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Paris - Das Rennen um den Parteivorsitz der konservativen UMP in Frankreich wird zu einem Zweikampf. Kurz vor Bewerbungsschluss am Dienstagabend zeichneten sich nur noch die beiden Favoriten als Kandidaten ab: UMP-Generalsekretär Jean-Francois Cope und Ex-Premierminister Francois Fillon. Die meisten anderen Interessenten brachten die nötigen 7.924 Unterstützerunterschriften nicht zusammen.
Die frühere Wahlkampfsprecherin des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Nathalie Kosciusko-Morizet, gab am Dienstag bekannt, dass sie die Hürde der nötigen Unterschriften nicht nehmen werde. Die Ex-Umweltministerin hatte für einen "dritten Weg" innerhalb der UMP werben wollen, um den Zweikampf zwischen Cope und Fillon zu vermeiden. Seit der Niederlage der französischen Konservativen bei der Präsidentschaftswahl im Mai und der Parlamentswahl im Juni wird eine Spaltung der Partei zwischen dem rechten und gemäßigten Flügel befürchtet.
Auch andere Anwärter wie Ex-Arbeitsminister Xavier Bertrand und Ex-Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire schieden aus dem Rennen aus. Nicht genug Unterschriften konnte auch Ex-Präsidentenberater Henri Guaino sammeln, der seine Bewerbung bis Dienstagmittag aber noch nicht endgültig zurückzog.
Cope versicherte seinerseits am Dienstagvormittag, dass er mehr als 30.000 Unterstützerunterschriften erhalten habe. Fillon dürfte lediglich bei etwa der Hälfte liegen, doch hat er in Umfragen zur Beliebtheit einen deutlichen Vorsprung vor Cope bei den Franzosen und auch bei den UMP-Anhängern. Der neue Parteivorsitzende wird im November von der Parteibasis gewählt.
Der künftige Parteichef gilt zugleich als aussichtsreicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Konservativen für 2017. Doch nach einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts LH2 für die Zeitschrift "Le Nouvel Observateur" wäre Ex-Präsident Sarkozy nach Ansicht der UMP-Anhänger 2017 der beste Kandidat. Er kommt auf eine Zustimmung von 40 Prozent, gefolgt von Fillon mit 32 Prozent und Cope mit 18 Prozent. Sollte Sarkozy in die Politik zurückkehren, dann könnte sich ihm "niemand in den Weg stellen", sagte sein Ex-Berater Guaino. (APA, 18.9.2012)
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