Kleinste Schule: Eine Lehrerin, eine Schülerin

18. September 2012, 13:24

Schule im Wattenmeer feiert 100-jähriges Bestehen

Neuwerk - Deutschlands vermutlich kleinste Schule steht im Wattenmeer: Sie hat eine Lehrerin und eine Schülerin. Meike Müller-Toledo (52) ist in der Inselschule Neuwerk, die am Mittwoch ihr 100-jähriges Bestehen feiert, Direktorin, Sekretärin, Lehrerin und Hausmeisterin in einem. Vor vier Jahren kam sie aus Hamburg auf die Nordseeinsel. "Ich habe mich das halt getraut", sagt die Lehrerin, die damals nur ihren Hund mit auf die Insel nahm.

Im nächsten Schuljahr wechselt die einzige Schülerin an ein Gymnasium auf dem Festland. Dann wird die Schule für zwei Jahre schließen, bis das nächste Kind auf der Insel Neuwerk, die politisch zu Hamburg gehört, alt genug für den Unterricht ist. (APA, 18.9.2012)

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17 Postings
Staatlich gefördertes Homeschooling

Wenn die Mutter des Kindes Lehrerin wäre und ihr Kind auf der Insel selbst bilden wollte, dürfte sie es nicht. In Deutschland ist Schulpflicht vorgeschrieben.
Schule ist ein staatlicher Hoheitsakt, der an jedem Kind vollzogen werden muss. "Beschulen" muss man sich lassen; was man dabei lernt, ist sekundär.
Nun, hier lernt ein Kind in einer Inselsituation - und die Lehrerin darf mitlernen. Als Ich-kann-Schule-Lehrer wüsste ich auch zu schätzen, wenn ich in einer Schule die Realität lernen kann.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Endlich muss mit dem Vorurteil aufgeräumt werden,

dass ein Lehrer für seine Tätigkeit Schüler benötigt!

Schon jetzt steht fest, dass die Schülerin im nächsten Jahr aufs Gymnasium gehen wird?
Wenn die Lehrerin ihren Job dort behalten will, dann sollte sie die Schülerin durchfliegen lassen.

Spannende Wahl zum Klassensprecher!

Ein wahres Zukunftsmodell!

auf ausnahmesituationen zu reagieren und qualitative lösungen zu finden wäre in der tat ein anzustrebendes zukunftsmodell.

Wenn die Schule dann 2 Jahre geschlossen wird, was macht dann die Lehrerin?

warum " vermutlich" kleinste schule ?
geht noch weniger als 1 schüler + 1 lehrer ?

Naja, ohne Schüler halt. Oder gibt's in D keine Pragmatisierung?

sehr schön.
in österreich hättens die schule schon längst für immer geschlossen.

Sie zahlen entweder gerne Steuern oder gar keine Steuern.

ich zahle gerne steuern.
solange sie sinnvoll eingesetzt werden.
und um ihrer frage zuvorzukommen: ja, ich halte steuermittel für kleinstschulen in abgelegenen, strukturschwachen gebieten für sinnvoll.
mfg

Man kann Kleinstschulen auch durch kleiner Klassen und Auflösung der Jahrgangsstruktur in größeren Schulen simulieren. Und es ist ja nicht so, dass diese Schule mitten im Pazifik liegt.

Kleinstschulen sind eine sehr gute Sache. Die Kinder lernen viel effektiver. Auch der gemeinsame Unterricht der 6-10 jährigen klappt absolut gut.
Die meisten Probleme, die wir derzeit im Bildungssystem diskutieren, stellen sich in den Kleinstschulen gar nicht erst.
Aber leider natürlich kein Modell für Städte und Ballungsgebiete.

Nope

1 on 1 sind eher kontraproduktiv, da dem Schüler der Vergleich fehlt sowie Gleichaltrige womit er/sie sich austauschen könnte. Besser wären 5-6 Schüler

ja genau und noch besser wären dann noch lustige tiere und ein gemüsegarten, sowie jeden tag sonnenschein... *facepalm*

Definiere besser:
Kinderfreundlicher, lebenslanges Lernen fördernd und nett anzusehen vielleicht. Aber eben nicht billiger, was aber an und für sich noch kein facepalm rechtfertigt.

Na im Ernst, würde nicht selbst eine HTL für Biochemie von einem Gemüsegarten profitieren?

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