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Wien - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat die neue Ökostrom-Tarifverordnung erlassen. Damit würden "wirtschaftlich sinnvolle Projekte auf dem Weg zur Marktreife" unterstützt und der Anteil erneuerbarer Energien ausgebaut. Gleichzeitig behalte man die Kostenbelastung für die Stromkonsumenten im Auge, erklärte der Ressortchef.
Die Förderungen für Neuanlagen starten mit 50 Mio. Euro im ersten Jahr und sinken um jährlich eine Mio. Euro auf letztlich 40 Mio. Euro im Jahr. Die Förderungen werden über einen Zuschlag auf die Stromrechnung vor allen von Haushalten finanziert. Während ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland heuer rund 144 Euro an Ökostromkosten zahlt, sind es in Österreich circa 36 Euro. In Österreich nehmen die Kosten bis 2015 noch zu, der Zuwachs werde sich aber danach aufgrund des Ablaufes der Förderfrist für viele ältere Anlagen kontinuierlich verflachen, rechnet Mitterlehner vor.
Die IG Windkraft freut sich über "stabile Rahmenbedingungen", die damit geschaffen worden seien. "Damit können in Österreich Windräder an den besten Windstandorten umgesetzt werden" heißt es. Für schlechtere Standorte werde der Ausbau hingegen schwierig, weil die Tarife abgesenkt wurden.
Freude gibt es beim Biomasse-Verband über die Erhöhung der Einspeistarife für feste Biomasse. Damit hätten innovative, heimische Technologiehersteller die Möglichkeit, ihre neuen Produkte am Markt zu platzieren. Für einen "Ausbau-Boom" seien die Tarife aber nach wie vor zu knapp bemessen. Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) sieht die Tarife "grundsätzlich positiv", auch wenn die Festlegung der Tarife für 2013 eine Kürzung von bis zu 34 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 bedeute. "Die Tarife für Photovoltaikstrom sind durch die Absenkung hart an der Grenze der Wirtschaftlichkeit", so Verbandschef Hans Kronberger.
Josef Plank, Präsident des Dachverbandes "Erneuerbare Energie Österreich" (EEÖ), freut sich über 350 Mio. Euro an Investitionen, die durch die Förderung ausgelöst würden und die den weiteren Ökostromausbau ermöglichten. Zugleich finde die Branche aber die stufenweise Verringerung der Förderung ab 2013 "willkürlich und sachlich nicht gerechtfertigt".
Die Arbeiterkammer kritisiert hingegen Förderungen für Biogas-Anlagen. Damit werde "die Verstromung von Nahrungsmittel-Rohstoffen mit steigenden Förderungen belohnt". Das treibe die Preise für Lebensmittel und Futtermittel in die Höhe und heize Spekulationen an. (red, APA, DER STANDARD, 19.9.2012)
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Für Anlagen auf Freiflächen gewährt Österreich 18,43 Cent, in Deutschland gibt´s dafür 12,84 Cent. Wer baut Freiflächenanlagen? Energiekonzerne, Reiche und große Bauern. Ein Fördersystem, dass offensichtlich nur für ÖVP Klientel gemacht wird sehe ich als Frechheit sondergleichen!
Bewusstsein bez. dem enormen Verbrauch an Grünland. Bei uns wird ja auch für jedes Siedlungsprojekt, jedes neue Einkaufszentrum im 'Nirgendwo' und jedes Straßenbauprojekt auf teufel komm raus umgewidmet.
Wo wir unsere Lebensmittel dann anbauen sollen wenn sich die Lage am Weltmarkt verschlechtert oder noch Platz für unsere Natur sein darf ist offenbar scheißegal!
Mir ist gerade noch ein anderer Grund eingefallen warum die deutschen weniger Einspeisevergütung zahlen:
dort wird 20Jahre lang ausgezahlt, bei uns nur 13 Jahre.
12,84x20/13=19,75ct, Der Rest dürfte sich durch die unterschiedlichen Zinskosten erklären. Also im Endeffekt (fast) die gleiche Vergütung.
