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Wien - Die SPÖ-Ministerinnen Claudia Schmied (Bildung) und Gabriele Heinisch-Hosek (Beamte) machen in Sachen Lehrerdienstrecht Druck auf die Gewerkschaft - und auf die ÖVP. Schmied warnte die Gewerkschaft am Dienstag vor dem Ministerrat vor einem "Schwarze-Peter-Spiel" und hielt zugleich fest, für wen diese Warnung ebenfalls gilt: "Die Lehrergewerkschaft ist ÖVP-dominiert, man könnte auch sagen, sie ist die ÖVP." Heinisch-Hosek ist der Ansicht, die Gewerkschaft "muss in sich gehen". Die nächste Verhandlungsrunde soll jedenfalls auf politischer Ebene stattfinden, kündigte sie an.
Schmied hatte ja zuletzt angekündigt, dass die Regierung ihren Vorschlag für das neue Dienstrecht nachbessern könnte. Die Gewerkschaft hatte dem indes wenig Glauben geschenkt und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hatte zu verstehen gegeben, dass mehr Geld für das Projekt kein Thema sei. "Mein Budget ist einfach gestrickt", sagte Schmied dazu am Dienstag. 85 Prozent ihrer Mittel seien Fixkosten für Personal. Weiter ins Detail, was Forderungen nach mehr Budget betreffen könnte, wollte sie nicht gehen: "Verhandlungen führen wir im Verhandlungsraum."
Jedenfalls unterstrich Schmied aber: "Das ist ein Regierungsprojekt." Und auch wann dieses Projekt fertig sein soll, gibt sie genau vor: "Je schneller, umso lieber", Frühling 2013 sei jedenfalls "absolute Deadline".
Auch Heinisch-Hosek will das nächste Schuljahr mit dem neuen Lehrerdienstrecht beginnen. "Bis zum Sommer (2013, Anm.) spätestens" müsse deswegen alles unter Dach und Fach sein, Parlamentsbeschlüsse inklusive. Heinisch-Hosek verlieh der Hoffnung Ausdruck, "dass wir mit dem vorhandenen Geld auskommen". Knackpunkt sei die Verteilung zwischen Arbeitszeit in der Klasse und Betreuung. Allerdings: "Sollte es sich herausstellen, dass die eine oder andere Million fehlt", glaube sie nicht, dass sich die Finanzministerin verwehren würde.
Die Regierung habe ein umfassendes Konzept vorgelegt, nun seien die Gewerkschafter am Zug. Sie müsse auf den Tisch legen, zu wie vielen Unterrichtsstunden sie bereit sei und wie die Einstiegsgehälter von Junglehrern aussehen sollen. Die Regierung habe ein höheres Einstiegsgehalt sowie Unterstützungspersonal für die Schulen vorgeschlagen - "Was will die Gewerkschaft mehr?", so Heinisch-Hosek. Auch sie unterstrich, dass die Regierungsparteien bei den Verhandlungen an einem Strang ziehen müssten. Die ÖVP-Finanzministerin sei schließlich bei allen Verhandlungen dabei gewesen. (APA, 18.9.2012)
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heute schaffe ich die 2.000er Marke an Poatings. Seitdem ich von neinem Eltern mit 6 aus der Schule genommen wurde und seit meinem 18. Lebensjahr unter Sachwalterschaft stehe, lebe ich zwar im Keller meiner Mutti, aber ich verfolge im Keller die Lehrerdiskussion seit nunmehr 20 Jahren mit unübertroffener Akribie, wenn ich das so sagen darf und habe auch jede Menge Daten gesammelt.
So und jetzt werde ich weiter posten und dagegen könnt ihr gar nichts tun, hihi, hihi und nochmals hihi!
Die Lehrer sind nicht die ÖVP, die ÖVP sagt "den Lehrern" schon lange nichts mehr.
Wie blöd muss man eigentlich sein, zu glauben, wenn "Österreich" behauptet, die Lehrer würden eh nur 2 Stunden pro Tag unterrichten, dann wäre das plötzlich die Wahrheit und die Lehrer würden reumütig um eine Erhöhung der Lehrverpflichtung bitten.
Simmer wo angrennt?
2009 wollte Schmied die Lehrverpflichtung für Korrekturfächer um 3 bis 4 Stunden anheben. Schon jetzt arbeitet ein Deutschlehrer gut um die Hälfte mehr an einer Unterrichtsstunde als z. B. ein Sportlehrer.
Wer sich einbildet, solche geistigen Bocksprünge blieben ohne Folgen, muss schon sehr daneben sein.
Die innerliche Kündigung ist schnell unterschrieben.
Eine wirklich ernstgemeinte Frage: Was bereitet ein Sportlehrer an einer Unterrichtsstunde vor? Und wieso sollte dieser Sportlehrer denselben Lohn bekommen wie ein Deutschlehrer mit SA und einer umfangreichen Vorbereitungszeit?
Differiert hier nicht die Leistung? Wieso nicht auch beim Gehalt?
Genau diese Gleichstellung sieht das neue LDG vor!
Bislang war für AHS/BHS-Lehrer zumindest eine geringe Lehrpflichtermäßigung vorgesehen, nach dem Vorschlag für das neue Lehrerdienstrecht müssen beide gleich viel unterrichten.
2009 hat BM Schmied den ersten Versuch in diese Richtung gestartet: Eine Lehrpflichterhöhung für die nach geltendem Recht niedriger bewerteten Stunden war nämlich nicht vorgesehen. Die Rechnung sollte v. a. von den AHS/BHS-Lehrern mit Schularbeitsfächern bezahlt werden.
