Theaterstücke sollen NS-Geschichte vermitteln

22. September 2012, 11:20

Tagung in Deutschland widmet sich den Möglichkeiten des "biografischen Theaters"

Schwerin - Zeitzeugen von Holocaust und Nazi-Herrschaft wird es bald nicht mehr geben. Eine Möglichkeit, die Geschichte jungen Leuten zu vermitteln, ist das "biografische Theater". Darum geht es am 27. September auf einer Tagung in Schwerin. Sie wird während des Festivals "Verfemte Musik" von der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung und dem Landesverband Jeunesses Musicales veranstaltet, wie die Bundeszentrale am Dienstag mitteilte.

Die Teilnehmer sollen darüber diskutieren, wie Biografien von Verfolgten, Zuschauern und Tätern auf die Bühne gebracht werden können, und wo die besonderen Gefahren und Chancen des biografischen Theaters bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus liegen.

Zu der Tagung werden Vertreter von Gedenkstätten, Historiker und Theaterpädagogen erwartet. Als Gast ist die 87-jährige Cellistin und Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch eingeladen, die Witwe des Komponisten Peter Wallfisch. Sie lebt seit 1946 in London, wo sie das English Chamber Orchestra mitbegründete. Als junge Frau gehörte sie dem Mädchenorchester von Auschwitz an. (APA, 22.9.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.