Nach 13 Jahren ist in Österreich die Gesamtförderungsumme um über 70% höher als in Deutschland.
Diese Anlagen bauen vermutlich hauptsächlich Stromversorger, die anschließend diese Spitzenlast ähnlich hoch an der Strombörse verkaufen können.
Aber danke für den Hinweis.
Weil die gibt es an einem bestimmten Termin, z.B. um 9h.
Und 3min nach 9h sind dann alle Kontingente für ein Jahr aufgebraucht.
PV-Förderung in Ö ist somit ein absoluter Scherzartikel, das kann man nicht einmal als Alibihandlung bezcihnen.
Der Gegner in D heisst auch nicht Atomkraft, der Zug ist abgefahren für die nächsten Jahrzehnte, sondern Kohle und die produziert Strom von 2€c/kWh aufwärts
Würde man z.B. Heizöl verstromen, könnte man aus einem Liter Heizöl ~ 4KWh Strom machen.
Heizöl kostet derzeit ~ 1€/Liter.
Somit würde eine KWh Strom aus Heizöl 25 Cent kosten - nur der Rohstoff !!!
Also wie kann der Kohlepreis (auch im industriellen Maßstab) so niedrig sein, dass (inkl. Anlagekosten) da 2 Cent Stromkosten rauskommen sollen ??
>Somit würde eine KWh Strom aus Heizöl 25 Cent
> kosten - nur der Rohstoff
Da ist dann aber auch Steuer drauf, die normalerweise nicht drin ist (z.B. MwSt)
Steinkohle kostet am Weltmarkt zur Zeit ~60$/to SKE (1 Jahrespreise)
Das wären dann ~0,74$c/kWh (0,5€c/kWh), dazu kommen aber noch Transport & Abgaben
Braunkohle wird kaum gehandelt, weil sich der Transport nicht auszahlt. Deutsche Braunkohle kostet in D ~0,5€c/kWh
Bei einem neuen Kohlekraftwerk können sie einen Wirkungsgrad von >40% annehmen, das wären dann Brennstoffkosten von ~1,24€c/kWh
Dazu kommt noch das Kohlekraftwerke relativ günstig zu errichten sind, nur Gaskraftwerke (keine GUD!) sind billiger.
Abgeschriebene Kohlekraftwerke können für unter 2€c/kWh erzeugen
die Transprotkosten für die vergleichbar kleinen Mengen, Margen des Zwischenhandels usw. dabei. -Wenn schon dann rechnen Sie mit dem Rohölpreis: !in Barrel kostet ~90€, Hat einen Energieinhalt von knapp 1500kWh, also mit 40% ~600kWh/Strom, also ~15ct/kwh.
Und jetzt kommt der Clou: Der Ölpreis und der Preis für "sonstige Fossile" mag über Jahre weitgehend gekoppelt gewesen sein, ist es aber heute nicht mehr(siehe auch amerikanischer Erdgasmarkt). Man kriegt also auch Steinkohle am Schiffsweg deutlich billiger als Gas und dieses wiederum deutlich billiger als Öl.
Die deutschen machen selbst das nicht mit sondern baggern mit RIESIGEN Schaufelradbaggern die Braunkohle direkt neben dem KohleKW aus dem Boden!
Kohlestrom kostet von neuen Anlagen allerdings auch 7 Cent aufwärts. Solarstrom ist Peakstrom und findet sofort Verwendung, eine Speicherung ist (noch) nicht notwendig.
Ich bin allerdings ihrer Meinung, dass unbedingt eine Grundlast nötig ist und die kann derzeit nur mit Kohle und Atom (günstig) abgedeckt werden.
noch stimmen, für ein neues deutsches BraunkohleKW kann ich mir das nicht vorstellen: Die reinen Betriebskosten sind ja vergleichbar mit denen eines Kernkraftwerks(oder allenfalls im einstelligen Prozentbereich darüber), die Investitionskosten betragen aber nur knapp 1/2. Damit wäre ich bei 2-3ct für den Betrieb und ~2ct Investitionskosten, gibt 4-5ct/kwh.
nur wenn dieser Grund heute 'nichts' Wert ist lässt sich der schaden kaum in Geld bemessen! Für die vermutlichen Effekte auf unser Klima gilt das selbe!