Das hat natürlich keinen einzigen Journalisten interessiert.
Um dem Korrekturaufwand Rechnung zu tragen, sollen Lehrer von Korrekturfächern eine (lächerliche) Zulage bekommen, die natürlich nur zehnmal pro Jahr ausbezahlt wird und in keinem Verhältnis zum höheren Aufwand steht.
hier wird immer argumentiert, dass menschen mit ähnlichen ausbildungen in der "freien wirtschaft" doch ach so viel verdienen und als maßstab akademische naturwissenschafter hergenommen. wenn jemand deutsch unterrichtet, dann hat er wohl germanistik studiert. schauen sie sich am "germanisten-markt" mal ernsthaft um und posten sie dann munter von "idealisten" weiter.
Die Leute werden halt schon bei der Studienwahl gescheiter agieren müssen und sich, z. B., durch ein Wirtschaftsstudium langweilen.
Letztlich zahlt ja doch die nächste Generation die Zeche: Entweder es werden wirklich nur mehr die Lehrer, die nichts anderes hinbekommen, oder jene Idealisten, die dann nach 5 oder 6 Jahren mit "Burnout" ausfallen.
zahlen wir grad alle. pflichtschulabsolventen, die nicht lesen und schreiben können, rote laterne bei internationalen bildungsvergleichen, höchster bildungsabschluss fast ausschließlich eine frage der herkunft.
zum thema burn-out: eher menschen, die nicht für den lehrberuf geeignet sind. ich habe die erfahrung gemacht, dass die idealisten durch ihre motivation eher vor burn-out geschütz sind, als die "meine motivation sind juli und august" lehrer - die letzteren sind sowieso falsch in ihrem beruf. und um gleich missinterpretationen vorzubeugen: hier steht nicht, dass ALLE lehrer nur wegen juli und august diesen beruf gewählt haben.
Warum "diskutiert" ihr immer noch mit dieser/diesem Marie Berg?
("Diskutiert" steht unter Anführungszeichen, da zu einer Diskussion Argumente gehören, und die gab es bei Marie Berg noch nie!)
Wenn man sie/ihn unkommentiert den Blödsinn verzapfen lässt, vielleicht wird es ihr/ihm irgendwann selbst zu dumm.
"Lehrer würden eh nur 2 Stunden pro Tag unterrichten" ist doch eine kranke Extremargumentation!
Nach der OECD bekommen die Österreichischen Bürger folgende Jahresunterrichtsleistungen:
Volksschulen:......779 Stunden
Sekundarstufe I:..607 Stunden
Sekundarstufe II:.589 Stunden
Das sind die Durchschnittwerte ink. Sport, Turnen, Religion, Werken!
Es besteht auch kein Zweifel, dass ein Bedarf an Nebenzeiten vorhanden ist. Nur, die 1.000 Stunden Hefteverbessern pro Jahr sind dann weit neben der Realität. Dazu kommt noch, dass die Schüler durch das Hefteverbessern, nachweislich!, keine Fähigkeiten erwerben können.
Lehrpersonen, welche Ihrer Aufgabe nicht nachkommen, die haben doch keinen Nutzen für die Gesellschaft!
Natürlich hätten die keinen Nutzwert. Aber wo steht, dass die Lehrer nichts tun? Wissen Sie überhaupt , was in einer Schule heute abgeht (nicht vor 30 oder 40 Jahren!). Wenn ich die Liste hier schreiben würde, bräuchte man mindestens 2 Postingsmasken. Und die 1000 Stunden sind für Lehrer, die 2 Schularbeitsfächer haben, sogar sehr wahrscheinlich, wenn nicht mehr.
...die Zahlen der OECD noch so oft posten, werden sie dadurch auch nicht wahrer.
Ich habe jetzt wirklich mehrfach nachgerechnet, komme aber nur dann mit viel Fantasie auf die 607 Stunden (ich habe schon gecheckt, dass es dabei um 60 Minuten geht!!!), wenn ich Krankenstände einrechne, die ich schon seit 20 Jahren nicht in Anspruch genommen habe.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann war die gesetzliche Unterrichtszeit in der HTL bei Mathe und Maschinenkunde, etc. bei 18 Unterrichtseinheiten pro Woche, also 15 vollen Stunden. Bei 38 Unterrichtswochen wären das also 570 Stunden pro Jahr.
Bei Sportlehrpersonen war es, glaube ich, 25 Unterrichtseinheiten. Das wären dann 791 Stunden pro Jahr.
Bei beiden Betrachtungen muss man, ich den die OECD hat das getan, auch die Ausfälle des Unterrichts wegen Sportwochen, Spazierengehen, etc. abziehen.
Ich würde meinen, dass die OECD Daten durchaus stimmen können. Ich könnte nun das GÖD Jahrbuch mit den gesetzlichen Verpflichtungen heranziehen, ist mir aber doch zu mühsam.
...verwendet jenes Zahlenmaterial, das es aus den einzelnen Staaten erhält. Machen Sie sich selbst einen Reim darauf.
Ich weiß, wie viele Stunden ich als Lehrer an einer PTS unterrichte (und kann diese auch jederzeit belegen) - und die liegen weit über den genannten 607 Stunden! Verordnete Dauer-MDL aufgrund des Lehrermangels in Vorarlberg noch nicht einmal eingerechnet.
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