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Wien - Ex-Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) und der Lobbyist und Ehemann der ehemaligen Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP), Alfons Mensdorff-Pouilly, werden einander im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts die Klinke in die Hand geben. Unmittelbar vor dem geplanten Prozessfinale in der Causa Strasser, dem die Staatsanwaltschaft Bestechlichkeit vorwirft, startet am 12. Dezember die Verhandlung gegen Mensdorff, dem Geldwäsche, falsche Zeugenaussage in zwei parlamentarischen Untersuchungsausschüssen und Vorlage eines angeblich gefälschten Beweismittels angekreidet wird.
Großes Interesse erwartet
Das Verfahren gegen Strasser beginnt am 26. November, wobei bereits jetzt zahlreiche internationale Medienvertreter ihr Interesse an der Verhandlung bekundet haben. Obwohl der Große Schwurgerichtssaal mehreren hundert Zuhörern Platz bietet, müssen sich möglicherweise Journalisten und "Kiebitze" einem Akkreditierungsverfahren unterziehen. Der frühere Innenminister und spätere ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament war im November 2010 zwei als Lobbyisten getarnten britischen Journalisten auf den Leim gegangen und hatte sich auf mehrere Gespräche mit diesen eingelassen, wobei er ihnen bei einem Abendessen angeboten haben soll, für ein jährliches Honorar von 100.000 Euro die Gesetzgebung im Europäischen Parlament zu beeinflussen.
Dieses Gespräch wurde heimlich mitgeschnitten, nach der Veröffentlichung der Video-Clips musste Strasser Ende März 2011 zurücktreten. Im strafrechtlichen Sinne schuldig fühlt er sich aber nach wie vor nicht, wie er zuletzt dem Nachrichtenmagazin "Format" gegenüber klar machte. Dort bekannte er zwar "Ich war ein Depp", blieb jedoch bei seiner bisherigen Verantwortung, derzufolge er erkannt haben will, dass er von den Briten getäuscht wurde, und sich zum Schein auf die Gespräche eingelassen haben will, um im Alleingang ihre Hintermänner auszuforschen.
Strasser-Urteil für 13. Dezember erwartet
Strasser-Richter Georg Olschak hat acht Verhandlungstage ausgeschrieben. 20 Zeugen sind bisher geladen, darunter Strassers Nachfolger als ÖVP-Delegationschef, Othmar Karas, und der deutsche CDU-Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz, bei dem Strasser einen Interventions-Versuch lanciert haben soll. Das Urteil soll am 13. Dezember gesprochen werden. Dem Ex-Innenminister drohen bei einem Schuldspruch bis zu zehn Jahre Haft.
Um bis zu fünf Jahre Gefängnis geht es für Mensdorff-Pouilly, dessen Richter Stefan Apostol für das umfangreiche Beweisverfahren zehn Verhandlungstage vorgesehen hat. Dem Lobbyisten wird vorgeworfen, zwischen 2000 und 2008 mit Hilfe von Scheinverträgen insgesamt 12,6 Mio. Euro aus dem Vermögen des britischen Rüstungskonzern BAE System abgezogen zu haben, um damit bei Waffendeals in Zentral- und Osteuropa die Kauf-Entscheidungen zugunsten von BAE-Geräten beeinflussen zu können.
Auch in diesem Fall bestreitet der prominente Angeklagte die wider ihn erhobenen Anschuldigungen. Das Mensdorff-Verfahren soll am 17. Jänner zu Ende gehen. (APA, 18. 9. 2012)
Zwei Monate bedingt für Fälschung von Beweismittel - Freispruch auch zu falscher Zeugenaussage - Mitarbeiter Kurt D. ebenfalls freigesprochen - Urteile nicht rechtskräftig
Korruptionsstaatsanwaltschaft befasst sich unter anderem mit Anschaffung von neun Millionen Grippemasken im Jahr 2006
Das britische Verfahren gegen Mensdorff kostete und brachte viel Geld
Der Richter hält das Ergebnis für "unbefriedigend", doch die Indizien haben nicht ausgereicht: Der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly wurde vom Vorwurf der Geldwäsche freigesprochen. Dennoch setzt es zwei Monate bedingte Haft.
