüberschusses.

keine energie bedeutet der barbarei tür und tor öffnen.

"investitionen im energiesektor sind sinnvolle investitionen die sich immer rechnen. "

das ist ein Schwachsinn....viele dieser Investitionen (egal welcher Energieträger) sind sowohl aus betriebswirtschaftlìcher als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Fehlallokation. Und Windradln auf suboptimalen Standorten zu errichten nur weil´s ne Förderung gibt eben auch.

Kein Verstädnis für den Personalabbau

In der 'Mountain Time' Zone bis hinunter in den Südwesten gibt es Gebiete wo man tausende von Windrädern aufstellen könnte, ohne damit die menschenleere Landschaft zu versandeln. Die USA haben diese Landschaften, Europa leider/gottseidank nicht. Gaskraftwerke - nein danke. Siemens sollte nochmals kräftig überlegen.

Ohne Aufträge keine Jobs

Auch wenn es sinnvoll, wünschenswert und wirtschaftlicher wäre in WindKraft anstelle in Gaskraft zu investieren, Siemens baut nur investiert aber nicht selbst in Kraftwerke. Daher werden die Jobs entsprechend abgebaut. Aber weiters nicht so schlimm, stellen sie halt mehr Leute in der Gaskraftwerkssparte ein.
Nur die Amis beschädigen weiter das Klima und runieren sich ihre Umwelt durch "billiges" Schiefgas.

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