"Der Schrei" wird in New York ausgestellt

Ab 24. Oktober ist das Bild für sechs Monate im Museum of Modern Art zu sehen. Edvard Munchs Gemälde war im Mai um fast 120 Mio. Dollar versteigert worden

New York - Das im Mai für die Rekordsumme von fast 120 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) versteigerte Bild "Der Schrei" kommt zumindest vorübergehend in ein New Yorker Museum.

Ab dem 24. Oktober werde das berühmte Bild des norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944) für sechs Monate im Museum of Modern Art (MoMA) ausgestellt, berichtete die "New York Times" am Montag (Ortszeit). "Das ist eine unglaubliche Möglichkeit für unsere Besucher, etwas zu sehen, das sonst sehr schwer zu sehen ist", sagte Museumsdirektor Glenn Lowry der Zeitung.

Edvard Munch hat vier Versionen des Bildes gemalt, von denen sich drei in Museen in seiner norwegischen Heimat befinden und selten reisen. Das Vierte ist das bunteste - und das einzige in Privatbesitz. Es ist nach Angaben von Lowry noch nie in New York ausgestellt worden.

Wer das Bild ersteigert hat, war unterdessen weiter nicht eindeutig geklärt. Im Juli hatte das "Wall Street Journal" gemeldet, bei dem Käufer handele es sich um den New Yorker Finanzmanager Leon Black. Weder das Auktionshaus Sotheby's, noch das Museum oder Black selbst wollten jedoch der "New York Times" bestätigen, dass er es sei, der das Bild an das MoMA verleihe. Black, der eine private Beteiligungsgesellschaft leitet, sitzt im Aufsichtsrat des MoMA, aber auch in dem des Metropolitan Museum of Art.

"Der Schrei" - der nach der "Mona Lisa" als das bekannteste Bild der Welt gilt - soll unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf der fünften Etage des MoMA in einem Raum gemeinsam mit mehreren Drucken von Munch ausgestellt werden. "Wir hoffen, dass wir einen ganz normalen Menschenstrom aufrechterhalten und es in einer Art und Weise zeigen können, wie es für die Besucher am besten ist", sagte Museumsdirektor Lowry. "Aber wenn es die Situation verlangt, werden wir auch zeitbeschränkte Tickets ausstellen." Das MoMa liegt mitten in Manhattan und gilt als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen für moderne und zeitgenössische Kunst. (APA, 18.9.2012)

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120.000.000(!) Das ist doch ein kranker Auswuchs der Finanzwelt in der das den Bürgern gestohlene Geld naherzu grenzenlos verfügbar ist.

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