Anthropogene Naturkatastrophen der Bronze- und Eisenzeit nachgewiesen

Ansichtssache | 22. September 2012, 18:00
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foto: goethe-universität frankfurt

Frankfurt - Bereits vor rund 3.500 Jahren haben Menschen nach Angaben von Experten maßgeblich in die Natur eingegriffen und so für schwere Katastrophen gesorgt. Wie eine Forschergruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Dienstag berichtete, wurden im Montafon am Bartholomäberg in Vorarlberg drei uralte Siedlungen entdeckt, die mehrfach verschüttet und wieder aufgebaut wurden. Bergbau und Brandrodung an den Hängen über den verschütteten Siedlungen hätten die verheerenden Bergrutsche begünstigt.

"Wir können zweifelsfrei nachweisen, dass solche katastrophalen Ereignisse Folgen menschlichen Tuns waren", erklärt Grabungsleiter Rüdiger Krause. "Schon die Menschen der Bronze- und Eisenzeit haben massiv in ihre natürliche Umwelt eingegriffen und diese mit den begrenzten technischen Möglichkeiten ihrer Zeit maximal ausgebeutet".

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Mehrmals verschüttet,

also offenbar nichts aus dem Schaden gelernt. Jahrtausendelang.

ich kann mir das gut vorstellen. eine gruppe von menschen, hoch motioviert, eifrig und komplett ahnungslos im bezug auf die folgen ihres handelns. ;)

Genau wie die heutigen Wirtschaftsoptimisten, wenn ihnen nicht immer die bösen Umweltschützer in die Suppe spucken täten.

Frechheit alles Kommunisten

Wenigstens sind jetzt die bronzezeitlichen Skifahrer

exkulpiert ...

Im Buch "Kollaps" von J. Diamond gibt es eine ganze Reihe von Beispielen dafür, dass die naturnahe Lebensweise der Naturvölker wohl eher so aussah, wie sie Mel Gibson in Apocalypto dargestellt hat.

Sie waren nicht edler und weiser als wir. Sondern nur ganz einfach weniger, und rundherum viel, viel Gegend... Deshalb konnte man weiterziehen, wenn an einem Ort alles aufgebraucht war, und im Gegenzug hat sich die Natur wieder erholt, bis der Mensch irgendwann wieder kam.

Wir haben dies Option heute nicht mehr. Darüber sollten wir nachdenken, nicht, was die anderen dazumal falsch gemacht haben.

Hat auf den Osterinseln nicht geklappt ...

... völliges Aussterben der Siedler. Ebenso bei den Wikingern auf Grönland, etc.

Romantisierung unserer Ahnen

allgemein werden auch die "naturvoelker" wie die australien aboriginals und ursprungs amerikaner als vorbild von naturgebunden leben ohne umweltschaeden, wobei oft genau das gegenteil der fall war.

in australien wurde von den ersten menschen schnell die ganze megafauna ausgerottet und mit dem feuer zum jagen das ganze riesengrosse land veraendert.

Wobei ich es mir trotzdem nur schwer vorstellen kann: von wievielen Menschen sprechen wir hier? Wohl nur ein paar Hunderttausenden. Das ist nichts in einem so riesigen Land. Es dürft wohl auch ein Klimawandel mitgespielt haben.

auch die amerikanische megafauna

(bis auf die bisons und grizzlys (und bigfoot ;)) wurde ja angeblich durch den eingewanderten menschen ausgerottet.
vorstellen kann ich es mir aber noch immer nicht, wie ein paar tausend menschen zu fuß einen ganzen kontinent plattmachen können..

Meinereiner las einmal, es wären miteingeschleppte Viren gewesen, gegen die die einheimischen tiere keine widerstandskraft hatten - so wie mit der schweine&vogelgrippe, nur mal umgekehrt.

Ich sehe das auch so

Alte Kulturen auf steinzeitlichem Niveau werden uns immer wieder als Beispiel für eine nachhaltige Lebensweise präsentiert.

Dabei ist die eigentliche Lüge die der Nachhaltigkeit; die gibt es in der Natur nämlich nicht. Wenn die Sonne Wasserstoff zu Helium verbrennt, so ist das alles, aber nicht nachhaltig.

Trotzdem hindert das viele Ökoträumer nicht, weiter an diese Nachhaltigkeit zu glauben.

oh ja, es gibt so entsetzlich viele ökoträumer. familien wie die czernin-kinsky, schwarzenberg oder esterházy sind die allerschlimmsten. die drängen doch glatt sogar ihre nachkommen, den familienbesitz unverändert weiterzugeben, also etwa ihre wälder wiederaufzuforsten, statt den gewinn vollständig selber zu verputzen. das sind ohne zweifel schrecklich naive illusionen, ein aussichtloser kampf gegen die windmühlen der entropie und den zweiten hauptsatz der thermodynamik. aber ich muss gestehen, ich hätten nichts dagegen, wenn mir diese familien einen teil des eingebildeten besitzes zukommen lassen würden.

nachhaltig in der frühzeit

war maximal das nomadentum. mit der sesshaftigkeit des menschen war schluss damit!

So schonend, wie heute, war die Landnutzung in den Alpen die letzten paar Tausend Jahre nicht.
Wir haben seit Jahrzehnten eine Zunahme der Waldfläche. Auch der Zustand der Wälder verbessert sich durch nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden ständig.
Das lässt sich sehr schön aus einem Vergleich von Luftbildern aus den 40er und 50er Jahren und von heute nachweisen.

Schreibt man neuerdings v.u.Z. um nicht Chr. erwähnen zu müssen? Aber was wenn zufällig jemand, der nicht die selbe Zeitrechnung verfolgt, diesen Artikel liest? Ist es dann nicht noch eine stärkere Ausgrenzung oder gar eine wissenschaftlicher Fehler?

Nicht neuerdings, aber nur hier im Standard-Forum. Für den internationalen Sprachgebrauch ist mir kein Äquivalent bekannt, da heißt es immer noch BC / BC -zum Glück. Wer weiß, was dann als politisch korrekte Abk. auf uns zukäme.

Natürlich gibt es das im Englischen auch, nennt sich Common Era (CE/BCE). Im internationalen Sprachgebrauch ist auch BP durchaus gebräuchlich (http://de.wikipedia.org/wiki/Befo... _Present).

u.Z./v.u.Z. bzw. CE/BCE ist vor allem in nichtchristlichen religiösen Kontexten üblich. Wenn man in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Judentum oder Islam schon die christliche Zeitrechnung verwendet, kann man damit darauf hinweisen, dass man das Problem wenigstens erkannt hat.

BP bedeutet "before present", wobei "present" meist als 1950 interpretiert wird. Diese Angabe wird meist bei geologischen Zeiträumen verwendet (wo der Unterschied eh egal ist) oder bei C14-Datierungen, die eben seit ca. 1950 in Gebrauch sind.

nachdem "christus" ja offenbar 4 v.chr geboren sein soll, ist eine derartige zeitangabe nicht nur obsolet, sondern schlicht falsch.

Der Religionsbezug im Datum ist wohl überholt.
Insofen ist v.u.Z in Ordnung.

Aus praktischen Gründen wird die Skala beibehalten.
Oder wollns ein neues Datum einführen ?

Von "neuerdings" kann keine Rede sein.

Schon die Menschen der Bronze- und Eisenzeit haben massiv in ihre natürliche Umwelt eingegriffen und diese mit den begrenzten technischen Möglichkeiten ihrer Zeit maximal ausgebeutet

das kan aber keine ausrede für das sein, was die gier und der kommerz mit Mutter Erde heutzutage macht.

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