Allenfalls die Kosten im Gesundheitssystem und bei der Invaliditätsrente (durch Feinstaub und NOx) können Sie als einigermaßen gesichert in so einer "externe Kosten" Rechnung angeben(Und müssten die geringeren Pensionskosten bei der regulären Rente durch frühere Todesfälle wieder abziehen).
Genauso müssten Sie auch bei Windkraft und Freiland-PV-Anlagen den Grundverlust anrechnen!
Diese externen Kosten Rechnungen sind also immer etwas zweifelhaft, aber falls Sie einen Link auf so eine Studie haben wäre ich dennoch sehr interessiert! z.b. die Gesundheitskosten lassen sich ja bestimmen! ;)
Nichtnur im Bezug auf die AK-Kritik, die geht zwar in die richtige Richtung, ist aber bei weitem noch nicht ausreichend: Den nicht nur die Verstromung von Mais, Raps usw. sollte eingestellt, bzw. die Förderungen dafür gänzlich abgeschafft, sondern auch die Verstromung der FesterBiomasse(Holz).
In Österreich wachsen Jährlich 30MioFM Holz nach, davon sind 25MioFM nutzbar, aber es werden 45MioFM genutzt. Da besteteht also jetzt schon eine Lücke von ~20MioFM die der holzverarbeitenden Industrie(die mehr Wertschöpfung erwirtschaftet und ohne Betriebssubventionen auskommt abgeht) und vom Internationalen Holzmarkt geholt werden muss. -Genau DEM Holzmarkt der für die Rodung von Urwäldern in Kanada, Finnland, Russland usw. verantwortlich ist!
bei Strom bei, sondern erhöhen nur den Preis für selbigen:
Der Wind weht ja weder "immer" noch speziell zu Zeitpunkten zu denen Strom gebraucht wird sondern ist eben ein "Windiger Geselle". -Damit erhöhen sich also neben den Kosten für die Windförderung als solches auch noch die Kosten für Netzausbau(Europaweiter(!) Ausgleich), Speicherung(Gebirgstäler trockenlegen, bzw. mit Staumauern zubetonieren u. Fluten) und auch jene für Ausgleichskraftwerke. -Man braucht ja für jedes Wind-/SolarKW trotzdem ein Gas- oder Kohlekraftwerk das den Strom liefern kann wenn diese nicht liefern. -Viele KohleKW müssen sogar BEI WIND im Leerlauf Brennstoff verschwenden weil Sie bei nachlassendem Wind/plötzlicher Flaute nicht schnell genug liefern könnten!
Es war allerdings vor der Energiewende auch nicht anders - der Strom musste auch ungleichmäßig produziert werden. Nur liefern jetzt in D die Erneuerbaren signifikante Stromerträge, diese Erträge bekommen allerdings nicht die Konzerne sondern vorwiegend Private und Landwirte. Wegen dieser schwindenden Erträgen müssen die Strompreise erhöht werden, ganze einfach.
und sonstigen Ökoumlagen. Die Industrie ist zwar von diesen Abgaben weitgehend befreit, kommt aber auch nicht gänzlich ohne schlechterstellungen durch, denn die Reserve u. Spitzenlastkraftwerke haben ca. 1/4 weniger Betriebszeiten(1/4 dees Jahres geht signifikanter Wind), die Investitionskosten dieser Anlagen müssen also um 1/4 höher in die verbleibende zu verkaufende Strommenge eingerechnet werden, jährliche Wartungen, Personalkosten usw. deto.
Der massive Aus- und Umbau des Stromnetzes wird überhaupt erst durch den überbordenen Anteil an Zufallstrom notwendig: Trafos und Leitungen die sonst 50-90Jahre lang halten müssen so zum Teil nach weniger als der halben Zeit erneuert werden.
EEG sind eben viel teurer als "Konventionell".
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