Für Bestechung sei Mensdorff "die richtige Adresse", hieß es am vorletzten Prozesstag
Grünen-Abgeordneter: Freispruch wegen falscher Zeugenaussage "nicht generalpräventiv, sondern generalermunternd"
Früherer Mitarbeiter belastet Alfons Mensdorff-Pouilly - Ex-OMV-Chef Ruttenstorfer bestätigt Zahlungen auf zwei verschiedene Konten
Geldwäsche sei nicht nachweisbar gewesen - Strafe für Beweismittelfälschung für Unbescholtenen zu hart
Hohe Erwartungen an den fünften Prozesstag der Causa Mensdorff: Die Befragung des "Kronzeugen" Mark Cliff stand auf dem Plan. Doch ihn und eine zweite Zeugin plagt das schlechte Erinnerungsvermögen. Die Staatsanwaltschaft wird sich wohl auf frühere Aussagen stützen müssen
Bestätigte weder Mensdorffs Verwicklung in "Drittzahlungen" noch "Schmiergeld"-Besprechung bei BAE Systems
Kein einziger Zeuge der BAE zu Aussage bereit, dadurch entfallen drei Verhandlungstage
Nach vier Verhandlungstagen schärft sich das Profil der Beteiligten: Loyal, ohne Fragen zu stellen
Der Prozess gegen Mensdorff-Pouilly geht in die Feiertagspause - Fortsetzung im Jänner
Die Erkenntnis Mensdorff-Pouillys: Er war sein Geld mehr als wert. Dennoch musste der Angeklagte Antworten schuldig bleiben
Mensdorff verteidigte sich in den Anklagepunkten gefälschtes Beweismittel und mehrfache Falschaussage in U-Ausschüssen
Antrag aus erster Instanz zurückgewiesen - Gericht muss erforderliche Informationen noch erheben und dann noch einmal entscheiden
Am Mittwoch wurde Alfons Mensdorff-Pouilly einvernommen - Kurt D. wollte nicht aussagen - derStandard.at berichtete live
Peter Pilz wirft Alfons Mensdorff-Pouilly vor, "Geld-Briefträger" von EADS gewesen zu sein - Prozess ab Mittwoch in Wien
Mensdorff-Pouilly wurde einvernommen - Angeklagter beschrieb im Detail, wofür Brodmann-Gelder verwendet wurden
Ehemaliger Vertrauter spricht vor britischer Anti-Korruptionsbehörde von "Schmiergeldern" an Rüstungskonzern
Er sei kein Graf, kein Lobbyist - und keinesfalls korrupt, stellte Mensdorff-Pouilly klar. Geldflüsse von BAE hätten mit Bestechung nichts zu tun gehabt
Alfons Mensdorff-Pouilly muss sich wegen Geldwäsche, falscher Zeugenaussage und Vorlage eines gefälschten Beweismittels verantworten
Wo die Millionen konkret landeten, konnte laut Strafantrag nicht aufgeklärt werden
Korruptionsexperte Andrew Feinstein über den Waffenlobbyisten, der ab morgen vor Gericht steht
Peter Pilz und Günther Kräuter sehen Mensdorff als Schlüsselfigur in der Eurofighter-Causa
Da werden doch nicht wieder "Skandalurteile", gefällt von Kröten dabei herauskommen?
Einer war ein "Lausbub", der andere ein Depp....bei einem anderen ist der Tango-Korrupti "part of the Game"...ein Finanzminister der seine Kohe lieber in Liechtenstein und Übersee, in Stiftungen parkt, anstatt hier seine Steuern abzuliefern...
Eine GESUNDHEITS-Ministerin, die mit einem WAFFEN-Lobbyisten das Bett teilt, ist wohl einzigartig in der Welt...!!
Fesch samma beinaund !
Sicher gehören alle
Danebenbenommenen vorn Kadi.
Die sollen sich rechtfertigen und beurteilt werden.
Ich vermisse den Focus aufs Volk in den ganzen Gazetten.
Paar Politiker sind Seiten wert , Mörder , Unfälle und Sport.
Wer schreibt was über die Realität hier?
Über Wohnungsprobleme,über horrende Mietkosten , über horrende Lebensmittelkosten (fast food ist billig ,aber ungesund),über horrende Bildungskosten(pc,laptop,iphone),über horrende Energiekosten , über horrende Handwerkerkosten.....
Da streiten sich Bonzen herum und vergessen ,warum gerade Sie da sein sollen.
Grosses Forum habens auch noch.
Schon mal darüber nachgedacht, dass durch Lobbyisten bestechliche Politiker, einen großen Anteil an den von Ihnen angeführten Problemen haben?
Wenn Konzerne und der Geldadel mit Geld die Politik kaufen, die eben jene begünstigt und Sie massiv benachteiligt?
war er in brüssel doch jahrelang österreichs internationale aushängeschild für transparenz und ehrlichkeit.
auch österreichs ansehen in der eu hat hr. strasser enorm gesteigert.
ganz zu schweigen von seiner überaus erfolgreichen arbeit als innenminister.
seine ehem. untergebenen schwärmen heute noch von ihm,und gründeten lapttopweitwurf vereine.
ich denke,mit 3 wochen sozialarbeit beim roten kreuz, sollten etwaige klitzekleine verfehlungen geahndet sein.
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