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Die Metaller läuten die Lohnverhandlungen ein.
Wien - Am Donnerstag läutet die Metallindustrie traditionell die Herbstlohnrunde ein - diesmal allerdings unter neuen Vorzeichen. Die Verhandlungen werden von den sechs Metallarbeitgeber-Verbänden jeweils getrennt geführt, nachdem der weitaus größte Verband - der Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) - aus den bisher traditionell gemeinsamen Gesprächen ausgeschert ist.
Bei den Gewerkschaftsvertretern hat dies für helle Empörung gesorgt, sogar vor einem Ende der Sozialpartnerschaft wurde gewarnt. Da sie aber die Industrievertreter "nicht am Verhandlungstisch festbinden können", haben sich Metallergewerkschaft Pro-Ge und Angestelltengewerkschaft GPA mit der getrennten Verhandlungsführung abgefunden, sie wollen aber trotzdem eine einheitliche Kollektivvertrag für alle Metaller herausschlagen. Die Gespräche sollen zeitgleich laufen.
Im Vorjahr waren vier Verhandlungsrunden notwendig, geeinigt hat man sich dann auf einen durchschnittlichen Lohnzuwachs von 4,2 Prozent. Außerdem wurde die Elternkarenz deutlich ausgebaut. Der Industrie kostete der Abschluss nach Eigenangaben rund 300 Mio. Euro. Von der Einigung waren rund 180.000 Beschäftigte betroffen. Die Maschinen- und Metallwarenindustrie hat rund 120.000 Mitarbeiter. Heuer gehen die Belegschaftsvertreter von einer Inflationsrate von 2,8 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten aus, ein Abschluss darunter gilt als extrem unwahrscheinlich.
Offen ist, ob das Thema Arbeitszeitflexibilisierung von der Industrie eingefordert wird. Sie verspricht sich dadurch bessere Abdeckung von Produktionsspitzen. Die Gewerkschaften lehnen das Thema ab, denn sie fürchten um die Überstundenzuschläge für die Mitarbeiter. Außerdem gebe es ohnehin schon ein sehr flexibles Arbeitszeitmodell das von der Industrie nicht einmal ausgeschöpft werde.
Neu ist heuer auch das Verhandlungsteam der Industrie. Verhandlungsführer des FMMI ist der Vorarlberger Unternehmer und stellvertretende FMMI-Obmann Johannes Collini. Zum Team gehören weiters Veit Schmid-Schmidsfelden, Geschäftsführender Gesellschafter der Rupert Fertinger GmbH, und Karin Exner-Wöhrer, Vorstandsvorsitzende der SAG Motion. Auf Arbeitnehmerseite verhandelt wieder das eingespielte Team Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA), Verhandlungsort ist traditionell die Wirtschaftskammer Österreich in Wien.
Die Übergabe des Forderungskataloges der Gewerkschaft erfolgt morgen um 14.00 Uhr, Branchengerüchten zufolge könnte dann auch gleich die erste Verhandlungsrunde starten. Legendär ist der Spruch eines führenden Gewerkschafters nach einer Besprechungsrunde mit seinen Betriebsräten: "Und jetzt beim Rausgehen nicht lachen." (APA, 18.9.2012)
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daher ist die Lage für die Arbeitnehmer auch entsprechend katastrophal. Politik und Gewerkschaft versuchen natürlich die Zustände zu beschönigen um sich möglichst lange an der Macht zu halten. Besser wäre es jedoch wenn sich die aktuelle Gewerkschaft rückstandsfrei auflösen und die Regierungsparteien durch eine neue bürgerfreundliche Partei ersetzt würden.
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